17. November 2021
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Panoramabilder mit Android erstellen

Die integrierte Kamera eines Android-Smartphones kann mehr, als nur Schnappschüsse erstellen. Mit dem richtigen Tool, lassen sich eindrucksvolle Panoramabilder erstellen. Wir haben uns diese Apps einmal angeschaut und uns angeschaut, was sie können.

Das Smartphone ist überall dabei. Neben Telefonieren und SMS-versenden gehört für viele die Teilnahme an Social Communities zu ihren Alltagsleben. Hier erzählt man nicht nur, was man tut und was einem beschäftigt, sondern man zeigt es auch mit Bildern. So ein Foto mit dem Smartphone ist schnell gemacht und dank der richtigen App landet es auch im Handumdrehen bei Google+, Twitter oder Facebook.

Ein besonderer Hingucker im Fotoalbum sind 360° Panoramen. Dabei greift die Foto-App auf das Gyroskop des Smartphones zu und misst, ob das Handy horizontal und gerade gehalten wird. Nach dem Schießen der ersten Aufnahme wird das Smartphone gedreht. Die Drehbewegung wird durch Sensoren erfasst. Die nachfolgenden Bilder schießt das Smartphone automatisch, wenn Sie das Smartphone zum richtigen Zeitpunkt an die richtige Stelle halten. Die einzelnen Bilder werden zu einem breiten Panoramabild zusammengesetzt. Seit Android 4.1 bringt auch die Kamera-App eine Panorama-Funktion mit. Sony hat diese Funktion schon länger an Bord. Benutzen Sie einen älteren Androiden oder möchten Sie einfach mal etwas experimentieren, dann gibt es bei Google Play noch sehr viele weitere Panorama-Apps, von denen der Artikel fünf vorstellt. Die hier vorgestellten Apps erstellen keine Kugelpanoramas, wie Sie Android seit Version 4.2 unterstützt.

DMD Panorama


Diese App [1] ist ein kleines, einfach zu bedienendes Tool. Etwas nervig ist der Hinweis auf die kostenpflichtige Version beim ersten Start, den Sie mit dem Kauf der Vollversion für 69 Cent loswerden. Eine FAQ zeigt, wie die Rundumfotos erstellt werden. Mit einer Fingerbewegung auf den Bildschirm wird die erste Aufnahme erstellt. Das Smartphone muss dabei vertikal gehalten werden. Drehen Sie danach sich selbst nach links oder rechts bis die beiden Hälften des Symboles auf dem Bildschirm einen Kreis bilden. Das Foto schießt die App automatisch. Wiederholen Sie diesen Vorgang und der Rundumblick ist fertig. Die App bietet eine Reihe kleiner Bildfilter. Die Fotos können Sie auch mit einem Fingerdruck erstellen. Automatisch ist jedoch eine gute Wahl und funktioniert tadellos in der Praxis. Über eine weitere Schaltfläche auf dem Bildschirm lassen sich die erstellten Panoramass anschauen. Wenn Sie mögen, können Sie diese auch online stellen. Den Hinweis auf die kostenpflichtige Pro-Version schalten Sie mit einer Option aus. Die erstellten Bilddateien finden Sie auf Ihrem Android-Smartphone in dem Ordner "Panoramas".

Abbildung 1: Das Symbol am oberen Bildrand muss einen Kreis bilden und das Smartphone muss vertikal gehalten werden.
Abbildung 1: Das Symbol am oberen Bildrand muss einen Kreis bilden und das Smartphone muss vertikal gehalten werden.

Abbildung 2: Sechs einfache Bildfilter stellt die App DMD Panorama zur Verfügung.
Abbildung 2: Sechs einfache Bildfilter stellt die App DMD Panorama zur Verfügung.

Photaf


Nach dem Start der App [2] wählen Sie, ob Sie ein Panoramabild erstellen oder einen Blick in die Gallery werfen wollen. Wählen Sie Create Panorama, zeigen zwei kleine Wasseruhren an, ob die Kamera richtig gehalten wird und ob die Position für das Bild stimmt. Die App erstellt die Fotos automatisch. Wählen Sie Finish, um die Bilder zusammenzusetzen. Photaf lässt sich sehr leicht bedienen. Etwas störend sind die Werbeeinblendungen der Gratisversion. Über die Einstellungen lassen sich Geo-Tag-Daten hinzuschalten. Photaf kann mit einer Vibration mitteilen, dass ein Foto erstellt wird. Hier lässt sich auch der Porträitmodus anschalten. Tun Sie dies, werden die Bilder bei vertikal gehaltener Kamera erstellt. In den Einstellungen lassen sich auch die Größe der Bilddateien festlegen. Die erweiterte Pro-Version kostet im Play Store 3,99 EUR, zudem gibt es auch eine spezielle Version für Tegra-3-Smartphones.

Abbildung 3: Das Hauptmenü von Photaf sieht nicht sehr kreativ aus, erfüllt aber seinen Zweck.
Abbildung 3: Das Hauptmenü von Photaf sieht nicht sehr kreativ aus, erfüllt aber seinen Zweck.

Panorama 360


Bereits beim Start werden die Vorteile und Möglichkeiten der App Panorama 360 [3] aufgezeigt. Mit einer E-Mail-Adresse melden Sie sich in der hauseigenen Community an. Hier lassen sich viele Panoramabilder anderer Mitglieder betrachten. Wie bei Facebook gibt es eine Gefällt-mir-Schaltfläche und Sie können einen Kommentar hinterlassen. Wenn Sie möchten, können Sie auch einem Benutzer folgen. Sie erhalten dann immer eine Info, wenn es neue Bilder von diesem Benutzer gibt. Ohne Internet-Verbindung meldet die App einen Fehler. Das Erstellen von Panoramas ist jedoch dennoch möglich. Starten Sie das Erstellen eines Panoramas, wird eine Anzeigehilfe angezeigt. Sie zeigt genau an, ob Sie das Smartphone gerade halten und wie weit Sie diese noch drehen müssen. Beim Abspeichern eines Panoramas ergänzen Sie eine Überschrift. Am Besten geeignet ist hier ein Hinweis zum Ort, an dem das Foto erstellt wurde oder zum abgebildeten Motiv. Mit einer Optionsschaltfläche veröffentlichen Sie das Bild auf Facebook, Twitter oder Tumblr. Wie Sie ein Panorama erstellen, zeigt ein Video. Mit einer Schaltfläche rechts unten wechseln Sie zwischen den Basic- und den HD-Modus. Filter bietet die App keine. Die eigene Community ist sehr gut besucht. Sie finden viele Panorama-Fotos anderer Nutzer vor. Über das Hauptmenü können Sie sich beliebte Fotos anschauen oder einen Blick in die eigenen Bilder werfen. Zwei Upgrades standen beim Test zur Verfügung. Der "Trip mode" verringert den Datentransfer. Die App wird beim Fotografieren nicht blockiert. Kostenpflichtig ist das Upgrade "Stitch later" Die Erweiterung verspricht ein energiesparendes Verhalten. Der Akku wird beim Erstellen der Panorama-Fotos geschont. Die Erweiterung kostet nur 1 $. Beide Upgrades sind nicht notwendig. 360 tut ohne diese seinen Dienst. Bei unserem Test gab es keinerlei Probleme beim Erstellen der Aufnahmen.

Abbildung 4: 360 besitzt eine schicke Oberfläche. Die Bedienung ist einfach. Die angeschlossene Community lädt dazu ein, ein wenig rumzusurfen und interessante Orte weltweit zu entdecken.
Abbildung 4: 360 besitzt eine schicke Oberfläche. Die Bedienung ist einfach. Die angeschlossene Community lädt dazu ein, ein wenig rumzusurfen und interessante Orte weltweit zu entdecken.

HD Panorama +


Diese App [4] bietet ein sehr schickes Zielkreuz. Mit dessen Hilfe wird die Kamera richtig ausgerichtet. Über die Schaltfläche am unteren Rand startet man die erste Aufnahme. Bewegen Sie die Kamera nach rechts, wandert eine rechteckige Markierung in das Bildfenster. Die weiteren Aufnahmen für das Panorama erstellt die App automatisch. Sie müssen nichts weiter tun, als die Kamera nach rechts zu bewegen und dabei möglichst gerade zu halten. Filter gibt es keine. Mit der Schaltfläche, mit der Sie die Aufnahme gestartet haben, wird auch das Erstellen des Panoramas beendet. Ärgerlich ist, dass man erst jetzt einen Hinweis auf die Einschränkung der kostenlosen Version erhält. Sie können das Panorama in schwarz-weiß oder mit einer auf 1.000px reduzierten Höhe speichern. Die Vollversion kostet 1,63 EUR. Über ein verkleinertes Vorschaubild links unten erreichen Sie die Galerie der App. Eine Menüleiste am rechten Bildrand erlaubt den Zugriff auf andere Apps. So lässt sich das Panorama bei Pinterest, Facebook oder Twitter veröffentlichen. Das Einstellungsmenü ist deutschsprachig gehalten. Das ist eine erfreuliche Ausnahme. Sie können hier die Größe der Bilder anpassen. Der Fokus kann auf unendlich gestellt werden Auch ein Auto-Fokus und eine automatische Neujustierung bei jeder Aufnahme ist möglich. Interessant ist die Möglichkeit, die für das Panorama verwendeten Einzelbilder einzeln zu speichern.

Abbildung 5: Mit dem Zielkreuz als Hilfe ist das Ausrichten des Smartphones kein Problem.
Abbildung 5: Mit dem Zielkreuz als Hilfe ist das Ausrichten des Smartphones kein Problem.

TurnMe Panorama


Mit dieser App können Sie keine Panoramas erstellen, sondern nur welche anschauen. Der Viewer [5] ist eine ideale Ergänzung zu den Panorama-Kameras. Bei vertikal gehaltenem Smartphone schaut man sich das Bild an. Mit einer Drehbewegung bewegt man sich nach links oder rechts. Scrollen geht zwar auch, das Drehen des Smartphones ist jedoch bequemer. Es entsteht der Eindruck, als wenn Sie sich durch das Bild bewegen. Einige Beispielpanoramas zeigen die Funktion. Wählen Sie Aus dem Fotoalbum, um ihre Galerien zu sehen und ein Bild auszuwählen. Mit Aus dem Internet laden wird ein Eingabefeld eingeblendet. Hier müssen Sie eine URL zu einer Bilddatei angeben. Der Viewer funktioniert auch bei normalen Fotos sehr gut. TurnMe Panoramas greift auf den Kompass des Smartphones, den Beschleunigungsmesser und das Gyroscope zu.

Abbildung 6: Ein paar Beispielbilder zeigen, was der Viewer kann.
Abbildung 6: Ein paar Beispielbilder zeigen, was der Viewer kann.

Fazit

Wer ein aktuelles Handy benutzt, sollte stets zuerst die Kamera-App des Herstellers testen. In den meisten Fällen macht diese die besten Panoramabilder. Der einzige Vorteil der speziellen Panorama-App besteht darin, dass sie Bilder im Portraitmodus aufnehmen, was zu einem Resultat mit deutlich mehr Pixeln führt. Von den hier vorgestellten Lösungen konnte aber keine rundum überzeugen.

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