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15 schräge Apps im Android Market

Sinnlos, crazy, politisch unkorrekt oder schlicht und einfach blöd? Wir haben uns nach ein paar verrückten Apps im Market umgeschaut und stellen hier eine Auswahl vor.

Sinnlos, spaßig und folglich essentiell! Treffender könnte eine Beschreibung für einige der hier vorgestellten Apps nicht sein. Im Android Market gibt es Apps und Spiele. Während Spiele in erster Linie Spaß machen sollen, dürften die meisten Apps den Anspruch erheben, in irgendeiner Form nützlich zu sein. Die folgenden 15 Apps gehören nicht unbedingt in diese Kategorie.

Disclaimer

Über Geschmack lässt sich bekanntlich (nicht) streiten. Wenn Sie also eine oder mehrere der hier vorgestellten Apps toll finden, dann sollten Sie sich ebensowenig um einen Arzt oder Psychiater bemühen, wie wenn Sie einige der hier vorgestellten Apps total daneben finden.

Carr Matey


Städte sind groß. Was auf den ersten Blick wie eine Binsenweisheit klingt, sorgt in Österreich öfter mal für lustige Radiodurchsagen – nämlich immer dann, wenn wieder einmal ein Alkoholisierter sein Auto irgendwo parkt und es einfach nicht mehr findet.

Obwohl es im Android Market sicher mindestens 1000 Autosuchprogramme gibt, sticht Carr Matey aus der Masse heraus: Das Programm ist nämlich zur Gänze in Piratenslang gehalten.

Mit einem Klick auf Drop Anchor geht das eigene Fahrzeug – GPS vorausgesetzt – virtuell vor Anker. Ein Klick auf Find Vessel aktiviert den Routingmodus zum vorher gesetzten Parkplatz – äh, sorry, Ankerplatz bzw. Hafen. Die Kartenansicht ist liebevoll um in Piratenoptik gehaltene Zoomknöpfe aus kleinen Schwertern ergänzt – auch das ein Detail, das nicht nur Sansibar-Fans Freude macht.

Zusätzlich bietet Carr Matey – übersetzt so viel wie Autosklave oder Automaat – eine Vielzahl von statistischen Optionen und integriert sich bereitwillig in soziale Netzwerke. Da das Ganze noch dazu kostenlos ist, sagen wir da nur: Djarr, Djarr, Fiddledeedee!

Bewertung: ★★★★★

Abbildung 1: Bereit zum Ankern?
Abbildung 1: Bereit zum Ankern?

Desk Bell


Ein alter Kalauer unter Vielfliegern besagt, dass das Servicepersonal die unfreundliche Botschaft "Lass mich in Ruhe" durch das viel freundlichere Sätzchen "I will be right back" ersetzt. Um dennoch die Illusion eines Kundenservice zu bewahren, stellen manche Unternehmen im angloamerikanischen Raum aber auch hierzulande sogenannte Desk Bells auf. Dabei handelt es sich um kleine Glocken, zwecks Diebstahlsverhinderung fest am Tisch montiert. Kräftiges Drücken emittiert ein Bing-Bing.

Das kostenlose Desk Bell ist die nonsensische Implementierung dieser Glocke fürs Smartphone oder Tablet. Solange das Programm aktiv ist, führt Schütteln des Geräts zur Emission von Glockenklängen. Die Lautstärke kann man – wäre ja zu schön – nicht festlegen, auch gibt es nur eine Tondatei.

Aber immerhin: vertröstet Sie die Dame am Empfang in Zukunft mal mit dem Sätzchen "I will be right back", dann zücken Sie nun einfach Ihr Smartphone und lassen die Glocke klingeln, bis sie auch wirklick zurückkommt.

Bewertung: ★★★★★

Abbildung 2: Mit Desk Bell rufen Sie das Hotelpersonal hinter der Tresen hervor.
Abbildung 2: Mit Desk Bell rufen Sie das Hotelpersonal hinter der Tresen hervor.

BIC Concert Lighter


Sierra, Sierra Madre del sur. Der nichtrauchende Autor dieser Zeilen verdankt diesem Schlager der Zillertaler Schürzenjäger eine einsame Nacht im Auslandsdienst. Denn alles Flirten und Braten beim weiblichen Publikum ist umsonst, wenn man im entscheidenden Moment aus der Herde ausschert und nicht nach dem Feuerzeug kramt, um damit zum Ozonloch beizutragen.

Der amerikanische Feuerzeughersteller BIC verspricht mit BIC Concert Lighter Abhilfe. Das Programm simuliert eine Vielzahl von Feuerzeugen aus diversen Kollektionen. Und das, aufgrund der Lizenz des Herstellers logisch, sogar sehr originalgetreu. Aus größerer Entfernung merkt man – Super AMOLED sei Dank – nicht einmal, dass es sich da um kein echtes Feuerzeug handelt. Außerdem spart man Gas und CO2-Emissionen, was der Umwelt gut tut. Sollten doch alle zufrieden sein, oder?

Tja, das hängt mit der Größe des Displays zusammen: Wenn der Typ neben Ihnen also mit einem Galaxy Note in der Luft wedelt, dann lassen Sie Ihr Xperia Mini besser in der Hosentasche, denn sie wird sich garantiert mehr für sein 5-Zoll-AMOLED-Display interessieren, als für ein 3,2-Zoll-LCD.

Bewertung: ★★★★★

Abbildung 3: Typisch Amerikanisch - die App ist nicht für Kinder unter 19 Jahren gedacht?
Abbildung 3: Typisch Amerikanisch – die App ist nicht für Kinder unter 19 Jahren gedacht?

Abbildung 4: Immerhin: Das Feuerzeug sieht durchaus realistisch aus.
Abbildung 4: Immerhin: Das Feuerzeug sieht durchaus realistisch aus.

Broken Screen


Knacks! Dieses Geräusch kennt und fürchtet jeder, der ein Smartphone hat. Denn ist der Bildschirm erst hinüber, bist du 14 Tage offline. Und da praktisch alle Smartphone-Hersteller Displayschäden durch ein Ersatzgerät "reparieren", sind die Daten auch gleich futsch.

Cracked Screen Broken Screen bringt dieses edle Gefühl auf ein Smartphone in Ihrer Nähe. Die Software von Dead Swine emuliert über ein Dutzend verschiedener Gerätedefekte und kann diese – besonders perfide – erst im Laufe der Zeit auslösen.

Leider sind einige der Effekte fehlerhaft realisiert und überdecken unter Umständen die Statusleiste: für einen Android-Kenner ein untrügliches Signal, dass hier eine Effektsoftware am Werk ist und das Display nicht wirklich "beleidigt" ist. Auch das simulierte Virus ist etwas, nun ja, sehr dick aufgetragen.

Übrigens: Die vom Programm abgespielten Sounds sind recht realistisch, sodass einem unvorbereiteten Opfer bei der Verwendung des passenden Effekts das Telefon aus Schreck wirklich aus der Hand fallen könnte. Der Hersteller übernimmt in diesem Fall natürlich keine Haftung!

Bewertung: ★★★★

Abbildung 5: Broken Screen kennt eine Vielzahl von Effekten.
Abbildung 5: Broken Screen kennt eine Vielzahl von Effekten.

Abbildung 6: Leider sind einige davon nicht sehr realistisch dargestellt.
Abbildung 6: Leider sind einige davon nicht sehr realistisch dargestellt.

Furz Sound Board


Das Fart Sound Board stellten wir Ihnen schon in der vergangenen Ausgabe bei den Männer-Apps vor, an dieser Stelle möchten wir noch auf ein paar Feinheiten eingehen, wie Sie mit Fart Sound Board von KaufCom Ihre – nun ja – Methangelüste befriedigen.

So gibt es beispielsweise einen Remote Fart genannten Modus. Der ist insofern lustig, als er das Verbinden mehrerer Telefone zu einem "Furzcluster" ermöglicht. Damit kann man beispielsweise ein Handy in der Garderobe ferngesteuert zum Furzen bringen, wenn ein Kollege vorbeiläuft. Lustig. Oder?

Logischerweise bietet Fart Sound Board auch die übliche Truppe an Soundboards, die neben klassischen (nummerierten) Soundboards sogar ein "Furzklavier" umfasst. Auch gibt es ein kleines Furzspiel, in dem man – ähnlich Whac-a-Mole – auf aufpoppende Hinterteile klicken muss? Im Hintergrund immer Werbung für andere KaufCom-Produkte.

Bewertung: ★★★★★

Abbildung 7: Fart Sound Board in Aktion!
Abbildung 7: Fart Sound Board in Aktion!

Infrared Emissivity Table


Wer wünscht sich nicht von Zeit zu Zeit ein Nachtsichtgerät im Handy? Dabei geht es in der Regel weniger um das Prüfen von Fernbedienungen, als um ein immer nützliches Nachtsichtgerät für Beruf, Terrorismus und Freizeit.

Das Produkt von AES klingt diesbezüglich auf den ersten Blick besonders reizvoll, da ein Mobiltelefon mangels IR-Diode nur passiv arbeitet, also für andere IR-Nachtsichtsysteme unsichtbar bleibt.

Die Screenshots von Infrared Emissivity Table versprechen genau das. Doch wer das Programm herunterlädt, wird herb enttäuscht. Denn hinter all den eindrucksvollen Bildern verbirgt sich eine Tabelle, die nur in Zusammenarbeit mit einem (teuren) Infrarotspektrometer zu gebrauchen ist.

Logischerweise ist Infrared Emissivity Table im Android Market miserabel bewertet. Denn wer das – kostenpflichtige – Programm in freudiger Erwartung einer Infrarot-Kamera herunterlädt, sich beim Anblick des Startbildschirms freut und dann vor einer Tabelle sitzt, ist zu recht verärgert.

Wenn dann auch noch die Rückgabefrist abgelaufen ist, nun ja: Die Ein-Stern-Bewertungen sind da voll gerechtfertigt. Und die wenigen positiven Bewertungen von zufriedenen Nutzern ziehen den Karren auch nicht mehr aus dem Dreck.

Von dieser App kann man als Nichtphysiker nur eine Sache lernen: Falsche Bewerbung lohnt sich nicht. Wenn Bild und Text nicht zusammenpassen, ist Stunk vorprogrammiert – hands off!

Bewertung: ★★★★★

Abbildung 8: Der Startbildschirm von Emissivity Table verspricht eine IR-Kamera.
Abbildung 8: Der Startbildschirm von Emissivity Table verspricht eine IR-Kamera.

Abbildung 9: Leider ist das Programm am Ende doch nur eine Datentabelle.
Abbildung 9: Leider ist das Programm am Ende doch nur eine Datentabelle.

Full Metal Jacket Soundboard


Sergeant Hartman aus dem Filmklassiker "Full Metal Jacket" von Stanley Kubrick ist nicht nur Wehrdienstverweigerern ein Begriff. Er ist auch beim einen oder anderen CEO sehr beliebt. Vergleicht man nämlich seine, nun ja, eleganten und freundlichen Führungsmethoden mit denen des eigenen Chefs, schneidet sogar ein gestandener Profilneurotiker gut ab und gewinnt den Popularitätspreis.

Das Full Metal Jacket Soundboard bringt den rüden Charme des alten Haudegen direkt ins heimische Büro oder Kinderzimmer. Und das tut es nicht nur in akustischer, sondern auch designtechnischer Sicht.

Das User Interface von FMJS ist absolut spröde gehalten. Die Mehrheit der Knöpfe ist für den anzuzeigenden Text viel zu klein. Auch darf man die Lautstärke nicht im voraus festlegen, was von Zeit zu Zeit zu peinlichen Situationen führt.

Doch wer sich über solche Kleinigkeiten aufregt, ist eines Sergeants Hartman nicht würdig – in diesem Sinne: Nichts wie ran an den Speck!

Bewertung: ★★★★★

Abbildung 10: Spröder geht's kaum.
Abbildung 10: Spröder geht’s kaum.

Jacket On Jacket Off


Die Frage nach der Jacke ist leicht zu beantworten, wenn man in einem Büro mit Fenster sitzt. Echte Sklaven defilieren in ein fensterloses Büro – und nutzen Jacket On Jacket Off zur Beantwortung der leidigen Frage. Die Software benutzt GPS, WiFi- und GSM-Ortung, um den Aufenthaltsort des Benutzers zu ermitteln. Danach holt sie sich Wetterinformationen aus dem Internet und berechnet, ob man eine Jacke tragen soll oder nicht.

Obwohl die App gut funktioniert und sogar die "Jackenschwelle" konfigurierbar ist, bekommt man für einen Euro schon ein ganzes Wetterprogramm, die 70 Cent für Jacket On Jacket Off lassen sich also besser investieren.

Bewertung: ★★★★★

Abbildung 11: Spark ist flexibel konfigurierbar.
Abbildung 11: Spark ist flexibel konfigurierbar.

Ripnav GPS


Friedhöfe sind verwirrend – besonders dann, wenn man nicht "gothic" veranlagt ist und dringend nach einem bestimmten Grab sucht, ohne auf die Daten der Regierung Zugriff zu haben.

RIPNAV GPS verspricht Hilfe – wenn man bereit ist, dem Hersteller des Programms seine E-Mail-Adresse zu verraten. Ab diesem Zeitpunkt darf man interessante Grabstellen in eine globale Datenbank einpflegen, die allen anderen Usern des Programms zur Verfügung steht.

In der Datenbank befindliche Grabstellen zeigt RIPNAV in einer Google Map an und führt nach Möglichkeit auch mit einem kleinen Kompass zum "Ziel".

Bewertung: ★★★★

Abbildung 12: Mit Ripnav finden Sie schnell zum gewünschten Grab.
Abbildung 12: Mit Ripnav finden Sie schnell zum gewünschten Grab.

Spark


Wer hin und wieder in einer Bar sitzt, kennt das Phänomen: Kaum packt man sein Smartphone aus, gafft alles auf den Bildschirm. Surft man etwa auf bösen Pornoseiten? Oder noch schlimmer: wagt man es gar, ein politisches Blog zu lesen?

Während in universitären Disziplinarkonferenzen mit dem Text "Man schaut nicht in fremde Handakten" versehene Dokumente Wunder wirken, sichert Spark in Bars "instant status".

Das Programm ist so einfach wie genial: Wo immer man auch auf den Bildschirm klickt, erscheinen wie aus dem Nichts elektrische Entladungen. Obwohl es sich (noch) nicht mit anderen Anwendungen kombinieren lässt, sehen die Entladungen schon jetzt verdammt gut aus.

Zusätzlich zum ohnehin schon sehr reizvollen Design darf man die Blinkfrequenz, Farbe und "Entladungsstärke" der Blitze festlegen. Summa summarum: eine völlig nutzlose App, die aber doch irgendwie spannend.

Bewertung: ★★★★

Abbildung 13: Spark ist flexibel konfigurierbar.
Abbildung 13: Spark ist flexibel konfigurierbar.

Strobe Light


Lang, lang ist’s her – und doch ist die Szene zu genial, um sie zu vergessen: Ein Aktienhändler leckt seinen Finger ab, schnappt sich an der Bar eine Erdnuss aus dem Nussmix und malt auf dem Handrücken seines pikiert blickenden Kollegen einige Elliot-Wellenformationen.

Was auf den ersten Blick nach einem magischen Trick klingt, ist in Wirklichkeit in höchstem Maße asozial. Das wandelnde Flipchart hatte nämlich eine Erdnussallergie und fände sich bei ausreichender Nutzung bald in der Leichenhalle wieder.

Die App von Capaci hat ebenfalls lebensgefährliche Folgen: Denn wer einen Epileptiker zum Feind hat, weiß mit Sicherheit darüber Bescheid, dass schnell wechselnde Farbfolgen unter Umständen Anfälle auslösen. Aus diesem Grund verweigern manche Fernsehsender sogar das Ausstrahlen einiger japanischer Mangas. Flash Strobe Light zaubert genau solche Farbfolgen auf den Bildschirm eines Smartphones oder Tablets. Zur Steigerung der Perfidität darf man sogar Blinkintervall und Farbe auswählen, um sich an den "Resonanzpunkt" des Opfers heranzutasten.

Strobe Light eignet sich aber auch, um bei einer Party für ein wenig Disco-Feeling zu sorgen. Das Display muss dazu aber recht hell sein.

Bewertung: ★★★★★

Obama Mania / Bush Jokes



In kaum einem Land der Welt ist die Wahlkampfführung so hart wie in den Vereinigten Staaten – in einem Zweiparteiensystem lässt es sich eben nur schwer paktieren.

Daraus folgt eine massive politische Polarisierung, die sich in bösartigster Verulkung des jeweiligen politischen Gegners manifestiert. Obama Mania und Bush Jokes sind zwei Seiten dieser Medaille: Vom gleichen Hersteller produziert, erlauben Sie das effiziente Veräppeln des jeweiligen politischen Gegners.

Obama Mania bietet dabei mehr offline verfügbare Soundsamples, während Bush Jokes mit den zugegebenermaßen grenzdebilen Versprechern des ehemaligen Präsidenten für politisch korrekte gute Laune sorgt. Hat man Internetzugang am Handy, verwandeln sich die visuell eher schlicht gehaltenen Apps in wahre Propagandaschleudern mit hunderten von Weblinks und Verweisen zu YouTube.

Für amerikanische Wahlkämpfer mögen die Programme ihre Berechtigung haben. In Deutschland bräuchten wir eher eine Kreditapp für verschuldete Leitwölfe?

Bewertung: ★★★★★

Abbildung 14: Das Programm ist nichts für Obama-Fans.
Abbildung 14: Das Programm ist nichts für Obama-Fans.

Abbildung 15: Auch über GWB lässt sich vorzüglich lachen.
Abbildung 15: Auch über GWB lässt sich vorzüglich lachen.

Ugly Meter


Wenn man einen Psychiater zu einem überaus lustigen Vortrag über die Gefährlichkeit von Smartphones animieren will, ist Ugly Meter das Produkt der Wahl. Das Programm verspricht, aus einem Foto einen numerischen Wert für die Hässlichkeit der dargestellten Person zu errechnen. Wie das funktioniert, legt der Hersteller nicht offen. Auch empirische Tests scheiterten, da das Programm ab Android 2.3.3 während dem Analyseprozess reproduzierbar und kommentarlos abschmiert. Nehmen Sie es also nicht persönlich, wenn sich die App auch bei Ihnen verabschiedet und investieren Sie die 70 Cent besser gleich in eine andere App.

Bewertung: ★★★★

Abbildung 16: Der Absturz kommt nach diesem Dialog.
Abbildung 16: Der Absturz kommt nach diesem Dialog.

Type’n’Walk


Die Idee hinter Type’n’Walk ist so einfach wie genial: Das Programm kombiniert einen Livestream von der Kamera mit einem Texteditor. Damit ausgerüstet, verliert selbst ein Marathon seinen Schrecken – man darf ja nun nebenbei twittern, ohne gegen eine Wand zu laufen.

Leider erfüllt das Programm seine Aufgabe – zumindest am Samsung Galaxy SII – nicht wirklich. Der von der Kamera eingesammelte Datenstrom erscheint nämlich zum eingegebenen Text um 90 Grad verdreht, was das Tippen – nun ja, sagen wir mal – herausfordernd macht.

Wer um Kopfschmerzen betteln will, soll sein Glück mit Type’n’Walk probieren. Der Autor bevorzugt einen ruhigen Platz im Sitzen, da macht Tippen gleich viel mehr Spaß

Bewertung: ★★★★

Fazit

Nach sorgfältiger Betrachtung der obigen Apps versteht man plötzlich, warum man als Entwickler früher pro hochgeladener App einen (kleinen) Obolus bezahlen musste – Ein Gutteil der hier besprochenen "Programme" hätte bei einer Gebühr von 50 Euro pro Upload vermutlich nie das Licht der Welt erblickt. Da diese nutzlose Software nun aber im Market auf Nutzer wartet, spricht nichts dagegen, sie einmal zu quälen. Wer weitere verrückte Apps kennt, darf sich gerne bei der Redaktion melden.

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