Start Aktuell AndroidOS.SMSreg Kaspersky listet die Top 5 der Android-Schädlinge in Deutschland

AndroidOS.SMSreg Kaspersky listet die Top 5 der Android-Schädlinge in Deutschland

Laut einer aktuellen Meldung von Kaspersky befindet sich Deutschland aktuell auf Rang 6 der am häufigsten attakierten Länder für mobile Nutzer. Und die folgenden fünf Schädlinge kommen besonders häufig vor.

Wenn man von mobilen Schädlingen spricht, denkt man in erster Linie an Android. Das hat auch seinen guten Grund, ist das Google-Betriebssystem doch mit rund 80 Prozent Marktanteil bei den Neugeräten die klare Nummer 1 im mobilen Markt. Doch das hat auch seine Schattenseiten, wie der aktuelle Bericht von Kaspersky zeigt. Demnach verbreiten sich mobile Schädlinge nachwievor recht schnell und die Top 5 liest sich schon mal "nicht schlecht" an.

Mit einer Verbreitung von 25,88 Prozent unter allen attackierten Smartphone-Nutzern steht die Malware ?RiskTool.AndroidOS.SMSreg.cw? klar auf dem Siegertreppchen. Laut Kaspersky handelt es sich dabei um ein weit verbreitetes Bezahlmodul, das in verschiedene Spiele integriert ist und mit dem innerhalb der Spieleanwendung via SMS-Nachrichten Einkäufe abgewickelt werden können. Der Schädling löscht die Bestätigungs-SMS-Funktion vom Rechnungssystem des Anwenders, ohne dass dieser etwas davon mit bekommt. SMSreg kommt aber auch in anderen Fällen zum Einsatz und ist auf einigen China-Handys vorinstalliert, die dann via SMS die IMEI-Nummer und die eigene Telefonnumer nach Hause telefonierern. Die ursprünglich dazu gedachte Funktion, den Betreiber eines Handys über den SIM-Kartenwechsel zu informieren, kann so schnell jeden Monat ein paar Euro oder mehr kosten.

Auf Rang 2 der mobilen Schädligen steht laut Kaspersky die Familie "DangerousObject.Multi.Generic", deren Ableger sich laut aktuellem Blogbeitrag auf rund 20 Prozent aller infiszierten Geräte befindet. Worum es sich dabei genau handelt, bleibt der Kaspersky-Beitrag hingegen schuldig. Laut unseren Recherchen, ist es eine Malware, die über Windows den Weg auf Android findet. Als Infiszierungsquelle kommen nur dubiose Seiten in Betracht.

Den dritten Platz belegt mit "Trojan-SMS.AndroidOS.Agent.u" ein alter Bekannter. Diese App muss zunächst von einem naiven Nutzer selbst installiert werden und nistet sich anschließend so als Geräteadmin ein, dass man sie ohne Root-Rechte nicht mehr entfernen kann. Das Businessmodell der Programmierer liegt auch hier darin, kostenpflichtige SMS zu versenden.

Der Trojaner "Trojan.AndroidOS.MTK.a" belegt den vierten Rang mit 8,58 Prozent der attackierten Anwender. Es handelt sich um einen komplexen Trojaner, der mit umfangreicher Funktionalität und ausgeklügelten Verschlüsselungsmethoden ausgestattet ist und dessen Aufgabe darin besteht, weitere Schadanwendungen herunterzuladen und zu starten, persönliche Informationen zu stehlen und das infizierte Gerät zu einem mobilen Botnetz hinzuzufügen.

Abgeschlagen mit weniger als 6 Prozent Verbreitung unter den infiszierten Geräten findet sich das Werbemodul "AdWare.AndroidOS.Ganlet.a" auf Rang 5. Das Programm ist in der Lage, andere Anwendungen zu installieren sowie zusätzliche Werbeeinblendungen in Apps anzuzeigen.

Android User meint..

Es sind Trojaner, keine Viren und in geschätzt 90 Prozent aller Fälle ist der Nutzer selbst mitverantwortlich, dass er sich eine Schadsoftware auf das Handy geholt hat, weil er Apps aus dubiosen Quellen herunterlädt. Bei den Zahlen muss man unbedingt beachten, dass diese die Prozentangabe innerhalb einer kleinen Gruppe von befallenen Smartphones angeben. Hochgerechnet auf die Zahl sämtlicher Smartphone-Nutzer bleibt das Risiko weiterhin sehr gering, vor allem wenn Sie nur Apps aus offiziellen Quellen installieren. Das Problem betrifft also höchstens einen von 1000 oder 1 von 10.000 Android-Nutzern. Der neue Report zeigt aber auch, dass Direktimporte aus China, alternative App Stores und Custom-ROMs aus unbekannten Quellen durchaus ein erhöhtes Risiko darstellen. Überlegen Sie sich es deshalb mehr als zweimal, ob sich ein Direktimport beim Preisunterschied von wenigen Euro oder eine gecrackte Version mit Malware statt 99 Cent tatsächlich lohnt.

Quelle: Pressemeldung von Kaspersky

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