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Alcatel One Touch Fire mit Mozillas Firefox OS startet nächste Woche in Deutschland

Braucht es neben Android und Co. noch ein weiteres mobiles Betriebssystem? Mozilla, Alacatel und Congster sagen "Ja!". Firefox OS sei offen, einfach und sicher und sei ideal für bisherige Smartphone-Verweigerer. Das Alacatel One Touch Fire ist ab dem 15. Oktober direkt bei Congstar für 89 Euro mit und ohne Vertrag zu haben.

Auf dem Markt haben sich Android, iOS und in Grenzen auch Windows Phone als Betriebssysteme für Smartphones durchgesetzt. Andere Versuche wie Meego, Tizen oder Sailfish OS sind bisher noch nicht an den Start gekommen, oder mittlerweile auch wieder eingestellt worden. Mozilla schreitet mit Firefox OS jedoch weiter voran, das mit Firefox OS ausgestattete Alacatel One Touch Fire gibt es ab Mitte Oktober nun auch in Deutschland exklusiv beim Vertriebspartner Congstar.

Für das Firefox-Handy verlangt Congstar einen einmaligen Kaufpreis von 89 Euro. Alternativ können Interessenten das Gerät über 24 Monate hinweg über eine monatliche Rate von 4 Euro plus einer Zuzahlung von einem Euro abstottern. Zusammen mit einem günstigen Datentarif gelingt so der Einstieg in die Smartphone-Welt, ohne viel Geld zu zahlen.

Allerdings ist das Alacatel One Touch Fire nicht gerade ein Oberklasse-Handy — bei dem Preis verständlich, doch die Hardware-Ausstattung ist schlichtweg und einfach veraltet. Mit einer Display-Auflösung von 480×320 Pixeln, einer 3,2 Megapixel-Kamera und einer nur 1 GHz schnellen CPU sind schon die Papierwerte nicht herausragend.

Auch in der Praxis bewährt sich das One Touch Fire in einem ersten schnellen Test nicht: Das Display wirkt dunkel, die Bedienung ist träge und die Kamera-Bilder grieselig. Es gibt ähnlich günstige Android-Handys, die sich im Alltag deutlich besser machen, als das One Touch Fire. Ein Update auf Firefox 1.1 soll nächste Woche jedoch die noch die Performance verbessern — Eine Rakete wird das Gerät dadurch aber mit Sicherheit nicht.

Android User meint…

Alcatel hat das Alacatel One Touch Fire primär nicht für den deutschen Markt entwickelt. Es ist für die Milliarden von Handy-Kunden in Entwicklungs- und Schwellenländern gedacht, die sich hunderte Euro teure Top-Androiden und iPhones nicht leisten können. Dort ist Alcatel bereits schon länger mit seinem Firefox-Handy am Markt und konnte bereits Erfolge feiern. Auch in Griechenland, Polen und Ungarn sei man mit dem Verkauf zufrieden — Hierzulande wirkt das One Touch Fire veraltet und leider auch billig. 

Firefox OS an sich birgt jedoch interessante Ansätze. Das neue Betriebssystem der Mozilla Foundation, der Stiftung hinter dem Firefox-Browser oder dem Thunderbird-Mailprogramm, hat Potenzial. Das System baut komplett auf HTML5 auf und ist — bis auf wenige Hardware-Treiber — Open-Source. Das langfristige Ziel von Mozilla ist es Hard- und Software komplett quelloffen zu machen.

Im Gegensatz zu Google und Apple, muss Mozilla mit seinem Handy-System kein Geld verdienen. Das merkt man insofern darin, dass es nicht Pflicht ist sich einen "Mozilla-Account" anzulegen. Wer möchte startet das Firefox-Handy und nutzt es einfach — ganz anonym. Das Mail-Konto kann bei einem beliebigen Anbieter liegen und Apps lassen sich aus dem Firefox-OS-Marketplace auch ohne Konto installieren. Nur wer Anwendungen kaufen möchte, braucht einen Account.

Alacatel hat bei der Pressekonferenz anklingen lassen, dass es nicht beim sehr einfachen One Touch Fire bleiben muss. Je nach Anklang möchte man weitere und vor allen Dingen auch leistungsstärkere Geräte mit Firefox OS auf den Markt bringen. Mozilla testet sein System bereits auch auf Tablets, der Fokus liegt jedoch aufgrund der möglichen Absatzzahlen klar auf dem Handy.

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