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Navigation für’s Fahrrad mit Naviki

Viele Radsportfreunde lockte das schöne Wetter der letzten Wochen auf die Straßen. Im Android Market finden sich verschiedene praktische Navigationshelfer für den zweirädrigen Ausflug nach draußen. Wir haben uns einen herausgepickt und Naviki etwas genauer begutachtet.

Sie kennen das: Man steht vor der nächsten Routenplanung wie der Ochse vorm Berg. Die eigene Kartenkenntnis lässt einen im Stich und auch die Kumpels wissen nicht mehr weiter, denn alle Feierabendrunden sind schon reine Routine geworden. Lust auf was Neues? Es ist gerade niemand da, den man fragen könnte, und zu einer längeren Recherche ist man auch nicht bereit. Kann Naviki hier weiterhelfen?

Die App kommt auf den ersten Blick sehr anwenderfreundlich daher. Start und Ziel eingeben – und schon gehts los, ohne stundenlange Voreinstellungen. Für alle, die ihre Großtaten gerne archivieren, kann man sich auch auf der Naviki-Homepage einloggen und eigene Tracks hochladen. Das Konzept ans sich ist toll, nur an der Umsetzung hat es etwas gehakelt. Eine Navigations-App sollte unserer Meinung nach genau so schnell zu bedienen sein wie eine Landkarte. Auch sollte sie in der Ablesbarkeit einer topographischen Karte in nichts nachstehen. Wer hält schon gerne fünf Minuten an, weil das Navi einfach nicht laden will? Naviki zeigte hier trotz gutem Empfang deutliche Schwächen. Als wir versuchten Strecken neu einzugeben oder zu aktualisieren, ließ es uns mehrmals im Stich. Das mag an der Hard- und Software gelegen haben (Motorola Defy mit Android 2.2.2), aber das ist keine wirklich gute Entschuldigung. Die App hat sich so oft aufgehängt, dass wir letztendlich entnervt aufgegeben haben und doch wieder nach "Bauchgefühl" bzw. Landkarte geradelt sind. Hier gibt es also noch Nachbesserungsbedarf!

In Naviki steckt trotz der Schwächen ein enormes Potential. Gerade Radfahrer, die mit Ihren Vehikeln ganz andere Routen nehmen können als ihre vierrädrigen Verkehrskollegen, brauchen ein Navigationssystem, das auf ihre Bedürfnisse angepasst ist. Für die von uns getesteten Strecken rund um München zeigte der Navigator kleine und feine Radstrecken zunächst auch sehr zuverlässig an. Nur bei Details (der Trampelpfad, der schneller zum Bäcker führt) wusste Naviki nicht mehr weiter – da würde man aber auch mit Googlemaps in die Röhre schauen. Von uns gibts für diesen großartigen Ansatz, das Radfahren alltagstauglicher zu machen, 4 von 5 Punkten.

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