Start Aktuell Motorola Razr i: Erstes Intel-Smartphone von Motorola ab Oktober für 399 Euro

Motorola Razr i: Erstes Intel-Smartphone von Motorola ab Oktober für 399 Euro

Motrola machte es kurz und schmerzlos. In rund 25 Minuten präsentierte man der Presse in London das neue Motorola Razr i mit einem 2 GHz schnellen Medfield-Prozessor von Intel. Die Ähnlichkeiten mit dem Droid Razr M sind frappant. Doch halt, da fehlt ja etwas.

Bereits ab Oktober soll das Android-Smartphone hierzulande zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 399 Euro erhältlich sein. Das bedeutet, dass die Internetpreise sich wohl recht schnell bei 349 Euro einpendeln.

Beim Motorola Razr i handelt es sich um die Europa-Version des vor kurzem vorgestellen Droid Razr M. Die Spezifikationen decken sich denn auch weitgehend, sieht man von der CPU ab. So bekommen wir ein Super-AMOLED-Display mit 960×540 Pixeln im 4,3-Zoll-Format, 8 GByte internen Speicher (erweiterbar per MicroSD), einen 2000-mAh-Akku, NFC und eine 8-Megapixel-Kamera. Das Intel-Modell bringt zudem eine separate Hardwaretaste für die Kamera mit. Damit sollen sich innerhalb Sekundenfrist aus dem Standby Fotos schießen lassen. Vorinstalliert ist wie beim Droid Razr M aktuell noch Android 4.0 "Ice Cream Sandwich", ein Update auf Jelly Bean ist geplant. Laut Motorola bleibt es zudem den Providern überlassen, ob sie das Gerät mit gesperrtem Bootloader ausliefern oder nicht.

Android User meint…

Das Razr i ist zu einem Preis von rund 350 Euro bestimmt kein schlechtes Smartphone und dürfte vor allem bei der Akkulaufzeit punkten. Auch die Intel-CPU ist nicht von schlechten Eltern, zumal bei Razr i zum ersten mal ein Atom-Prozessor mit einer Taktrate von 2.0 GHz zum Einsatz kommt. Dennoch hätten wir uns als Android-Fans über eine Wahlmöglichkeit zwischen dem Droid Razr M und dem Motorola Razr i gefreut. Aktuell sieht es ganz danach aus, als sei das Intel-Modell nur für den hiesigen Markt geplant, das Droid-Modell mit dem Snapdragon S4 hingegen nur für die USA. Das ist insofern schade, da man bei der Europa-Version auf LTE verzichten muss, weil Intel noch keine passende Hardware liefern kann (SoC mit LTE-Support).

Beim heutigen Announcement ebenfalls vermisst, haben wir das Update-Versprechen auf Jelly Bean. "In Planung" heißt noch lange nicht, dass das Update auch tatsächlich ausgeliefert werden wird. Von einer Entschädigung über 100 Dollar beim Kauf eines neuen Motorola-Smartphones sind wir in Europa auch noch weit entfernt. Last but not least dürfte der Intel-Prozessor mit der gleich starken Batterie nicht an die Laufzeiten des Snapdragon S4 im Droid Razr M herankommen, auch wenn Motorola bei beiden Modellen 20 Stunden gemischte Nutzung als Akkulaufzeit angibt. Insofern bleibt ein kleiner Nebengeschmack, dass das Razr i nur die zweite Wahl ist, 2-GHz-Prozessor hin oder her. Endgültig entscheiden können wir das aber erst, wenn wir beide Geräte ausführlich getestet haben. Zudem sind das Nuancen, die höchstens PowerUsern auffallen. Der Durchschnittsnutzer wird wohl keinen Unterschied zwischen dem Intel- und dem ARM-Gerät feststellen.

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