Start Aktuell USA: FTC und FCC untersuchen gemeinsam, warum Sicherheitsupdates so lange brauchen

USA: FTC und FCC untersuchen gemeinsam, warum Sicherheitsupdates so lange brauchen

Manchmal braucht es einen Unfall, bis sich etwas tut. So auch bei den Sicherheitsupdates und Android. In diesem Falle brachte die Stagefright-Lücke das Fass bei der FCC und der FTC zum überlaufen, sodass man jetzt gemeinsam untersucht, wie die großen Smartphone-Hersteller ihre Geräte mit Updates versorgen.

Noch befindet sich die Aktion in der Phase „Informationen beschaffen“. Dazu hat die US Federal Trade Commission eine Einladung an Apple, Blackberry, Google,  HTC , LG Electronics, Microsoft, Motorola Mobility und Samsung Electronics America geschickt, den beiden Kommissionen entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen.

Die FTC und die FCC möchten in erster Linie wissen, wie sich die Hardware-Hersteller dazu entscheiden, ein Software-Update spät oder gar nicht auszuliefern und welche Faktoren dabei berücksichtigt werden. Dann möchte man auch wissen, wie viele Geräte die gelisteten Firmen seit 2013 verkauft haben und wie viele davon über bekannte Sicherheitslücken verfügen. Last but not least interessiert sich die FTC auch dafür, wann und ob diese Lücken von den einzelnen Firmen geschlossen wurden.

Parallel zur Federal Trade Commission nimmt sich auch die Federal Communications Commission der Angelegenheit an und befragt die US-Provider zur gleichen Angelegenheit, also wann und ob Sicherheitsupdates für welche Geräte verteilt wurden und welche Kriterien beim Update oder einem Nicht-Update angewendet werden.

Android User meint…

Bitte auch in Europa! Für den US-Consumer könnte sich aus der jetzt gestarteten Umfrage im besten Fall ein neues Gesetz ergeben, das die Hersteller und Provider in die Mange nimmt und sie zu entsprechenden Updates zwingt. Einen solchen Schritt würde Android User auch für Europa bevorzugen, da er gleichzeitig auch ökologisch sinnvoll ist. Denn wenn auch günstige Smartphones über mindestens zwei Jahre mit Sicherheitsupdates versorgt werden müssen, dann sind diese für die Hersteller nicht mehr so günstig und der Kunde überlegt es sich zweimal, ob er für 100 Euro ein Wegwerf-Smartphone kauft oder für 200 Euro eines, das auch in zwei Jahren noch brauchbar ist.

„Wer seine Smartphones nicht mit kritischen Patches versehen kann/will, der soll keine Geräte verkaufen dürfen!“

Wer nicht in der Lage ist, alle seine Smartphones über mindestens zwei Jahre mit kritischen Sicherheitsupdates zu versorgen, sollte unserer Meinung nach gar keine Smartphones verkaufen dürfen!

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