13. Januar 2022
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PRISM: Google möchte Zahlen zu den FISA-Anfragen offenlegen

Google hat heute in einem offenen Brief an das FBI draum gebeten, die Zahlen der FISA Requests im Google Transparency Report offenlegen zu dürfen. Damit wolle man den Spekulationen über die Zahl der Anfragen in der Presse beenden.

Das Dumme an der Geheimhaltung besteht darin, dass gewisse Dinge geheim sind. So wissen wir zwar nun, dass die US-Regierung im Rahmen des PRISM-Programms Zugriff auf bestimmte Daten bei Google und anderen Firmen haben, aber wir wissen nicht, in welchem Umfang dieser Zugriff genau erfolgt.

Genau dieses Problem möchte Google lösen und hat deshalb heute via Chief Legal Officer David Drummond einen Offenen Brief an das FBI geschrieben, mit der Bitte, doch konkrete Zahlen nennen zu dürfen. Dies würde die Sicherheit der USA in keine Weise gefährden, aber für deutlich mehr Transparenz sorgen und den falschen Spekulationen in der Presse Einhalt gebieten, so  Drummond:

"Assertions in the press that our compliance with these requests gives the U.S. government unfettered access to our users? data are simply untrue. However, government nondisclosure obligations regarding the number of FISA national security requests that Google receives, as well as the number of accounts covered by those requests, fuel that speculation.
We therefore ask you to help make it possible for Google to publish in our Transparency Report aggregate numbers of national security requests, including FISA disclosures?in terms of both the number we receive and their scope. Google?s numbers would clearly show that our compliance with these requests falls far short of the claims being made. Google has nothing to hide."

Bei der FISA (Foreign Intelligence Surveillance Act) handelt es sich um ein Gesetzt aus 1978, das die Überwachung von US-Bürgern und Ausländern im In- und Ausland behandelt. FISA-Anfragen unterliegen dem Redeverbot (Gag Order). Google darf also eigentlich gar nicht darüber berichten, solche Anfagen bekommen zu haben.

Ob Google mit seiner Aktion Erfolg haben wird, hängt natürlich auch mit dem medialen Echo zusammen. Der Offene Brief ist in jedem Fall ein sehr geschickter Schachzug, der den Schwarzen Peter nun dem FBI zuspielt.

Quelle: Blogeintrag von Google

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