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Barometer im Handy: SyPressure

Ein Barometer im Handy? Wozu denn das? Ganz sinnlos ist der Sensor nicht, er verschafft dem GPS einen Startvorteil und macht das Handy zur mobilen Wetterstation.

Als die Welt noch analog war und Erfinder elektronischer Geräte noch nicht einmal geboren waren, war das Barometer ein unverzichtbares Messinstrument für Meteorologen und jeden anderen, der wissen wollte wie sich das Wetter in den kommenden Stunden entwickelt.

Heutzutage dienen Barometer in den Wohnzimmern meistens jedoch nur noch als dekoratives Schmuckstück. Aufgrund von Wettervorhersagen über das Fernsehen, Radio oder dem Internet haben Sie ausgedient. Einzig in Form von – mehr oder weniger genauen – Wetterstationen sind sie noch auf dem Fensterbrett anzutreffen.

Starthilfe fürs GPS

Das Barometer erlebt allerdings in aktuellen Smartphones eine kleine Renaissance. In Handys dient es dem Assisted Global Positioning Systems (kurz A-GPS) als Starthilfe für den GPS-Empfänger zur Bestimmung der ungefähren Höhe über dem Meeresspiegel.

Zusammen mit den Standortdaten der umliegenden Mobilfunkantennen und den WLAN-Netzen in der Umgebung wird die Position des Handys hinreichend genau bestimmt, um zügig den exakten Ort über die GPS-Satelliten zu ermitteln.

Abbildung 1: SyPressure zeigt den aktuellen Luftdruck und die Vorhersage, es soll Regen geben.
Abbildung 1: SyPressure zeigt den aktuellen Luftdruck und die Vorhersage, es soll Regen geben.

Allerdings integrieren bei weitem nicht alle Android-Hersteller ein Mikro-Barometer in ihre Geräte. Bekannte Vertreter mit dem Luftdruck-Sensor sind zum Beispiel die Samsung-Handys Galaxy S III, Galaxy Nexus und das Galaxy Note oder auch das Xoom-Tablet von Motorola.

SyPressure Barometer

Der versteckte Sensor wird mittlerweile von diversen Apps genutzt, die Ihren Androiden in ein Barometer verwandeln. Ein besonders hübsches Exemplar ist SyPressure, das sie als kostenlose aber werbefinanzierte, App [1] oder auch als Kaufprogramm [2] für 1 Euro im Play Store finden. Um zu testen, ob Ihr Handy über den nötigen Sensor verfügt, sollten Sie zuerst die kostenlose App installieren.

Abbildung 2: Der Luftdruck ist kurz vor 23:00 merklich abgesunken, das Tief brachte zeitgleich Regen.
Abbildung 2: Der Luftdruck ist kurz vor 23:00 merklich abgesunken, das Tief brachte zeitgleich Regen.

Abbildung 4: Wird der Luftdruck zu oft geprüft schlägt der Einsatz von SyPressure deutlich auf die Akkulaufzeit.
Abbildung 4: Wird der Luftdruck zu oft geprüft schlägt der Einsatz von SyPressure deutlich auf die Akkulaufzeit.

Abbildung 4: Wird der Luftdruck zu oft geprüft schlägt der Einsatz von SyPressure deutlich auf die Akkulaufzeit.
Abbildung 4: Wird der Luftdruck zu oft geprüft schlägt der Einsatz von SyPressure deutlich auf die Akkulaufzeit.

Die Pro-Version SyPressures bietet Ihnen neben einem Widget für den Homescreen, das im Hintergrund permanent den Luftdruck ermittelt und auf Wetter-Änderungen hinweist, auch die Möglichkeit die aktuelle Höhe über den Luftdruck zu ermitteln. SyPressure berechnete mit einem Galaxy Nexus als Testgerät die Höhe nach anfänglicher Kalibrierung auf etwa +/- 50 Meter genau.

Stromschlucker

In den Standardeinstellung ermittelt SyPressure jede Minute den aktuellen Luftdruck. Den Verbrauchs-Statistiken Androids nach, verursacht SyPressure durch den permanenten Einsatz des Barometers bis zu 10% des Stromverbrauchs. In den Einstellungen der App finden Sie daher die Option die Abfrage auf Every X minutes zu beschränken, was den Stromhunger der Anwendung deutlich reduziert, allerdings die Genauigkeit der Messung beeinträchtigt. Dieses Feature gibt es nur in der Pro-Version.

Fazit

Die Wettervorhersage per Barometer ist keine genaue Wissenschaft. Demzufolge arbeitet auch SyPressure nicht wirklich exakt. Der Luftdruck-Verlauf zeigte aber sehr wohl den Einzug eines Tiefs mit Regen und Sturm zuverlässig an. Die App ist ein nettes und gut gemachtes Gimmick, das auf Androiden mit Luftdruckmesser nicht fehlen sollte.

[1,00 Euro|englisch|Version 1.13.1|1,6 MByte]

★★★★

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