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Assassin’s Creed Pirates im Test

Seefahrer Alonzo ist auf der Suche nach dem sagenumwobenen Schatz La Buse. Kämpfen Sie mit ihm auf hoher See und feuern Sie Ihre Kanonen auf die gegnerischen Schiffe ab.

Es wird noch eine Weile dauern, bis wir das ganze Assassin’s-Creed-Spielerlebnis auf mobilen Geräten bekommen werden. Die Vorlage aus der PC- und Konsolenwelt ist ein Open-World-Erlebnis mit vielen Haupt- und Nebenquests, einer tollen Story und riesigem Umfang. Eine erfolgreiche Portierung auf Android-Geräte in dieser Dimension – das ist bisher nur der GTA-Reihe gelungen. Und dabei hat selbst das aktuellste Android-Spiel GTA San Andreas fast zehn Jahre auf dem Buckel.

Wer also ein volles Assassin’s-Creed-Erlebnis für Mobilgeräte erwartet hat, der kann nur enttäuscht sein. Ubisoft hat es aber wie schon bei Rayman Jungle Run klug gemacht und den Kern des Spielerlebnisses und die Atmosphäre des Spiels für Mobilgeräte beibehalten, dafür aber einen verzichtbaren Teil weggelassen. Das hat etwas mit realistischem Spielverhalten zu tun, denn Spiele auf dem Smartphone oder Tablet werden meist nur "in geringen Dosen" gespielt, dafür jedoch mehrmals am Tag. Daher hat sich Ubisoft das Beste der letzten beiden Assassin’s-Creed-Spiele ausgesucht: Die überaus beliebten Seeschlachten aus Teil III und das Karibik-Setting aus Teil IV.

Auf Schatzsuche

Sie schlüpfen in die Haut des Seefahrers Alonzo, der nach einem kurzen Intro-Gefecht auf die raue See losgelassen wird und auf der Suche nach La Buse, einem sagenumwobenen Schatz, ist. Auf See können Sie viele Quests bestreiten, Gebiete erkunden, gegen andere Schiffe in den Kampf ziehen und viele andere Aufgaben lösen. Sie steuern dabei ihr Schiff entweder aus der isometrischen Perspektive oder aus Sicht der dritten Person, die sich direkt hinter dem Steuerkreuz befindet. Durch Wischen steuern Sie nach Backbord oder Steuerbord, zusätzlich können Sie die Segel trimmen, um das Schiff schneller über das Meer gleiten zu lassen. Manche Quests spielen sich wie Mini-Aufgaben, zum Beispiel wenn man aus der Vogelperspektive eine Linie auf dem Wasser zeichnen und die gegnerischen Schiffe umfahren soll.

Spielerisch ist das alles leichte Kost – und genau hier könnte man die meiste Kritik anbringen. Die Gefechte sind immer gleich: Sie teilen sich auf in zwei Phasen. In der ersten Phase schießt man seine Kanonen ab oder führt andere Spezialattacken durch, die alle eine Abklingzeit haben und nicht ununterbrochen benutzt werden können. Beim Abfeuern der Kanonen muss man lediglich die virtuelle Flugbahn hin- und herschieben und ein wenig vorausschauend zielen. In der zweiten Phase wechselt die Kameraperspektive und man muss den gegnerischen Kanonen ausweichen, indem man schnell nach links oder rechts segelt. Das ist in den meisten Fällen viel zu leicht.

Was dem Spiel an Abwechslung fehlt, das macht es durch seinen Umfang wieder wett. Die Spielwelt ist sehr groß und mit all den Haupt- und Nebenquests hat man viele Spielstunden zu tun. Außerdem ist das Upgrade-System des Schiffes sehr ausgefuchst, hier kann man sich als Talentbaum-Fan ordentlich austoben. Je höher die eigene Stufe, desto weiter kann man auf der Seekarte vordringen – es gibt einfach überall etwas zu tun. Sogar alte Quests kann man, wenn man möchte, wiederholen, um etwas Beute zu machen.

Fazit

Alles in allem ist Assassin’s Creed Pirates ein sehr unterhaltsames Spiel, das dem Assassin’s-Creed-Universum eine neue Facette hinzufügt. Auch wenn das Gameplay nicht gerade abwechslungsreich und fordernd ist, so leidet der Spielspaß überhaupt nicht darunter.

4,49 Euro

Deutsch|Version 1.1.1|835 MByte

★★★★★






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