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Android Betriebssystem – AOSP
Die Software auf allen Android Smartphones basiert auf der gleichen Open-Source-Basis: dem Android Open Source Project (AOSP).
- Google veröffentlicht das AOSP unter der Apache 2.0-Lizenz, die es jedem erlaubt, auf AOSP basierende Betriebssysteme zu verwenden, zu verbreiten oder zu modifizieren und zu verbreiten, ohne Lizenzgebühren zu zahlen oder Quellcode veröffentlichen zu müssen.
Bisher 2 Entwicklungszweige
Bisher fand die Entwicklung in einem öffentlichen AOSP-Zweig und einem internen Entwicklungszweig statt.
Der öffentliche AOSP-Zweig ist für jedermann zugänglich und beinhaltete bisher aber auch einige Betriebssystemkomponenten wie den Bluetooth-Stack. Somit konnte hier die Entwicklung direkt mitverfolgt und auch eventuell kommende Neuerungen gefunden werden. Der interne Zweig ist auf Unternehmen mit Lizenzvertrag für Google Mobile Services beschränkt.
Entwicklung ab sofort komplett hinter verschlossenen Türen
Google hat nun gegenüber Android Authority angegeben, dass die Entwicklung von Android ab sofort komplett hinter verschlossenen Türen stattfinden, um den Entwicklungsprozess zu optimieren, den Wartungsaufwand zu reduzieren und Zusammenführungskonflikte zu vermeiden.
Sobald die interne Entwicklung einer Betriebssystem-Version abgeschlossen ist, wird der Quellcode, wie bisher auch, über AOSP freigegeben und jeder hat darauf Zugriff. Externe Beiträge und Patches für Android von anderen Herstellern können wie gehabt über den öffentlichen Zweig eingereicht werden. Auch der Quellcode für den Android Linux-Kernel unter GPLv2-Lizenz, bleibt öffentlich.
Es wird jedoch nicht mehr so einfach möglich sein, kommende Features für Android zu entdecken, da die Entwicklung neuer Betriebssystem-Versionen nicht mehr live im öffentlichen Zweig mitverfolgt werden kann.
OEM-Partner von Google haben weiterhin kompletten Zugriff auf die Entwicklung.
Gibt es Änderungen für dich als Nutzer?
Für den normalen Android-Nutzer und auch für App-Entwickler ändert sich nichts. Auch für Entwickler von Custom-ROMs gibt es keine großen Änderungen zu befürchten:
- Android bleibt Open Source und ist lediglich etwas weniger offen für die Entwicklung bestimmter Komponenten. Wir können die Commits für diese kleine Komponentengruppe nicht mehr sehen, sondern müssen warten, bis der vollständige Commit-Verlauf für stabile Versionen veröffentlicht wird. (GrapheneOS via BlueSky)
Android Updates dürften weniger Fehler haben, da ab sofort nicht mehr der öffentliche und der interne Entwicklungszweig zusammengeführt werden müssen.
