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Peek: Active-Display-Lösung vom Franco-Kernel-Entwickler für Android-4.4-Geräte

Francisco Franco dürfte Android-Power-Anwendern vom Franco Kernel her ein Begriff sein. Der Italiener hat vor kurzem eine neue App im Play Store veröffentlicht, die aus jedem KitKat-Smartphone ein Smartphone mit Active Display zaubert. Nicht ganz so elegant wie beim Moto X, aber fast!

Die Idee zur App Peek hat sich Francisco beim Custom-ROM Paranoid Android abgeschaut, das eine sehr ähnliche Funktionalität schon seit längerem mitbringt. Mit Peek gibt es nun eine Standalone-App bei Google Play, die keinerlei Custom-ROM oder Root-Rechte voraussetzt, lediglich Android 4.4 muss installiert sein. Peek zeigt die Benachrichtigungen aller installierten Apps auf dem Lockscreen an, ohne dass man dazu das Android-Gerät explizit aufwecken müsste. Über eine Blacklist lassen sich die Apps ausschließen, die man nicht auf dem Lockscreen haben möchte. Die App funktioniert folgendermaßen:

  • Bei der Installation registriert sich Peek als Geräteadmin (Zugriff auf den Lockscreen) und möchte die Erlaubnis, sämtliche Benachrichtigungen zu lesen.
  • Geht eine Benachrichtigung ein, aktiviert Peek die Bewegungssensoren des Smartphones.
  • Hebt man das Handy zum Beispiel von einem Tisch hoch oder nimmt es aus der Hosentasche, erscheint auf dem Display automatisch eine Meldung, um welche Benachrichtigung es sich handelt.
Peek zeigt in der Grundeinstellung nur den Typ der Benachrichtigung an.
Peek zeigt in der Grundeinstellung nur den Typ der Benachrichtigung an.

Wir haben Peek mit dem Nexus 5 und dem Nexus 7 (2013) erfolgreich getestet. Im Unterschied zu anderen Active-Display-Lösungen wie Knock v2 oder Dynamic Notifications zieht Peek deutlich weniger stark am Akku, weil die App die nötigen Sensoren nicht ständig aktiv hält und zudem in der Grundeinstellung das Display nur dann einschaltet, wenn eine Aktion vom Nutzer erfolgt (hochheben oder aus der Tasche nehmen). Interagieren Sie nicht mit dem Handy, dann bemerken Sie von der App rein gar nichts und erhalten einfach eine ganz normale Benachrichtigung via LED. In den Einstellungen können Sie aber auch festlegen, dass das Display bei jeder eingehenden Benachrichtigung eingeschaltet werden soll und für wie lange es aktiv bleiben soll. Ebenfalls über die Einstellungen legen Sie fest, ob Peek nur die Art der Benachrichtigung oder auch den Absender und den Text anzeigen soll. In der Grundeinstellung sind auch diese Funktionen aus Sicherheitsgründen ausgeschaltet.

Um das Display wieder sperren zu können, muss Peek als Geräteadmin registriert werden.
Um das Display wieder sperren zu können, muss Peek als Geräteadmin registriert werden.

Zudem benötigt Peek Zugriff auf sämtliche Benachrichtigungen.
Zudem benötigt Peek Zugriff auf sämtliche Benachrichtigungen.

Die Interaktion mit Peek erfordert etwas Übung. Halten Sie das große Icon gedrückt, um die Inhalte anzuzeigen und ziehen Sie es nach links oder rechts, um das Display zu entsperren oder die Benachrichtigung zu verwerfen. Nach den ersten zehn verpatzten Meldungen hat man auch diese Funktion im Griff. Wir empfehlen aus stromspargründen, das Display nicht automatisch einzuschalten, aber dafür das Timeout auf 10 bis 15 Sekunden zu setzen.

Die unerwünschten Apps lassen sich in diesem Dialog ausschalten.
Die unerwünschten Apps lassen sich in diesem Dialog ausschalten.

Über die Einstellungen legen Sie fest, ob Peek das Display bei einer neuen Benachrichtigung einschalten soll.
Über die Einstellungen legen Sie fest, ob Peek das Display bei einer neuen Benachrichtigung einschalten soll.

Peek kostet 2,99 Euro und verzichtet auf Werbung. Eine Lite/Testversion gibt es keine, die 15 Minuten Rückgaberecht sollten allerdings reichen, um zu testen, ob die App mit dem eigenen Smartphone kompatibel ist.

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