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Android-Apps für Musik aus dem Internet

Hängen Ihnen die „größten Hits der Achtziger und Neunziger und das Beste von heute“ im Dudelfunk auch aus den Ohren heraus? Dann gilt es neue Musik im Internet zu entdecken. Diverse Android-Apps helfen dabei ? und das zumeist auch noch kostenlos.

Wenn Sie über dreißig sind, erinnern Sie sich vielleicht noch an Ihr erstes selbstgemachtes Mixtape. In nächtelanger Detailarbeit bannte man Musik von den unterschiedlichsten CDs und LPs auf Kompaktkassetten, um diese themenbezogen Freunden oder gar der beziehungsweise dem Liebsten zu vermachen. Die Macher des Musikportals 8tracks retten mit einer Mischung aus Online-Radios, Podcasts und eben Mixtapes diese alte Tradition ins digitale Zeitalter. Und das mit Erfolg: Über 500.000 Mixe von den verschiedensten DJs und Hobby-Kuratoren gibt es mittlerweile bei dem Anbieter zu erkunden. Diese Vielfalt will sich auch auf die Android-Welt erstrecken: Die mobile App packt nahezu alle Funktionen des Portals in eine äußerst übersichtlich geratene Benutzeroberfläche, die zudem noch für die Nutzung auf Tablets optimiert wurde – wahrlich keine Alltäglichkeit im in dieser Hinsicht immer noch etwas stiefmütterlich behandelten Markt.

Die Einrichtung eines freien 8tracks-Kontos lässt den Nutzer in ein soziales Musiknetzwerk eintauchen, in dem Mixe und einzelne Musikstücke favorisiert und DJs "verfolgt" werden können. Neueinsteiger werden von der Option "Take me to the Music" abgeholt, die aktuell vorgestellte Tipps der internen Redaktion auflistet. Wer es etwas spezifischer mag, wechselt mittels des Home-Icons in den aufklappenden Navigations-Reiter. Hier wird gezielt per Stichwortsuche zum Beispiel nach Stilrichtungen und Stimmungen oder ganz profan nach den angesagtesten Mixtapes gefahndet. Beim Abspielen von Playlisten überzeugt der 8tracks-Player mit Funktionen zum Favorisieren und Teilen mittels der internen Android-Share-Funktion und gestattet auch das Skippen von Musiktiteln sowie das Springen zum nächsten Mix. Begleitet wird diese Funktionalität allerdings von Werbeeinblendungen im Player – wer diese verschmäht, kommt um ein Abo nicht herum: Sechs Monate bannerfreien Hörens sind für 25 US Dollar zu haben.

kostenlos

englisch|Version 2.1.2|1.5 MByte

★★★★★






UberHype


Verkaufscharts waren gestern: "The Hype Machine" ist ein MP3-Aggregator, der ständig knapp 1.500 der wichtigsten Musikblogs durchsucht, um aus diesen je nach Genre die meistbesprochenen Titel vorzustellen. UberHype macht diesen "Klang des Internets" auch unterwegs verfügbar. Eine Liste der jeweils populärsten Titel und Künstler in dem Musiknetzwerk sowie eine Übersicht der Neuerscheinungen hilft beim Entdecken frischer Musik, die per "Love"-Button auf Twitter und Facebook geteilt werden kann. Sucht man sich innerhalb der Hype Machine Follower und Freunde, stehen auch deren Lieblingstitel zum Anhören bereit. Und wer mehr über den Blog erfahren möchte, auf dem ein Stück ursprünglich veröffentlicht wurde, den leitet UberHype kurzerhand zur entsprechenden Webseite weiter. Kein Zweifel: The Hype Machine ist Hauptanlaufstelle für jeden, der das Charts-Einerlei satt hat.

kostenlos

englisch|Version 1.0.9|2.0 MByte

★★★★



We Are Hunted


Auch der in San Francisco beheimatete Musikdienst "We Are Hunted" durchkämmt fortwährend Blogs und soziale Netzwerke, um die heißesten Hits und beliebtesten neuen Künstler des Internets ausfindig zu machen. Zumindest auf den ersten entzückten Blick klappt dies auch mit der gleichnamigen Android-App: Statt in endlosen Listen werden Künstler und ihre Titel in einer schmucken Kacheloptik präsentiert, mit einem eleganten Wisch wird zwischen den Chart-Platzierungen gewechselt. Ein Aufklappmenü lässt zwischen Neuentdeckungen sowie Mainstream- beziehungsweise Remix- und Genre-Charts wechseln. Das ist intuitiv und macht auch Spaß. Merkwürdigerweise stimmen jedoch die Hitlisten in der App nicht immer mit denen auf der Webseite des Musikservices überein. Auch die "Instant Playlist"-Funktion, die nach Eingabe eines Künstlernamens Titellisten von ähnlichen Musikern generiert, hat ihren Weg noch nicht in die Android-Version gefunden. Nachbessern, bitte!

kostenlos

englisch|Version und Größe variieren je nach Gerät

★★★★★



SoundCloud


Das Berliner Start-up-Unternehmen SoundCloud hat sich binnen weniger Jahre zum Quasi-Standard-Netzwerk für Musiker, Labels, Podcaster und ihre Zuhörer gemausert. Die Android-App öffnet den Zugang zur "Klangwolke" auch von unterwegs: Speicher für bis zu einer Stunde eigener Klangdaten aller Art hält der Anbieter frei zur Verfügung, mit einem der vier Abovarianten wächst diese Upload-Datenbank nochmals. Eine kategorisierte Suchfunktion hilft beim Entdecken von Musikern und ihren Stücken, neue Musik wird in einem übersichtlichen Nachrichten-Stream angezeigt. Der bisher unübertroffen funktionale Player erlaubt das sekundengenaue Kommentieren sowie das Teilen und Einbetten in allen relevanten sozialen Netze. Einziger Wermutstropfen: Die noch übersichtlichere Tablet-Version bleibt derzeit iPad-Benutzern vorbehalten.

kostenlos

deutsch|Version 2.3.2|5.1 MByte

★★★★



Mixcloud


Mixcloud erinnert namentlich zwar an SoundCloud, in seiner Ausrichtung ähnelt es jedoch 8tracks. Der freie Service offeriert Radiomachern, Podcastern und DJs eine Cloud-basierte Plattform zur Veröffentlichung ihrer Sendungen, Kurzbeiträge und Mixe, den sogenannten Cloudcasts – und ihren Hörern ein nahezu unbegrenztes Hörerlebnis. Die dazugehörige App ist recht einfach gehalten und bietet in ihrer Schnellauswahl lediglich Zugriff auf die angesagtesten Cloudcasts, Beiträge abonnierter Programmmacher, das eigene Profil sowie eine Kategorienübersicht, die die Suche nach Musikstilen und Themenbereichen gestattet. Die Eleganz und Funktionalität der Webseite wird damit aber nicht erreicht: Das Skippen von Titeln innerhalb eines Mixes fehlt im mobilen Player, Nutzereinstellungen können nicht bearbeitet werden, nicht einmal der Horizontalmodus von Smartphones und Tablets wird unterstützt. Schade, denn dem ansonsten gewaltigen und attraktiven Musikangebot der Briten wurde damit eine mehr als dürftige mobile Verpackung verpasst.

kostenlos

englisch|Version 1.0|542 KByte

★★★★★



Exfm


Was als Erweiterung für Webbrowser begann, ist mittlerweile ein komplettes soziales Netzwerk zum Entdecken von Musik: Exfm durchforstet besuchte Webseiten nach freien Musikdateien. Diese können direkt abgespielt oder zum späteren Hören katalogisiert werden. Verknüpfen Sie Ihr Exfm-Konto entsprechend, wird auch die Musik von Freunden auf Facebook, Twitter, Tumblr und Last.fm "belauscht". Eine Android-App macht dieses soziale Hörerlebnis mobil. Doch damit längst nicht genug: Trend-Charts listen die Favoriten des Netzwerks auf, "Tastemaker" empfehlen die Crème des gewaltigen Online-Musikverzeichnisses, eine Genreliste hilft bei der Erweiterung des eigenen Geschmacks und Mixtapes sowie vorgestellte Alben lassen Neuland entdecken. Als wäre das alles noch nicht genug, kann die Exfm-App auch noch die interne Musikbibliothek ihres Nutzers abspielen. Perfekt!

kostenlos

englisch|Version 2.07|4.3 MByte

★★★★★



Last.fm


Scrobbeln, bis der Arzt kommt – dafür ist Last.fm bekannt: Wer den eigenen Musik-Player mit dem Webservice verbindet, sendet die Namen gespielter Songs in eine Datenbank, in der die privaten Hörgewohnheiten protokolliert werden. Mit der Last.fm-App lässt sich diese Sammlung auch von unterwegs anzapfen, um so stets im Auge zu behalten, welche Künstler und Musikstücke man selbst sowie Follower und Freunde innerhalb des Netzwerkes ganz besonders gern mögen. Diese dann auch abzuspielen, wäre der nächste logische Schritt – doch leider verweigert sich das Programm hier zunächst einmal. Denn im Gegensatz zur Webversion des Musikportal-Klassikers gestattet die mobile App nicht die kostenlose Nutzung der Radiofunktion. Immerhin werden aber 50 Freititel geboten, bevor ins Abo gewechselt werden muss – das allerdings mit 3 Euro pro Monat für einen unbegrenzten Zugang zum Streamen von beeindruckenden 7 Millionen Titeln äußerst günstig ausfällt.

kostenlos

deutsch|Version 1.9.9.1|1.1 MByte

★★★★★



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