9. September 2021
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Android für die VirtualBox

Holen Sie Android 4.0 aka Ice Cream Sandwich Android mit VirtualBox auf Ihren Rechner. Auf der Heft-CD finden Sie neben dem zweiten Teil des Galileo Video Trainings eine fertige virtuelle Maschine mit der aktuellen Android-Version.

App des Monats

Als zusätzlichen Bonus präsentieren wir Ihnen die App des Monats Ulysse Speedometer als drei Monate lang vollumfänglich und ohne Werbung nutzbare Vollversion. Einen Test der App finden Sie in der App-Strecke der aktuellen Ausgabe. Ausserdem enthält die Heft-CD den zweiten Teil des Galileo Video Trainings "Apps entwickeln für Android 4".

Abbildung 1: Der Ulysse Speedometer verwandelt Ihren Droiden in ein vollständiges Cockpit mit allen wichtigen Informationen.
Abbildung 1: Der Ulysse Speedometer verwandelt Ihren Droiden in ein vollständiges Cockpit mit allen wichtigen Informationen.

Smartphones oder Tablets mit Android sind "Google-Handys" mit dem von Google entwickelten Betriebssystem, so wird es Ihnen an vielen Stellen eingebläut. Doch das ist nur zum Teil richtig, denn viele Bestandteile von Android stammen nicht aus Mountain View, sondern werden schon seit Jahren von der internationalen Linux-Gemeinde entwickelt.

Daher ist Android auch zum größten Teil freie Software, deren Quellcode Sie aus dem Internet herunterladen [1] können. Nur die Google-Apps wie Google Mail, Maps oder der Android-Market, sowie die Anpassungen und Treiber der Handy-Hersteller sind proprietär.

Die Linux-Gemeinschaft versucht daher schon seit einer geraumen Zeit Android auch auf herkömmliche PCs zu portieren, so dass Sie letztendlich Android auch auf dem Desktop, Notebook oder dem Heimkino-PC laufen lassen können. Das Android-x86 Projekt [2] ist inzwischen so weit, dass Sie Android in einer virtuellen Maschine auf dem PC betreiben können.

VirtualBox installieren

Für die freie und kostenlose Virtualisierungs Lösung Oracle VM VirtualBox [3] gibt es bereits ein ISO-Image von Android 4.0.3 [4], das für den Betrieb unter VirtualBox oder VMWare ausgerichtet ist. Auf der Heft-CD haben wir aus diesem Image eine fertige virtuelle Maschine erzeugt, die Sie direkt in VirtualBox importieren können.

Abbildung 2: Auf der CD finden Sie eine fertige virtuelle Maschine mit Android 4.0, die Sie auf jedem - halbwegs aktuellen - PC starten können.
Abbildung 2: Auf der CD finden Sie eine fertige virtuelle Maschine mit Android 4.0, die Sie auf jedem – halbwegs aktuellen – PC starten können.

Hardwareanforderungen

Für den reibungslosen Betrieb von virtuellen Maschinen benötigen Sie einen Rechner mit mindestens einer Intel-Core-CPU (oder einer vergleichbaren CPU von AMD), etwa 2 GByte RAM und einen GByte freien Speicher auf der Festplatte. Auf schwächeren Rechner lässt sich eine VM auch betreiben, doch wenn weitere, gerade auf dem PC laufende, Anwendungen nicht beeinträchtigt werden sollen, dann ist doch ein halbwegs aktueller PC zu empfehlen.

Auf der CD finden Sie VirtualBox 4.1.8 als Setup für Windows. Die Anwendung erfordert keine großen Kenntnisse bei der Installation, starten Sie einfach das Setup VirtualBox-4.1.8-75467-Win.exe und klicken sich durch den Installations-Assistenten.

Die VM importieren

VirtualBox bietet schon seit einigen Versionen die Option an, fertig konfigurierte virtuelle Maschine zu im-/expotieren. Auf der CD finden Sie mit der Datei android_virtualbox_ics_4.0.3.ova eine eben solche fertige "Virtual Appliance" mit Android 4.0.3, die Sie direkt und ohne großen Aufwand in eine bestehende Installation imporiteren können.

Abbildung 3: Bei einem Doppelklick auf die ova-Datei, startet automatisch der Assistent zum Importieren von virtuellen Maschinen.
Abbildung 3: Bei einem Doppelklick auf die ova-Datei, startet automatisch der Assistent zum Importieren von virtuellen Maschinen.

Nach der Installation von VirtualBox starten Sie den Import der VM aus dem Windows Explorer heraus durch einen Doppelklick auf die ova-Datei von der CD, VirtualBox wird daraufhin automatisch laden und die virtuelle Maschine mit allen wichtigen Einstellungen einbinden. Alternativ lässt sich der Import auch direkt aus VirtualBox unter Datei | Appliance importieren? initiieren.

Das virtuelle Android starten

Im VirtualBox Manager sollten Sie nun eine virtuelle Maschine mit dem Titel Android 4.0.3 – Ice Cream Sandwich finden, die Sie abschließend über Starten booten lassen können. Im Boot-Manager drücken Sie einfach auf die Eingabetaste, so dass der Eintrag Android-x86 2012-01-30 geladen wird, danach sollten Sie nach einer kurzen Ladephase, Android auf Ihrem Desktop-PC sehen.

Abbildung 4: Erst wenn Sie die Mauszeiger-Integration von VirtualBox deaktivieren sehen Sie in der virtuellen Maschinen einen Mauscursor.
Abbildung 4: Erst wenn Sie die Mauszeiger-Integration von VirtualBox deaktivieren sehen Sie in der virtuellen Maschinen einen Mauscursor.

Manuell müssen Sie nach dem Start leider noch im Menü Maschine die Option Mauszeiger-Integration deaktivieren? aktivieren. So geht die Maus leider nicht mehr nahtlos zwischen Ihrem Desktop und der virtuellen Maschine über, andernfalls aber sehen Sie in der VM gar nicht erst einen Mauscursor. Um die Maus wieder aus der VM zu lösen, müssen Sie in der Standardkonfiguration von VirtualBox die rechte Strg-Taste drücken.

Abbildung 5: Die virtuelle Maschine mit Android ist schon fertig konfiguriert. Im Normalfall sollten Sie die VM direkt nach dem Import starten können.
Abbildung 5: Die virtuelle Maschine mit Android ist schon fertig konfiguriert. Im Normalfall sollten Sie die VM direkt nach dem Import starten können.

Unser virtuelles Android enthält ein ziemlich originäres Ice Cream Sandwich, allerdings aus rechtlichen Gründen nicht den Android Market oder andere Google Apps. Versuche den von Goo-inside.me [5] heruntergeldadenen Market in der virtuellen Maschine zu betreiben, scheiterten leider. Der Market lässt sich in der VM zwar installieren, er stürzt jedoch beim Start sofort ab.

Unsere Android-VM eignet sich daher hauptsächlich für Anwender, die einfach mal selber in Ice Cream Sandwich hineinschnuppern wollen oder für Entwickler, die etwas mehr Performance bei Ihren Anwendungs-Tests brauchen, als der Android-Emulator aus dem SDK bietet.

Infos

  1. Android-Quelltext: http://source.android.com
  2. Android-x86 Project: http://www.android-x86.org
  3. VirtualBox: https://www.virtualbox.org
  4. ISO-Image Android-x86: http://www.buildroid.org/blog/?p=86
  5. Goo-inside.me: http://goo-inside.me/gapps

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