Start Aktuell Bluetooth 5 ab Ende 2016: Mehr Reichweite, mehr Daten, weniger Stromverbrauch

Bluetooth 5 ab Ende 2016: Mehr Reichweite, mehr Daten, weniger Stromverbrauch

Die Bluetooth Special Interest Group hat heute die offiziellen Spezifikationen von Bluetooth 5 bekanntgegeben. Der neue Standard soll für vierfacher Reichweite, doppelte Geschwindigkeit und um bis zu 800 % höhere Übertragungskapazität sorgen. Erste Android-Geräte mit Bluetooth 5 sind nicht vor 2017 zu erwarten.

Das Spiel Deutschland-Polen beginnt demnächst, deshalb drucken wir hier einfach mal ausnahmsweise die Pressemeldung komplett ab. Für Android-User wichtig: Es geht nicht vor 2017 los und Bluetooth Low Energie bekommt eine deutlich größere Reichweite:

Kirkland, Washington/USA – 16. Juni 2016 – Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) hat die nächste Bluetooth-Version unter der Bezeichnung „Bluetooth 5“ angekündigt. Sie mit deutlich höherer Reichweite, Geschwindigkeit und Übertragungskapazität Ende 2016/Anfang 2017 zur Verfügung stehen. Die höhere Reichweite wird belastbare, zuverlässige Verbindungen für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ermöglichen, so dass Komplettlösungen für Wohnhäuser, große Gebäude und Außenbereiche auf Basis von Bluetooth umgesetzt werden können. Dank der höheren Geschwindigkeit werden Daten schneller gesendet. Auch optimiert sie das Antwortverhalten. Die höhere Übertragungskapazität wird die nächste Generation von verbindungslosen Diensten wie Beacons und standortbasierte Informationsverteilung und Navigation vorantreiben. Diese Fortschritte in der Bluetooth-Technologie eröffnen den Mitgliedern der SIG deutlich mehr Möglichkeiten, um das Internet der Dinge zugänglicher und interoperabler zu gestalten. Bereits heute sind dies 30.000 Unternehmen weltweit.

„Bluetooth 5 verändert die Art, wie Menschen künftig das IoT erleben – als etwas, das einfach und nahtlos um sie herum passiert“, erläutert Mark Powell, Executive Director, Bluetooth SIG. „Mit der Erweiterung der Reichweite werden Verbindungen zu IoT-Geräten weit über die Wände eines eigenen Hauses hinaus möglich, während die erhöhte Geschwindigkeit schnellere Datentransfers und Software-Updates der Geräte unterstützt. Und mit der Fähigkeit, deutlich umfangreichere Datensätze zu übertragen, steigert Bluetooth 5 die Bedeutung von Beacons, Standorterfassung und anderen verbindungslosen Diensten für ein reibungs- und nahtloses IoT.“

Bluetooth 5, das Ende 2016 bis Anfang 2017 zur Verfügung stehen soll, wird die Übertragungsreichweite von Low-Energy-Verbindungen vervierfachen, deren Geschwindigkeit verdoppeln und gleichzeitig die Kapazität der verbindungslosen Datenübertragungen um 800 Prozent erhöhen. All das wird parallel zur industrieweit führenden Leistungsfähigkeit im Umgang mit Energie möglich. Mit der deutlichen Steigerung der Übertragungskapazität wird es möglich, größere, komplexere Datenmengen zu übertragen. Damit ist die Datenübertragung von Bluetooth-Geräten nicht mehr an Apps und Geräte gebunden, sondern bewegt sich in Richtung verbindungsloses IoT. Das reduziert auch die Notwendigkeit, eine App herunterzuladen oder eine App mit einem Gerät zu verbinden.

Patrick Connolly, Principal Analyst bei ABI Research, schätzt, dass bis 2020 mehr als 371 Mio. Bluetooth-fähige Beacons ausgeliefert werden. Mit der achtfachen Übertragungskapazität wird Bluetooth 5 die Einführung beziehungsweise den Einsatz von Beacons und standortbasierten Diensten in der Hausautomation sowie in Unternehmen und Industrie vorantreiben. In stark kontextbezogenen Szenarien, wie Navigation und punktgenauer Ortung sendet Bluetooth 5 benutzerdefinierte Informationen, die Menschen ohne Verbindungs- und App-Barrieren unmittelbar nutzen können. Einige Beispiele dazu: die problemlose Navigation im Flughafengebäude, eine Nachverfolgung von Lagerbeständen oder Notfalleinsätze bis hin zu Smart-City-Infrastrukturen zur Unterstützung von Sehbehinderten.

„Aktuell sind 8,2 Milliarden Bluetooth-Produkte weltweit im Einsatz“, ergänzt Powell. „Die Verbesserungen in Bluetooth 5 und zukünftig geplante Weiterentwicklungen der Bluetooth-Technologie werden dazu führen, dass Bluetooth bis 2020 in mehr als einem Drittel aller installierten IoT-Geräte enthalten sein wird. Die Dynamik und Innovationskraft von Bluetooth wird sicherstellen, dass unsere Technologie weiterhin die IoT-Lösung der Wahl für alle Entwickler bleiben wird.“

Das mittlerweile 30.000ste Mitglied der Bluetooth SIG zeigt, dass immer mehr Unternehmen Bluetooth sowohl technologisch als auch organisatorisch nutzen, um IoT-Produkte und Services zu entwickeln, die nicht nur hervorragende Anwendererfahrung bieten, sondern sich auch schnell und erfolgreich auf den Markt bringen lassen. Seit Ende 2015 ist die Mitgliederzahl um mehr als 11 Prozent auf die aktuelle Rekordzahl gewachsen. Neuste Mitglied, die Blossom Group, ist ein Startup-Unternehmen, das Infraschall- und Niederfrequenz-Produkte zur Ausblendung von Störgeräuschen produziert. Es ist der jüngste Beleg, dass Unternehmen aller Größen und Branchen der SIG beitreten, weil die Organisation in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern an der Weiterentwicklung der Technologie arbeitet und daran, die Welt intelligenter, sicherer, besser und angenehmer zu machen.

„Die Implementierung von Bluetooth als unsere Wireless-Technologie und der Beitritt zur SIG-Organisation war eine logische Entscheidung, um den Erfolg unserer Produkte zu gewährleisten“, erläutert Luke Sanger, CEO und Mitbegründer der Blossom Group. „Bluetooth bietet die Allgegenwart einer vertrauenswürdigen kabellosen Kommunikationsplattform und kann auf eine tolle Historie zurückblicken, wenn es um die Unterstützung von Markttrends und die Zusammenarbeit mit Entwicklern und Mitgliedern bei der Konzeption bahnbrechender Produkte und Anwendungen geht. Wir wissen, dass Bluetooth gemeinsam mit seinen Mitgliedern weiterhin ganz vorne mitspielen und technologische Fortschritte – von Energieeffizienz bis hin zu IoT-Konnektivität – nutzen wird, um Innovationen immer weiter voranzutreiben.“

Für weitere Informationen zu Bluetooth gibt es auf Facebook, Twitter oder LinkedIn.

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