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ACEMAGIC Warlord Mini W1 im Test

Du suchst einen leistungsstarken Mini-PC für den Alltag, Multimedia und sogar Gaming? Der Acemagic W1 Mini PC bringt mit seinem AMD Ryzen 7 8745HS und der Radeon 780M viel Power in ein kompaktes Gehäuse. Doch reicht das für anspruchsvolle Aufgaben? Und kann man ihn mit einer externen Grafikkarte (eGPU) aufrüsten? Das klären wir in diesem Test.

Acemagic Warlord Mini W1

Unboxing & Design

Der ACEMAGIC Warlord Mini W1 kommt mit einem übersichtlichen Lieferumfang:

  • Mini-PC
  • Netzteil
  • HDMI-Kabel
  • VESA-Halterung (zur Montage hinter einem Monitor)
  • Schrauben
  • Bedienungsanleitung
Acemagic W1 Mini Unboxing

Mit seinen 128,2 x 128,2 x 41 mm ist der W1 extrem kompakt. Das Metallgehäuse wirkt hochwertig und sorgt für zusätzliche Wärmeableitung. Ein Lüfter mit Kupferkühlung hält die Temperaturen unter Kontrolle, sodass er auch unter Last relativ leise bleibt.

Anschlüsse und Konnektivität

Der W1 Mini-PC verfügt über eine vielfältige Auswahl an Schnittstellen:

Auf der Frontseite:

  • 1x USB 4 Typ-C
  • 2x USB 3.2 Gen 2 Typ-A
  • 3,5-mm-Audiobuchse

Auf der Rückseite:

  • 4x USB 3.2 Gen 1 Typ-A
  • 1x HDMI 2.0 (4K@60Hz)
  • 1x Display-Port 2.0 (8K@60Hz)
  • 1x RJ45 Gigabit Ethernet (10 M/100 M/1000 M/2,5 Gbps)

Technische Daten

Prozessor
AMD Ryzen 7 8745HS (8C/16T, bis zu 4,9 GHz)

Grafik
AMD Radeon 780M (RDNA3, 12 Kerne, 2600 MHz)

RAM
32GB DDR5 (erweiterbar auf 96GB)

Speicher
1 TB NVMe SSD (M.2, erweiterbar auf 4TB)

Konnektivität
  • WiFi 6
  • Bluetooth 5.2
  • 2.5G-LAN

Videoausgänge
  • HDMI 2.0 (4K @ 60Hz)
  • DP 2,0 (8K @60Hz
  • USB4 (8K @60Hz(

USB-Ports
  • 2x USB 3.2
  • 4x USB 3.1
  • 1x USB 4

Betriebssystem
Windows 11 Pro

Einrichtung von Windows 11 Pro

Die Einrichtung ist, wie von Acemagic gewohnt, sehr einfach und schnell. Hervorheben muss man, dass das Windows 11 Pro, welches Acemagic vorinstalliert, ohne Bloatware daherkommt und man für die Anmeldung keinen Microsoft-Account benötigt.

Leistung & Gaming

Alltagsleistung

Dank des AMD Ryzen 7 8745HS bietet der ACEMAGIC W1 eine starke Performance für Office-Arbeiten, Multimedia, leichtes Gaming und sogar Bild-/Videobearbeitung. In unseren Tests liefen mehrere geöffnete Tabs in Chrome, Microsoft Office und Spotify flüssig ohne Verzögerung.

Cinebench 2024 – CPU-Leistung

Um die reine CPU-Leistung des Acemagic Warlorg W1 Mini besser einordnen zu können, wurde Cinebench 2024 herangezogen – ein gängiger Benchmark für Single- und Multi-Core-Performance im Bereich 3D-Rendering und systemnahe Rechenlast.

Benchmark-Ergebnisse:

  • Multi-Core Score: 698 Punkte
  • Single-Core Score: 100 Punkte
  • MP Ratio (Multi-/Single-Core-Verhältnis): 7,02×

Vergleich & Platzierung:

  • Single-Core: Platz 4 – in direkter Nähe zu CPUs wie dem Ryzen 7 5800X und hinter Apple M1/M1 Max
  • Multi-Core: Platz 7 – unterhalb von Desktop-CPUs wie dem Ryzen 7 5800X, aber deutlich vor älteren Mobilprozessoren
  • MP Ratio: Platz 7 – zeigt eine gute Ausnutzung der verfügbaren Kerne ohne auffällige Schwächen

Der AMD Ryzen 7 8745HS bietet eine moderne, ausgewogene Rechenleistung mit starker Single-Core-Performance, die sich positiv auf Reaktionszeiten in typischen Desktop-Anwendungen auswirkt. Die Multi-Core-Werte sind solide, wenngleich nicht auf dem Niveau von High-End-Workstation-CPUs. Für Alltagsaufgaben, Multimedia und leichtes Rendering ist das System gut geeignet – bei professionellen Rechenlasten wird es hingegen schneller an Grenzen stoßen.

Unigine Heaven – Gaming-Performance

Der Unigine Heaven Benchmark simuliert eine grafisch anspruchsvolle 3D-Umgebung und dient als praxisnaher Test für die GPU-Leistung. Der Mini-PC erreicht folgende Werte bei einer Auflösung von 1920×1080 (Fullscreen)Qualität: HighTessellation: deaktiviert:

  • Durchschnittliche FPS: 71,6
  • Gesamtscore: 1.805
  • Minimale FPS: 8,8
  • Maximale FPS: 136,9
Acemagic Warlorg W1 Unigine Heaven Benchmark

Mit durchschnittlich über 70 FPS liefert das System eine ordentliche Leistung für integrierte Grafik. Die verwendete Radeon 780M (RDNA 3) zählt zu den aktuell leistungsfähigeren iGPUs und zeigt hier, dass sie in älteren oder weniger grafikintensiven Spielen Full-HD-Gaming durchaus ermöglicht. Die Min-FPS von 8,8 deuten allerdings auf vereinzelte Leistungseinbrüche hin, insbesondere bei komplexeren Szenen.

Für moderne AAA-Titel sind reduzierte Einstellungen notwendig, aber Spiele wie CS:GOFortniteValorant oder League of Legends laufen in Full-HD flüssig.

Upgrade-Möglichkeit (ungetestet): Externe Grafikkarte (eGPU)

Dank USB4 (40 Gbit/s) kann der W1 theoretisch mit einer externen Grafikkarte aufgerüstet werden. Wir haben hier beim Hersteller Acemagic nachgefragt, aber selbst getestet hatten sie das noch nicht.

Wenn du das einmal ausprobieren möchtest, kannst du so vorgehen:

  1. eGPU-Gehäuse (z. B. Razer Core X, Sonnet eGFX Breakaway Box) besorgen.
  2. Desktop-Grafikkarte (z. B. RTX 4060, RX 6700 XT) einbauen.
  3. eGPU per USB4 anschließen & Treiber installieren.
  4. Einstellungen anpassen, um die externe GPU als Hauptgrafikkarte zu nutzen.

Mit einer eGPU verwandelt sich der W1 in einen leistungsfähigeren Gaming-PC!

CrystalDiskMark (SSD-Geschwindigkeit)

Die SSD im Mini-PC wurde mit CrystalDiskMark 9.0.1 getestet. Die Messergebnisse spiegeln eine typische Leistung einer PCIe 4.0 NVMe-SSD wider:

  • Sequenzielles Lesen (Q8T1): 4.772 MB/s
  • Sequenzielles Schreiben (Q8T1): 3.820 MB/s
  • 4K Random Read (Q32T1): 643 MB/s
  • 4K Random Write (Q32T1): 610 MB/s
Acemagic Warlorg W1 CrystalDiskMark Benchmark

Die Werte im sequenziellen Bereich sind hoch und sorgen für schnelle Ladezeiten beim Systemstart und beim Öffnen großer Dateien. Auch die 4K-Leistung – wichtig für den Alltag mit vielen kleinen Dateien – fällt solide aus. Damit eignet sich die SSD gut für typische Office- und Multitasking-Szenarien. Für besonders speicherintensive Anwendungen (z. B. 4K-Video-Editing) ist die Leistung ausreichend, aber nicht überdurchschnittlich.

PCMark 10

Der PCMark 10 Benchmark deckt typische Nutzungsbereiche im Alltag und Berufsleben ab. Der getestete Mini-PC erreicht dabei insgesamt 6.209 Punkte, was eine gute Mittelklasse-Leistung signalisiert.

Einzelergebnisse im Detail:

  • Essentials: 9.968 Punkte
    • Anwendungsstart: 13.498
    • Videokonferenz: 8.126
    • Web-Browsing: 9.031
  • Produktivität: 8.227 Punkte
    • Tabellenkalkulation: 9.821
    • Schreiben: 6.893
  • Digital Content Creation: 7.921 Punkte
    • Foto-Bearbeitung: 11.300
    • Rendering & Visualisierung: 7.873
    • Video-Bearbeitung: 5.588
Acemagic Warlorg W1 PCMark 10 Benchmark

Der Mini-PC schneidet in alltäglichen Aufgaben wie Web-Browsing, Office-Anwendungen und Videokonferenzen sehr gut ab. Auch leichte bis mittlere Content-Creation-Aufgaben (z. B. Bildbearbeitung) sind möglich. Grenzen zeigen sich vor allem bei rechenintensiver Videobearbeitung oder 3D-Rendering, wo spezialisierte Hardware deutlich höhere Leistungen liefern würde.

Gaming mit der Radeon 780M

Wir haben verschiedene Spiele auf dem Acemagic Warlord W1 Mini getestet, der mit der integrierten Radeon 780M (RDNA3) ausgestattet ist. Diese iGPU zählt zu den leistungsfähigeren integrierten Grafikeinheiten aktueller AMD-Prozessoren und kann in vielen Fällen dedizierte Einsteiger-Grafikkarten ersetzen – zumindest in Full-HD-Auflösung und mit angepassten Einstellungen.

In Fortnite und Valorant erreicht das System in 1080p mit mittleren bis hohen Grafikeinstellungen flüssige Bildraten. In Fortnite empfiehlt es sich, Schatten zu deaktivieren und die Sichtweite auf Mittel bis Hoch zu begrenzen, um stabile 60 FPS oder mehr zu erreichen. In Valorant sind sogar höhere Framerates möglich, da das Spiel weniger GPU-Leistung erfordert – hier läuft der W1 meist deutlich über 100 FPS.

Auch Titel wie CS:GOLeague of LegendsRocket League oder Minecraft lassen sich problemlos spielen. E-Sports-Spiele sind damit klar die Stärke dieser Plattform.

Moderne AAA-Spiele wie Cyberpunk 2077 oder Hogwarts Legacy sind hingegen nur mit stark reduzierten Details und in niedriger Auflösung (720p oder 900p) überhaupt spielbar. Durch die begrenzte Speicherbandbreite und fehlenden dedizierten VRAM stößt die Radeon 780M hier schnell an ihre Grenzen. Die Unterstützung von FSR (FidelityFX Super Resolution) kann in manchen Spielen helfen, die Bildrate etwas zu stabilisieren.

Insgesamt liefert die Radeon 780M im Alltag eine respektable Leistung für integrierte Grafik und ist für viele Casual- und Indie-Games absolut ausreichend – sofern man bereit ist, bei der Grafikqualität Kompromisse einzugehen.

Kühlung und Lautstärke

Der ACEMAGIC W1 setzt auf eine effektive aktive Kühlung. Selbst unter Last bleibt die Temperatur im sicheren Bereich (max. 75°C). Der Lüfter ist hörbar, aber nicht störend. Im Idle-Betrieb ist der Mini PC fast lautlos.

Fazit

Der ACEMAGIC W1 Mini PC überzeugt mit starker Rechenleistung und einer modernen GPU. Für Office, Multimedia, Content Creation und sogar Gaming ist er eine gute Wahl.

Der ACEMAGIC W1 Mini-PC bietet eine solide Kombination aus Rechenleistung, Ausstattung und kompakter Bauweise. Mit dem AMD Ryzen 7 8745HS und der integrierten Radeon 780M eignet sich das System gut für klassische Office-Anwendungen, Mediennutzung und auch für leichtes Gaming.

Positiv hervorzuheben sind die geringe Lautstärke unter Last, die ordentliche SSD-Geschwindigkeit und das vorinstallierte Windows 11 Pro ohne unnötige Zusatzsoftware. Für anspruchsvolle Dauerlast oder professionelle Workloads in Bereichen wie 3D-Rendering oder Videoproduktion ist das System jedoch ohne eGPU nur eingeschränkt geeignet. Auch kleine Schwächen wie das Fehlen von Lüfterprofilen im BIOS und der Verzicht auf DRAM-Cache bei der SSD sollte man im Hinterkopf behalten.

Insgesamt ist der ACEMAGIC W1 eine interessante Option in der Mittelklasse, vor allem für Nutzer, die einen kompakten, leisen und vielseitig nutzbaren Mini-PC suchen.

Der ACEMAGIC W1 Mini PC ist aktuell bei Amazon zu einem Preis von 599,99 Euro erhältlich. Mit der Eingabe des Rabatt-Codes DSC4XFB6 (gültig bis 31.08.2025) kannst du nochmal 87 Euro sparen.

Pro
  • Sehr gute Alltagsleistung dank Ryzen 7 8745HS
  • Schnelle PCIe 4.0 SSD
  • USB4-Anschluss mit eGPU-Potenzial
  • Kompakt & aufrüstbar
Contra
  • Keine Lüfterprofile im BIOS
  • SSD ohne DRAM-Cache
  • Cinebench-Leistung etwas unter dem Schnitt

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