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Android für die ganze Familie

Früher saßen Eltern und Kinder am Samstag Abend vor dem Fernseher, dann kam der PC und „spaltete“ die Familie. Heute hat jeder sein Handy und es scheint, als wäre jeder für sich alleine. Doch richtig genutzt, können Android-Geräte das Familienleben durchaus sinnvoll bereichern.

Wir spielen am Smartphone, lesen Bücher, schauen Filme und konsumieren Nachrichten auf unseren Android-Geräten. Kein Wunder, dass kritische Stimmen bereits vor Vereinsamung der Nutzer von Smartphones und Tablets warnen, weil sie allenfalls noch virtuellen Kontakt zur Außenwelt halten. Doch diese Kritik greift oft zu kurz: Denn mit modernen Apps eröffnen sich auch völlig neue Möglichkeiten der realen Interaktion. Sie erleichtern viele alltägliche Dinge – und lassen etwa Familie und Freunde dichter zusammenrücken. Wie zum Beispiel an diesem Wochenende?

Ganz nah dran

Freitag, 8 Uhr: Thank god, it’s friday. Papa muss ins Büro, aber zum letzten Mal für diese Woche. Am Montag ist Feiertag und er freut sich auf das verlängerte Wochenende. Auf dem Weg zur Arbeit warnt ihn die App Blitzer.de [1] vor einer Radarfalle auf dem kurzen Stück Bundesstraße. Auch wenn es im Berufsverkehr eh recht behäbig voran geht: Gut zu wissen, dass Carsten mit seinem Smartphone einen wachsamen Begleiter an Bord hat. Dank einer großen Community weist ihn die App zuverlässig auch auf frisch aufgestellte Geschwindigkeitskontrollen und andere Gefahren hin.

Abbildung 1: Die Sicherheitsapp Blitzer.de warnt zuverlässig vor Geschwindigkeitskontrollen.
Abbildung 1: Die Sicherheitsapp Blitzer.de warnt zuverlässig vor Geschwindigkeitskontrollen.

Freitag, 8:30 Uhr: Bevor sich Papa ins Büro und damit in die Arbeit stürzt, wirft er auf dem Parkplatz noch schnell einen Blick auf das Smartphone: Eine E-Mail von Oma. Bis zum stolzen Alter von 70 Jahren hatte sie nie etwas mit Computern am Hut – selbst SMS schreiben war ein Buch mit sieben Siegeln für sie. Seit ihr Carsten vor einem Monat jedoch ein Android-Tablet geschenkt hat, ist die Kommunikation nicht mehr nur auf Telefonate beschränkt. Die Großeltern wohnen 700 Kilometer weit weg, was gegenseitige Besuche doch stark minimiert. Mit dem Tablet sind sind sie näher an Carsten und seiner Familie dran. Vor allem den sechsjährigen Enkel Mika genießen Sie jetzt häufiger über Skype [2].

Freitag, 12 Uhr: Carstens Frau Martina meldet sich per Whatsapp-Nachricht: "Hallo Schatz, hast du das Schreiben an die Versicherung schon abgeschickt?" Gut, dass sie nachfragt, denn Carsten hat es natürlich vergessen. Aber der Brief ist fertig und da sich das Dokument wie alle wichtigen Dokumente auch in der Cloud bei Google Drive [3] befindet, schickt Carsten ihr einfach den Google-Drive-Link zum Dokument. Martina wird das Schreiben ausdrucken und zur Post bringen. Und dann macht sie noch einen großartigen Vorschlag: "Das Wetter ist so toll, wollen wir nicht übers Wochenende an die Ostsee?" Super Idee, finden Carsten und Mika.

Freitag, 12:45 Uhr: Nach dem Mittagessen ruft Papa die App HRS Hotels [4] auf, um ein günstiges Hotel zu finden. Es ist eine der Lieblingsapps von Carsten, weil man damit nicht nur gezielt in Städten suchen kann, sondern auch in Regionen – zum Beispiel die Ostsee-Region in Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem listet sie nur Hotels auf, in denen auch wirklich aktuell noch freie Zimmer zu bekommen sind. Ein 4-Sterne-Hotel in Binz auf Rügen für 90 Euro pro Nacht, das klingt gut. Carsten teilt das Schnäppchen gleich aus der App heraus mit Martina per Whatsapp [5]. Es dauert keine fünf Minuten, ehe sie der Auswahl zustimmt. Zwei, drei Klicks später ist das Hotel gebucht und Papa freut sich nun noch mehr auf das Wochenende.

Abbildung 2: HRS Hotels ist die App der Wahl, wenn es um günstige und verfügbare Hotels weltweit geht.
Abbildung 2: HRS Hotels ist die App der Wahl, wenn es um günstige und verfügbare Hotels weltweit geht.

Freitag, 15:30 Uhr: Heute macht Carsten etwas früher frei, sie wollen ja noch nach Rügen aufbrechen. Auf dem Weg nach Hause hält Papa noch kurz beim Supermarkt. Während Martina die Koffer packt, kauft er ein paar Sachen für unterwegs ein. Martina hat ihm alles, was sie benötigen, in die gemeinsame Einkaufliste in der App Out of Milk [6] notiert. Die App ist sehr praktisch, denn sie erlaubt die gemeinsame Pflege von Einkaufslisten. Listen lassen sich miteinander teilen und synchronisieren. So sind beide stets auf dem Laufenden, was sie brauchen und was der andere womöglich bereits eingekauft hat. Das spart Zeit und Geld, weil es Doppelkäufe vermeidet.

Abbildung 3: Mit Out of Milk haben Sie mit Ihrem Partner immer den aktuellen Einkaufszettel im Blick.
Abbildung 3: Mit Out of Milk haben Sie mit Ihrem Partner immer den aktuellen Einkaufszettel im Blick.

Beim Anstehen an der Kasse checkt Carsten noch schnell seine E-Mails und freut sich über eine Einladung zu einem Klassentreffen Mitte Oktober in seiner alten Heimat im Saarland. Mit Hin- und Rückreise kostet ihn das ein ganzes Wochenende – das will mit der Familie abgestimmt sein. Zum Glück pflegen Carsten und Martina ihre Termine mit dem Google-Kalender. In separaten Kalendern pflegen sie ihre privaten Termine und in einem Familienkalender auch die gemeinsamen. Die privaten Kalender haben sie einander zur Ansicht freigegeben, den Familienkalender können sie zudem auch gemeinsam bearbeiten. An besagtem Wochenende sind noch keine Eintragungen – prima! Carsten legt einen Termin für das Wochenende an und schickt schnell noch eine Teilnahmebestätigung zum Klassentreffen per E-Mail an die Organisatoren und eine E-Mail an seine Eltern, die sich über einen außerplanmäßigen Besuch am Rande des Klassentreffens freuen dürfen.

Mit der App SkyScanner [7] sucht sich Carsten einen günstigen Flug von Hamburg nach Saarbrücken. Diese App ist dafür besonders geeignet, weil sie sehr komfortabel zeigt, welche Kombination aus Hin- und Rückflug besonders günstig ist. Sogar die Flugbuchung ist über die App schnell erledigt.

Abbildung 4: Die innovative grafische Darstellung macht es leicht, mit Skyscanner den günstigsten Flug zu finden.
Abbildung 4: Die innovative grafische Darstellung macht es leicht, mit Skyscanner den günstigsten Flug zu finden.

Freitag, 20 Uhr: Nach knapp drei Stunden Fahrt unterstützt von Google Maps Navigation und Blitzer.de kommen Carsten, Martina und Mika auf Rügen an. Sohnemann Mika war von langen Autofahrten nicht so begeistert. Da er schon ein bisschen lesen kann, durfte er deshalb während der Fahrt versuchen, die Kennzeichen vorausfahrender Autos zu erkennen und mit der App Kennzeichen nachzuschauen, woher das Fahrzeug stammt. UMama und Papa mussten dann raten, wo der Fahrer herkommt. So weiß jetzt die ganze Familie, dass "APD" für Apolda in Thüringen steht, und die Fahrt ging recht kurzweilig und lehrreich über die Bühne.

Grüße aus der Ferne

Samstag, 9 Uhr: Das ist das schöne an Hotels: Nach ausgiebigem Schlaf setzt man sich an den gedeckten Frühstückstisch – herrlich! Für eine Wettervorhersage ist heute zur Abwechslung mal keine Smartphone-App nötig. Der Blick aus dem Fenster offenbart schon jetzt strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Mika freut sich auf den Strand?

Samstag, 13 Uhr: Zeit für das Mittagessen. Carsten und seine Familie ziehen vom Strand in ein nahegelegenes Restaurant um. Nach dem Essen sichten sie die Fotos, die sie bisher mit dem Smartphone geschossen haben. Mika möchte seiner Tante unbedingt eine Postkarte schicken und sucht sich sein Lieblingsfoto aus. Er weiß schon vom letzten Urlaub, dass man Postkarten auch prima direkt vom Handy aus verschicken kann. Dazu wählt er in der App Urlaubsgruß.com [9] das gewünschte Foto aus, schneiden es noch auf den besten Bildausschnitt zurecht. Anschließend wählt Papa aus dem Adressbuch die Adresse von Tante Petra aus. Mika darf den Text diktieren, den Mama dann noch auf die Karte schreibt. Anschließend kann die Karte abgeschickt werden. Der Service ist nicht teurer als die meisten echten Postkarten plus Porto. Im Ergebnis sind diese Karten aber nicht nur wesentlich bequemer zu versenden, sondern auch persönlicher, da man wirklich einzigartige Fotos verschickt.

Abbildung 5: Die moderne Form der Postkarte bietet die App Urlaubsgruß.
Abbildung 5: Die moderne Form der Postkarte bietet die App Urlaubsgruß.

Samstag, 20 Uhr: Für Mika ist es Zeit zum Schlafengehen. Frische Luft, Strand und Meer haben ihn auch ordentlich müde gemacht. Martina und Carsten sichten noch die Dutzende Fotos, die sie gemacht haben laden die vielen Fotos von Mika auf das gemeinsam genutzte Konto bei Flickr hoch, damit auch Oma und Opa etwas davon haben. Mit der Android App von Flickr [10] klappt das sehr zuverlässig. Die Fotos lassen sich in Alben katalogisieren und bereits beim Upload kann man sie mit einer kurzen Beschreibung versehen. Da Flickr nur für die privaten Fotos zum Einsatz kommt, verwenden Carsten und Martina ein gemeinsames Konto – dadurch müssen sie einander keine Fotos oder Alben freigeben. Außerdem haben sie das gesamte Konto auf privat gesetzt, sodass nicht geteilte Fotos von niemand anderem gesehen werden können. So viel Privatsphäre muss dann doch sein.

Abbildung 6: Der mächtige Cloud-Dienst Flickr eignet sich wie kein anderer zum Austausch von Fotos.
Abbildung 6: Der mächtige Cloud-Dienst Flickr eignet sich wie kein anderer zum Austausch von Fotos.

Weil Flickr sehr mächtig ist und Oma und Opa auf ihrem neuen Tablet möglichst bequem und ohne Umwege zu den privaten Familienfotos gelangen sollen, hat Carsten auf ihrem Tablet die App JustPictures [11] installiert und für Flickr konfiguriert. Diese komplett kostenfreie App ist eine Art eierlegende Wollmilchsau für den Zugriff auf Fotos. Sie kommt problemlos mit allen möglichen Foto-Cloud-Diensten klar – allen voran Flickr und Picasa – und begeistert mit einer sehr geradlinigen und intuitiven Benutzerführung. Einmal geöffnet, muss Oma nur noch das gewünschte Fotoalbum öffnen. Die Fotos kann sie dann einzeln öffnen oder sich eine von JustPictures automatisch erzeugte Diashow ansehen. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters hat Oma das Android-Tablet und die damit verbundenen Möglichkeiten sofort lieben gelernt – auch wenn sie das volle Potential von Android vermutlich niemals ausschöpfen wird.

Abbildung 7: JustPictures erlaubt den Zugriff auf Ihre Fotosammlung - (fast) egal, wo die Fotos gespeichert sind.
Abbildung 7: JustPictures erlaubt den Zugriff auf Ihre Fotosammlung – (fast) egal, wo die Fotos gespeichert sind.

Weit weg und doch so nah

Sonntag, 11 Uhr: Lange geschlafen und ausgiebig gefrühstückt. Der Blick aus dem Fenster offenbart: auf exzellentes Wetter ist heute nicht Verlass – Wolken trüben etwas den Himmel und die Sonne hat Mühe, sich hindurch zu kämpfen. Martina, Carsten und Mika bleiben erst einmal im Hotel. Heute hat Mikas Opa Leo Geburtstag, also schaut Martina kurz via Skype, ob Oma oder Opa gerade mit ihrem Tablet online sind. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, denn sie haben bereits eine E-Mail bekommen, dass es neue Fotos zu bestaunen gibt. Und tatsächlich: Mika hat Glück und kann seinem Opa per Video-Skype zum Geburtstag gratulieren. Dank des hoteleigenen WLAN funktioniert das in guter Qualität, was bei mobilem Internet ja leider nicht immer gewährleistet ist. Wie immer will der Kleine gar nicht mehr aufhören zu "videofonieren" – so spannend und spaßig findet er die Kombination aus Live-Bild und Ton.

Sonntag, 13 Uhr: Die Sonne hat weiterhin keine Chance. Martina will gerne ein bisschen shoppen. Mika und Carsten setzen sich in ein Café. Sie vereinbaren keinen besonderen Treffpunkt, keine Uhrzeit. Wozu auch, da beide ständig online sind. Bei einem Kaffee liest Carsten eine Sonntagszeitung. Mika widmet sich derweil einem seiner Lieblingshobbys: dem Malen. Diesmal nicht auf Papier, sondern auf Papas Smartphone. Mit der App Skitch [12] wählt er ein Foto aus dem Urlaubsalbum aus und verschönert es auf kreative Art. Das tolle an Skitch ist, dass es sich auf wenige, aber pfiffige Funktionen beschränkt und mit kleinen grafischen Gimmicks wie Sprechblasen aufwartet. Wobei Mika lieber meist selbst malt und seinen Namen krickelt. Das fertige "Kunstwerk" lässt sich anschließend dann teilen – über E-Mail, WhatsApp, Facebook und weitere Kanäle.

Abbildung 8: Die App Skitch ist ein grafischer Spaß für Groß und Klein.
Abbildung 8: Die App Skitch ist ein grafischer Spaß für Groß und Klein.

Sonntag, 14 Uhr: "Hi Ihr beiden, ich habe was gaaanz tolles entdeckt!", schreibt Martina per Whatsapp. Das können nur Klamotten sein? Sie schickt Carsten ihren Standort und er sieht in Google Maps, dass sie sich nur ein paar Ecken weiter befindet. Carsten bezahlt die Getränke und lässt sich per Fußgängernavigation von Google Maps zu Martina lotsen. Die Boutique ist schnell gefunden und mit kindlicher Intuition spürt Mika auch zielgenau seine Mama auf?

Sonntag, 19 Uhr: Mit einem leckeren Essen beim Italiener lassen Carsten, Martina und Mika den Tag ausklingen. Morgen Abend geht es wieder zurück nach Hause, am Dienstag wartet schon wieder die Arbeit. Auch im Job verrichten Android-Smartphones gute Dienste, sind sie doch voll ausgestattete, leistungsstarke Computer.

Dienstag, 8:13 Uhr Carsten müsste schon längst auf dem Weg zur Arbeit sein. Aber er hat am Abend vergessen, sein Handy aufzuladen und so blieb die Weck-App stumm. Zum Glück kann man sich auf die innere Uhr von Mika verlassen, und so kommt wenigsten der Kleine noch rechtzeitig in den Kindergarten.


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