Start Aktuell ARM gewinnt: Intel baut keine Smartphone CPU mehr

ARM gewinnt: Intel baut keine Smartphone CPU mehr

Intel outside. Der Techgigant hat laut mehreren Quellenangaben die für 2016 geplanten 14nm-Chipsätze Broxton und Sofia MID auf Eis gelegt und steigt damit de facto aus dem Smartphone-Business aus. Grund für diesen Wechsel: Die Konkurrenz ist besser und günstiger.

Schlechter als Qualcomm, teurer als MediaTek. Der Atom-Prozessor war unter den Android-Geräteherstellern nie wirklich beliebt. Auf den Chiphersteller Intel kommen deshalb schwierige Zeiten zu. Das Geschäft mit den CPUs ist längst nicht mehr so rentabel wie noch vor 10 Jahren und im einzigen Markt, der noch halbwegs vom Wachstum dominiert ist (mobile Chipsätze) gelang es Intel nie wirklich, Fuß zu fassen.

Denn die Intel CPUs lagen zwar hinsichtlich der Performance und Akkulaufzeit aktuell nicht mehr hinter den ARM-Pendants zurück, aber Intel mangelte es am nötigen Support der Hardware-Hersteller und somit an den Stückzahlen. Last but not least brachte es Intel zu lange nicht über einen mobilen Dual-Core-Chipsatz heraus, und im Unterschied zu Qualcomm & Co vernachlässigte man das mobile SoC-Feld zu lange. Die für 2016 geplanten Chipsätze wären 2015 noch konkurrenzfähig gewesen, 2017 werden sie es in keinem Fall mehr sein.

Schuld für die folgenden Massenentlassungen hat indirekt auch Microsoft, denn auch die mobilen Windows-Geräte sind durchs Band gefloppt. Das „Wintel“ Erfolgsrezept hat mobil also nicht funktioniert, ARM ist hier de facto Standard geworden und daran wird sich in den kommenden paar Jahren auch nicht viel ändern.

Intel will bis Mitte 2017 rund 12000 Stellen abbauen, um den Konzern wieder auf eine solide wirtschaftliche Grundlage zu bringen (bzw. die Aktionäre zu befriedigen).

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