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News und Tipps zu Custom-ROMs und Root-Apps

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Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jedes Android-Gerät gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die ROM-Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und Tipps zu guten ROMs und neuen Root-Apps geben.

SlimKat Stable 3.0


Auch wenn CyanogenMod die Android-ROM-Szene beherrscht, neben dem Platzhirsch gibt es zahlreiche andere ROMs, die ebenfalls konstant an ihrer Entwicklung arbeiten. Auf ein besonders schlankes Android hat sich SlimRom spezialisiert. In Form von SlimKat Stable 3.0 [1] erreicht die KitKat-Version des ROMs nun schon vor CyanogenMod einen fertigen Stand. Für knapp 60 Geräte stehen fertige Images zur Installation bereit [2], zudem gibt es von SlimRom ein Extra-Paket mit den Google Apps [3].

Das auf den Quellcode von Android 4.2.2 aufbauende SlimKat 3.0 integriert diverse aus anderen ROMs bekannte Features wie das PieMenu oder eine frei anpassbare Display-Auflösung von Paranoid Android, sodass sich die Größe von Icons und Schriften auf dem Display beeinflussen lässt. Auch bei AOKP haben sich die SlimRom-Entwickler bedient und die Navigationsleiste übernommen, auf der sich die Buttons für Home, Zurück oder Menü frei anordnen lassen.

Als eigenständige Entwicklung setzt SlimRom bei Updates auf das SlimCenter, dort lassen sich mit dem Slimsizer auch System-Apps deinstallieren. So können Sie auf älteren Geräten mitsamt den Gapps installierte Anwendungen wie etwa Gmail, Hangouts oder YouTube vom Handy löschen, ohne komplett auf alle nützlichen Google-Anwendungen wie den Play Store oder Google Maps verzichten zu müssen.

Eine pfiffige Idee der SlimRom-Entwickler ist es auch, einen IRC-Chat fest in das ROM zu integrieren. So finden Sie bei Problemen mit dem ROM auf Ihrem Handy im Handumdrehen kompetente Hilfe – vornehmlich auf Englisch. Da diverse SlimRom-Entwickler aber auch aus Deutschland und Österreich kommen, ist die Chance durchaus hoch, auch direkt auf Deutsch Hilfe zu bekommen.

Abbildung 1: SlimKat speckt Android ab, fügt aber neue praktische Funktionen hinzu.
Abbildung 1: SlimKat speckt Android ab, fügt aber neue praktische Funktionen hinzu.

Abbildung 2: Das PieMenu und flexible DPI-Werte übernimmt SlimRom von Paranoid Android.
Abbildung 2: Das PieMenu und flexible DPI-Werte übernimmt SlimRom von Paranoid Android.

Abbildung 3: Für Hilfe und Support bringt SlimRom einen vorinstallierten IRC-Chat mit.
Abbildung 3: Für Hilfe und Support bringt SlimRom einen vorinstallierten IRC-Chat mit.

Abbildung 4: Das SlimCenter dient als Anlaufstation für Updates und Konfigurationen.
Abbildung 4: Das SlimCenter dient als Anlaufstation für Updates und Konfigurationen.

Android-x86 4.4-RC1


Android findet sich nicht nur auf dem Handy oder Tablet, auch TV-Geräte, Spielkonsolen oder Set-Top-Boxen laufen mit dem Google-System. Auf dem PC oder Notebook hat sich Android bisher jedoch noch nicht breit gemacht. Die Ursache dafür liegt unter anderem darin, dass der Android-Kernel auf ARM-CPUs mit RISC-Architektur ausgerichtet ist. Die bei PCs übliche x86-Architektur wird von Android – trotz seiner Linux-Historie – nicht unterstützt. Mit dem Android-x86-Projekt gibt es aber durchaus Bestrebungen, Android fit für den PC zu machen.

Mit Android-x86 4.4-RC1 [4] nähert sich das Projekt dem Ziel, die aktuelle Android-Version auf dem PC zum Laufen zu bekommen. Der erste Release Candidate kann als ISO-Image heruntergeladen und per CD-ROM oder von einem USB-Stick aus auf einem herkömmlichen PC gebootet werden. Aktuelle PCs mit Nvidia- oder AMD-Grafikkarten bereiten Android-x86 jedoch nach wie vor Schwierigkeiten, auf diesen Geräten bleibt der Bootprozess ohne spezielle Kernelparameter oft stehen. Besonders gut von Android-x86 unterstützt werden jedoch ältere Netbooks wie der Eee PC von Asus.

Xposed GEL Settings


Mit Android 4.4 hat Google den Google Experience Launcher bzw. nach der Umbenennung den Google Now Launcher eingeführt. Als Neuerungen sind hier besonders die großzügig gestalteten Icons und die Integration von Google Now zu nennen, das nun vom Homescreen aus vom linken Bildschirmrand per Fingerwisch ins Bild gezogen werden kann. Doch nützliche Funktionen, wie etwa das Ausblenden von Anwendungen oder eine andere Sortierreihenfolge der Apps in der App-Schublade, sucht man auch beim neuen Android-Launcher vergebens. Für sie muss man immer noch zu Custom-Launchern wie Apex oder dem Nova Launcher greifen.

Abbildung 5: Die Xposed GEL Settings greifen in die Darstellung des Google Now Launchers ein.
Abbildung 5: Die Xposed GEL Settings greifen in die Darstellung des Google Now Launchers ein.

Abbildung 6: Mit den Xposed GEL Settings lässt sich die Anzahl an Apps pro Seite anpassen.
Abbildung 6: Mit den Xposed GEL Settings lässt sich die Anzahl an Apps pro Seite anpassen.

Wer auf den Google Now Launcher nicht verzichten möchte, sich aber dennoch nach den lieb gewonnenen Funktionen der Custom-Launcher sehnt, für den gibt es mit dem Xposed-Modul "Xposed GEL Settings" [5] nun aber einen Weg, den Google-Launcher zu modifizieren. Xposed GEL Settings klinkt sich in das leistungsfähige Xposed-Modding-Framework ein, das Sie im Vorfeld installieren und konfigurieren müssen [6]. Anschließend haben Sie die Option, ausgesuchte Apps im Launcher zu verstecken, die Anzahl der Icons auf dem Homescreen und der App-Schublade zu ändern, die Beschriftungen unter den Icons zu entfernen oder auch die Größe der Icons an Ihre Wünsche anzupassen. Auch die ansonsten auf jedem Homescreen sichtbare Suchleiste lässt sich mit dem Modul entfernen.

CyanogenMod mit Docker bauen


Nur wenige User werden sich ein CyanogenMod-Image selbst bauen wollen. Doch wer in die ROM-Entwicklung einsteigen möchte, der steht erst einmal vor der nicht unerheblichen Hürde, sich eine Entwicklungsumgebung mit allen notwendigen Abhängigkeiten und Bibliotheken aufsetzen zu müssen. Bei CyanogenMod muss man sich alleine dafür eine Reihe von Dokumentationen zu Leibe führen.

docker-cyanogenmod [7] verpackt die komplette für die Arbeit an CyanogenMod nötige Entwicklungsumgebung in eine mit Docker [8] zusammengeschnürte virtuelle Maschine auf Basis von Ubuntu 12.04. Ist Docker installiert, reichen nur wenige Befehle aus, um CyanogenMod auf dem eigenen Rechner zu compilieren. Dazu nötig ist jedoch ein Computer mit reichlich Speicherplatz und einer schnellen CPU. Der komplette CyanogenMod-Source, zusammen mit den Build-Dateien belegt etwa 80 GByte, das Bauen der Firmware braucht auch auf aktuellen Computern mehrere Stunden.

Galaxy S4 Glove Mode


Auch wenn dieses Jahr in Deutschland ein harter Winter bisher ausgeblieben ist, Anfang April drohen durchaus nochmal ein paar kalte Tage. Oder es geht noch einmal auf den Gletscher zum Skifahren – auf jeden Fall besteht durchaus noch die Chance, dass man seine Handschuhe aus dem Schrank holt. Damit das Handy auch mit Handschuhen bedienbar bleibt, hat Samsung den Touchscreen des Galaxy S4 so sensibel gestaltet, dass er sich auch mit behandschuhten Fingern benutzen lässt. Allerdings klappt dies nur, wenn Sie bei der Original-Firmware bleiben. Installieren Sie CyanogenMod oder ein anderes ROM, geht die Funktion verloren.

Abbildung 7: Galaxy S4 Glove Mode setzt die Empfindlichkeit des Touchscreens herunter, sodass sich das Handy auch mit Handschuhen bedienen lässt.
Abbildung 7: Galaxy S4 Glove Mode setzt die Empfindlichkeit des Touchscreens herunter, sodass sich das Handy auch mit Handschuhen bedienen lässt.

Die Root-App Galaxy S4 Glove Mode [9] aktiviert diesen "Handschuh-Modus" auch beim Einsatz eines Custom-ROMs. Dazu greift die App auf das Kernelmodul des Touchscreens zu und setzt die Empfindlichkeit herunter. Dazu nötig ist neben der App ein entsprechend konfigurierter Kernel, bei den meisten AOSP-ROMs und CyanogenMod ist dieser jedoch bereits von Haus aus vorhanden.


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