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Android Security Bulletin November 2018 macht Schluss mit Updates für die letzten Nexus-Geräte

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Im Januar 2010 hat Google mit dem Nexus One sein erstes, eigenes Smartphone auf den Markt gebracht. Die Geräte hatten keine Software außer der Google-eigenen Software vorinstalliert. Weiterhin gibt es ab Verkaufsstart garantiert zwei Jahre Versions- und drei Jahre Sicherheitsupdates. 2016 wurden die Nexus-Geräte von den Pixel-Smartphones abgelöst und mit dem November Security Bulletin verlassen nun auch die letzten verbliebenen Nexus Geräte 5X und 6P das Google-Universum.

Wer sich für ein Smartphone aus dem Hause Google entscheidet weiß genau, dass er zuerst 2, mittlerweile 3 Jahre (ab Pixel 2) garantierte Versionsupdates und 3 Jahre Sicherheitsupdates erhält. Die Updates kommen direkt von Google und kommen damit sehr schnell auf die Smartphones der Nutzer.

Mit dem Erscheinen des November Security Bulletin 2018 haben die Nexus Smartphones 5X und 6P zum letzten Mal das garantierte Sicherheitsupdate von Google erhalten. Das letzte Versionsupdate gab es schon vor einem Jahr. Somit sind die Geräte nun sozusagen Freiwild. Auch der telefonische Support endet mit dem Monat November. Um neuere Android-Versionen auszuprobieren kann man sich jedoch mit einem der zahlreichen Custom-Roms behelfen.

Custom-Rom Link für Android Pie Nexus 5X bei XDA-Developers
Custom-Rom Link für Android Pie Nexus 6P bei XDA-Developers

Die ROMs bringen jedoch in den meisten Fällen keine Google Apps mit. Diese können aber mit Open-GApps nachgerüstet werden. Open GApps enthält den Play Store sowie alle Google Apps. Das neue Paket Open GApps ist auch für Android Pie verfügbar. Es enthält alle aktuellen Versionen der Google-Apps und wurde von auf den Custom ROMs getestet.
Auch die Digital Wellbeing-App der Pixel-Phones ist im neuen GApps-Paket zu finden.

Open GApps für Android Pie kostenlos herunterladen

Google selbst schreibt den Herstellern anderer Android-Phones mittlerweile vor, dass diese ihre Geräte 2 Jahre regelmäßig mit Sicherheitsupdates versorgen müssen. Vorerst gilt dies nur für Smartphones, welche in Europa erworben wurden. Die Regelmäßigkeit besagt hier auch nicht, wie von Google-Geräten bekannt, ein monatliches Sicherheitsupdate. Sondern es müssen mindestens vier Sicherheitsupdates pro Jahr durch die Hersteller an die Geräte verteilt werden. Auch dürfen die Smartphones nicht länger als 90 Tage auf einem alten Sicherheitslevel stehen. Die Bedingungen gelten rückwirkend ab dem 31.1.2018.

Vereinbarungen dieser Art gab es schon länger, nur hat sich bisher kaum ein Hersteller daran gehalten. Dies soll sich ändern, da Google Druckmittel einsetzt, die den Geräte-Herstellern weh tun. Ohne ausreichende Sicherheits-Updates streicht Google Provisionen oder nimmt dem Hersteller das Recht auf den Play Store.

Nun wird sich zeigen, ob die Smartphone-Hersteller die Forderung umsetzen und viele Geräte nun regelmäßiger ein Sicherheitsupdate bekommen. Denn one Sicherheitsupdate sind Android-Smartphones einfach nur ein großes Eingangstor für Angreifer.