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Tipps und Tricks für das Samsung Galaxy Note

© Samsung

Mit dem Galaxy Note hat Samsung das geschafft, was die meisten nicht für möglich gehalten haben: den gelungenen Spagat zwischen Smartphone und Tablet-PC. Mit unseren Tipps holen Sie noch mehr aus dem Gerät heraus.

Es ist schon beachtlich, mit welche neuen Funktionen uns die Smartphone-Hersteller bei der Stange halten. Mit dem Galaxy Note hat Samsung noch 2011 ein Android-Gerät auf den Markt gebracht, das die Funktionen eines Smartphone und eines digitalen Notizblocks kombiniert. Dabei ist es fast eine Ironie des Schicksals, dass Samsung dieses Geräte erfolgreich auf dem Markt positionieren konnte, während der eigentliche Vorreiter Palm auch nach der Übernahme durch HP nur noch ein Mauerblümchendasein fristet. Der Anwender profitieren indes vom gnadenlosen Konkurrenzkampf – gerade auch die Qualität der Geräte hat spürbar zugenommen. Eine echte technische Innovation ist das Galaxy Note nicht, sondern vielmehr die konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Samsung-Produktpalette.

Der digitale Notizblock

Neben den klassischen Smartphone- sind die Notizblockfunktionen die herausragenden Möglichkeiten des Galaxy Note. Für das Erstellen digitaler Notizen stellt Ihnen das Note einen speziellen Schreibstift zur Verfügung, den sogenannten S Pen. Mit dem Eingabestift können Sie leider nicht die Menü-, Home- und Zurück-Tasten bedienen. Doch es gibt einen Umweg, mit dem Sie auch diese Funktionen mit dem Stifts ausführen. Der S Pen besitzt in Bereich der Spitze einen kleinen Taster, der sich für die Ausführung verschiedener Aktionen verwenden lässt. Betätigen Sie die Stift-Taste und wischen Sie von unten nach oben, so öffnet sich das Hauptmenü. Mit einer Stiftbewegung von rechts nach links bei gedrückter Stifttaste gelangen Sie einen Schritt zurück. Mit dem Stift können Sie zwei weitere nützliche Aktionen ausführen. Halten Sie den Taster am Stift gedrückt und tippen Sie doppelt aufs Display, erstellen Sie eine neue Notiz. Halten Sie den Knopf gedrückt und den Stift ca. 2 Sekunden auf das Display, erstellt das Systeme einen Screenshot des aktuellen Display-Inhalts und öffnet diesen zur Bearbeitung.

Abbildung 1: Die Handschriftkennung von Galaxy Note erzielt in der Regel gute Ergebnisse - immer abhängig natürlich von der "Qualität" der Eingabe.
Abbildung 1: Die Handschriftkennung von Galaxy Note erzielt in der Regel gute Ergebnisse – immer abhängig natürlich von der "Qualität" der Eingabe.

Hand- zu Maschinenschrift

Eine echtes Highlight von Note: Sie können die mit dem Stift verfassen Texte auch in Maschinenschrift umwandeln. Die Vorgehensweise ist simpel: Legen Sie mit S Memo eine neue Notiz an, geben Sie mit dem Stift Ihren Text ein, öffnen Sie dann das Menü und führen Sie den Befehl "Handschrift-zu-Text" aus. Im Dialog "Text erkannt" präsentiert Ihnen das Note das Ergebnis der Texterkennung, das Sie gegebenenfalls nachbearbeiten können. Sollte Ihre Eingabe nicht in deutscher Sprache erfolgt sein, passen Sie die Sprachauswahl mit einem Doppelklick auf die Handschrift-zu-Text-Schaltfläche anpassen. Ist die Erkennung und Bearbeitung abgeschlossen, versenden Sie Ihre Notiz mit Menü | Senden via als Kalendereintrag oder als E-Mail per WLAN oder über Bluetooth. Sie können Ihre Texte übrigens auch mithilfe des Stifts korrigieren. Die verschiedenen Korrekturmöglichkeiten sind im sogenannten Gesten-Guide dokumentiert, den Sie unter Einstellungen | Sprache und Tastatur | Samsung Tastatur | Handschrifteinstellungen | Gesten-Guide finden.

Komfortfunktionen

Das Galaxy Note hat eine Vielzahl von bemerkenswerten Funktionen zu bieten. Das Smartphone erkennt beispielsweise in verschiedenen Anwendungen, wie viele Finger Sie verwenden. So können Sie in der Kontaktliste mit drei Fingern in voller Geschwindigkeit nach oben oder unten scrollen.

Im Kalender ändern Sie mit einer Pinch-to-Zoom-Bewegung die Ansicht und navigieren so zwischen den Tages-, Monats- und Jahresansichten. Das funktioniert auch in der E-Mail-Anwendung von Samsung. Hier wechseln Sie per Geste zwischen der Tages- und Wochenansicht hin und her.

Wenn Sie viel Wert auf ein Maximum an Darstellungsqualität und Dynamik legen, können Sie mit dem Menübefehl Menü | Einstellungen | Anzeige | Bildschirmmodus die Darstellungseinstellungen anpassen. Wechseln Sie hier zur Option Dynamisch. Wenn Sie automatisch Helligkeitsanpassungen in den Geräteeinstellungen deaktiviert haben, können Sie die Helligkeit mit einer Links- bzw. Rechtsbewegung auf der Benachrichtigungsleiste im Kopfbereich des Handys anpassen.

Fernwartung mit Dive

Einen sehr praktischen Service bietet der südkoreanischen Hersteller für Smartphone-Besitzer mit Samsung Dive. Damit können Sie bei diversen Samsung-Handys und Tablets-PC verschiedene Fernwartungsfunktionen ausführen. Sie können beispielsweise ein verloren gegangenes Mobilgerät ausfindig machen, das Geräte aus der Ferne sperren, eine Fernabfrage des Anrufprotokolls und sogar die Daten auf Ihrem Smartphone löschen. Sie müssen dazu lediglich einen Account unter http://www.samsungdive.com anlegen, das Dive-Konto auf dem Gerät mit Einstellungen | Konten und Synchronisierung | Konto hinzufügen | Samsung hinterlegen und schließlich den Remote-Zugriff mit Einstellungen | Standort und Sicherheit | Fernzugriff aktivieren. Die Nutzung der Fernzugriffs erfolgt dann über die Dive-Website.

Abbildung 3: Mit Blade Buddy können Sie eine Vielzahl von grundlegenden und erweiterten Systemeinstellungen bearbeiten - auch die Display-Auflösung.
Abbildung 3: Mit Blade Buddy können Sie eine Vielzahl von grundlegenden und erweiterten Systemeinstellungen bearbeiten – auch die Display-Auflösung.

Weitere Goodies

Das Display des Galaxy Note bietet von Haus aus eine beeindruckende Qualität, die so manchen (Livestyle-)Konkurrenten alt aussehen lasst. Doch selbst die Standardauflösung kann man verändern und somit deutlich mehr Inhalte auf dem Smartphone darstellen. Hierfür bietet sich der Einsatz der beiden Apps LCDDensity for Root [1] und Blade Buddy [2] an. Für den Einsatz der letztgenannten App spricht, dass sie die Änderungen permanent setzen kann, während LCDDensity eher zum Testen möglicher Einstellungen dient. Unter Note-Anwendern sind auch die Docking-Stationen für das Aufladen und den Anschluss externen Lautsprecher sehr beliebt. Stellt man das Smartphone in die Dockingstation, wird die Standarduhr aktiviert. Auch das können Sie einfach ändern, indem Sie die App Dock No-Op [3] installieren und dann gezielt bestimmen, was im Dock passieren soll. Sie können übrigens auch das mitgelieferte Headset verwenden, um im Audioplayer zum nächsten Song zu springen. Dazu drücken Sie den Schalter zweimal langsam hintereinander. Wenn Sie zu schnell drücken, reagiert Note nicht auf diese Anweisung.

Abbildung 3: Mit Blade Buddy können Sie eine Vielzahl von grundlegenden und erweiterten Systemeinstellungen bearbeiten - auch die Display-Auflösung.
Abbildung 3: Mit Blade Buddy können Sie eine Vielzahl von grundlegenden und erweiterten Systemeinstellungen bearbeiten – auch die Display-Auflösung.

Abbildung 4: Mit LCDDensity for Root können Sie die LCD-Dichte und damit die Auflösung anpassen. Dabei bedeuten kleinere Zahlenwerte eine höher Auflösung.
Abbildung 4: Mit LCDDensity for Root können Sie die LCD-Dichte und damit die Auflösung anpassen. Dabei bedeuten kleinere Zahlenwerte eine höher Auflösung.

Abbildung 5: Mithilfe der System-Codes können Sie einen Blick in das Innenleben von Galaxy Note werfen und verschiedene Aktionen wie den LCD-Test ausführen.
Abbildung 5: Mithilfe der System-Codes können Sie einen Blick in das Innenleben von Galaxy Note werfen und verschiedene Aktionen wie den LCD-Test ausführen.

Troubleshooting

Das Galaxy Note ist eine wahre Spielwiese für Technikbegeisterte und bietet Anwendungsmöglichkeiten in Hülle und Fülle. Doch wo Licht ist, ist immer auch Schatten. Wenn Sie das Note insbesondere wegen des großen Displays zum Lesen und Surfen verwenden wollen, sollten Sie vor einer Investition dieses bei einem Händler testen, ob die Darstellungsqualität Ihren Anforderungen genügt. Je nach Inhalten ist aufgrund der Pentile-Matrix des Displays gelegentlich ein "Ausfransen" der Schrift erkennbar. Das fällt insbesondere bei kleiner Schrift auf. Das gleiche Phänomen ist auch beim Schreiben mit dem Stift anzutreffen. Das Display wird im Betrieb auch häufig sehr warm, was wiederum beim Telefonieren störend sein kann.

Wenn Sie Ihre Fotos geschossen haben, werden Sie womöglich auch ein wenig von der erzielten Qualität enttäuscht sein, hatten Sie doch insgeheim – zu Recht – eine sehr gute Qualität erwartet. Der Grund hierfür: Auf der Linse befindet sich eine kaum sichtbare Schutzfolie. Die finden Sie auch auf der Home-Taste. Entfernen Sie diese vorsichtig und Sie werden spürbar bessere Fotos schießen.

Note-Anwender haben mit auch mit der Speicherung bzw. dem Überschreiben von Videos so ihre liebe Not. In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass Note selbstständig Videos von der externen Speicherkarte löscht. Dabei scheint es keine Rolle spielen, welche Speicherkarte Sie verwenden oder ob das Smartphone gerootet wurde oder nicht. Eine echte Lösung für dieses Verhalten scheint es bislang nicht zu geben. Bleibt zu hoffen, dass Samsung dieses Problem mit dem kommenden ICS-Upgrade in den Griff bekommt. Solange können Sie sich mit folgendem Workaround behelfen: Benennen Sie die Aufnahmen mit der Dateierweiterung "rec" um. Besitzen diese eine neue Dateierweiterung, bleiben die Videodatei unbehelligt. Für den Video-Player ist das Umbenennen der Dateierweiterung übrigens kein Problem: Er identifiziert die Ausnahmen weiter als Video und kann sie auch weiterhin abspielen.

Abbildung 6: Der Gesten-Guide verrät Ihnen, wie Sie Texte mithilfe des Stifts korrigieren.
Abbildung 6: Der Gesten-Guide verrät Ihnen, wie Sie Texte mithilfe des Stifts korrigieren.

Abbildung 7: Mit dem dynamischen Bildschirmmodus holen Sie noch mehr aus dem Smartphone heraus - allerdings auf Kosten der Akkulaufzeit.
Abbildung 7: Mit dem dynamischen Bildschirmmodus holen Sie noch mehr aus dem Smartphone heraus – allerdings auf Kosten der Akkulaufzeit.

Abbildung 8: Das Galaxy Note kann nicht nur Ihre Stifteingaben konvertieren, sondern Sie können Ihre Notizen auch per E-Mail und andere Versendeoptionen verschicken.
Abbildung 8: Das Galaxy Note kann nicht nur Ihre Stifteingaben konvertieren, sondern Sie können Ihre Notizen auch per E-Mail und andere Versendeoptionen verschicken.

Fazit

Das Samsung Note ist zweifelsohne ein tolles Gerät, das den Spieltrieb der meisten Anwender wecken dürfte und geradezu danach verlangt, mehr aus dem Smartphone herauszuholen. Dank der hier beschriebenen Möglichkeiten werden Sie noch mehr Freude an dem Gerät haben. Für Einsteiger hat Samsung unter http://tipps.samsung.de/Note verschiedene Tipps und Tricks sowie Lernvideos zusammengestellt, die Ihnen helfen, die vielfältigen Funktionen des Gerätes besser kennenzulernen.

Einige Galaxy-Note-Systemcodes

Wenn Sie sich für System-Interna interessieren, dürften die Systemcodes zum Galaxy Note für Sie von Interesse sein. Sie können damit beispielweise die Firmware-Version abrufen, einen vollständigen kompletten Hard- oder Factory-Reset durchführen und viele weitere Dinge tun. Die Verwendung dieser Funktion ist einfach: Sie geben einfach die Codes über das Telefon-Tastenfeld des Smartphones ein. Das Galaxy Note spuckt dann die gewünschten Informationen aus bzw. führt die zugehörigen Kommandos durch. Hier einige der interessantesten Codes:

*#1234# – Gibt die aktuelle Firmware-Version aus.

*#34971539# – Zeigt die Firmware- Version der Kamera an.

*#*#7780#*#* – Führt einen Daten-Reset durch. Löscht dabei Google-Accountdaten, System- und Programmeinstellungen und installierte Apps. System- und OEM-Programme sowie eigene Dateien (Bilder, Musik,Videos) werden nicht entfernt.

*#0*# – Öffnet das LCD TEST-Menü.

*#0011# – Gibt die GSM-Statusinformationen aus.

*#0228# – Zeigt die ausführlichen Infos zum Battereriestatus an.

*#06# – Zeigt die sogenannten IMEI-Nummer an.

*#0673# – Öffnet das Audiotestmenü.

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