Start Apps Mit Garmin Fit binden Sie ihr Smartphone in den Garmin Connect-Kosmos ein

Mit Garmin Fit binden Sie ihr Smartphone in den Garmin Connect-Kosmos ein

Garmin ist einer der Großen, wenn es um Kfz-Navigation und GPS-Geräte für die verschiedensten Einsatzbereiche geht. Kann Garmin Fit, die Sport-Tracking-App für das Smartphone, der App-Konkurrenz das Wasser reichen?

Seitdem Smartphones die Bühne betreten haben, ist die Welt der Navigationsgeräte im Umbruch. Haben sich noch vor 5 Jahren Garmin, TomTom, Magellan und andere den Markt größtenteils aufgeteilt, schwinden heutzutage die Gründe, sich neben einem leistungsstarken Smartphone mit Navigations-App auch noch ein Navigationsgerät in’s Auto zu hängen.

Die Suche nach dem Satelliten führte kurzzeitig zu Missverständnissen.
Die Suche nach dem Satelliten führte kurzzeitig zu Missverständnissen.

Bei den Fitness-Apps für das Smartphone sieht es nicht viel anders aus. Auch hier gibt es GPS-basierte Uhren der verschiedensten Hersteller, die klein und bei den teureren Modellen sehr präzise sind – für den Hobbysportler, der nicht bereits ist, zwischen 150 und 400 Euro für eine leistungsstarke GPS-Uhr auszugeben, gibt es auf Google Play aber jede Menge Fitness-Apps, die um die Gunst der Kunden buhlen. Diese werden immer cleverer und sind ihren Kollegen am Handgelenk fast ebenbürtig.

Navi-Platzhirsch Garmin in der Zwickmühle

Garmin befindet sich in einer Zwickmühle, denn über die maximal 5 Euro teuren Apps geht ihm zunehmend Kundenpotential verloren. Das "Problem": Die Genauigkeit eines durchschnittlichen Smartphone-GPS-Sensoren reicht vielen Usern inzwischen völlig aus, um ihre Aktivitäten aufzuzeichnen, und man zögert beim Kauf einer GPS-Armbanduhr.

Wer sich jedoch ein wenig in der Szene umhört, der merkt, dass Garmins Connect-Plattform zu den beliebtesten Communities gehört, wenn es um die Auswertung und Kontrolle der eigenen sportlichen Betätigungen geht. An Garmin Connect führt bei ambitionierten Sportlern fast kein Weg vorbei, Garmin-fremde Fitness-Tracking-Apps können jedoch auf diesen Service nicht zugreifen.

Wie lief's? Garmin Fit informiert über das Wesentliche.
Wie lief’s? Garmin Fit informiert über das Wesentliche.

Mit der Garmin Fit-App versuchen die Amerikaner, den etablierten Tracking-Apps wie Endomondo und Runtastic etwas entgegenzusetzen, immerhin kostet die Anwendung im Vergleich zur Konkurrenz mit knapp 80 Cent nur sehr wenig. Im Unterschied zu den anderen Anwendungen werden bei Garmin Fit sämtliche Aufzeichnungen, so man das will, auf die Garmin Connect-Plattform hochgeladen.

Stabile App mit grundlegenden Funktionen

Während unserem Test zeigte sich die App recht solide, nur mit der GPS-Empfangsanzeige schien gleich zu Beginn etwas nicht zu stimmen. Zwar zeigte die App noch den "Wartekreisel" an, als wir jedoch beherzt auf Start drückten, wurde klar, dass sie schon längst eine Verbindung hergestellt hatte – etwas ärgerlich.

Routenverlauf: Im Nachhinein kann man seine Fahrstrecke noch einmal nachverfolgen.
Routenverlauf: Im Nachhinein kann man seine Fahrstrecke noch einmal nachverfolgen.

Die angezeigten Trainingsdaten sind ausreichend, kommen jedoch nicht ganz an Endomondo oder Runtastic (in den Pro-Versionen) heran. So sind die Anzeige-Parameter nicht individualisierbar, auch wurde weniger Grips in die Benutzeroberfläche gesteckt, die sich bei der Konkurrenz nach vielen Gesichtspunkten den eigenen Vorlieben anpassen lässt. Trotzdem bietet die App unserer Meinung nach für den Preis ein gelungenes Komplettangebot an – sie zeigt Trainingsdauer, Entfernung, Rundenaufzeichnung samt Zeit, Kalorienverbrauch und Geschwindigkeit. 

Die wichtigsten Angaben sind also mit an Bord und auch die Kartenauswertung hat uns ganz gut gefallen. Sind Sie Garmin Connect-Nutzer, stellt Ihnen das Unternehmen mit der App eine sinnvolle Möglichkeit zur Verfügung, auch dann zu trainieren, wenn Sie Ihren Garmin Forerunner gerade nicht zur Hand haben.

Unser Wunsch an Garmin

Der Markt der Fitness-Tracker ist ein heißes Eisen, denn wie man an den Erfolgen von Endomondo oder Runtastic merkt, geben User gerne ein paar Euros für einen funktionalen Tracker aus. Würde Garmin eine ähnlich umfangreich ausgestattete Fitness-App wie Endomondo zusammenstellen, liefe man natürlich Gefahr, dass einem die Geräte-Kunden, also das eigentliche Stammpublikum, fernbleiben.

Verschlafen die Garmin-Entwickler jedoch den Anschluss, verbauen sie sich eine gute Chance, auch auf der Android-Plattform einen guten Namen zu erlangen. Immerhin hat das Unternehmen noch zwei Trümpfe in der Hand, die nach wie vor für die Verwendung von GPS-Armbanduhren sprechen: Die Exaktheit der eingebauten GPS-Sensoren übertrifft die von günstigen Smartphones bei weitem, zudem ist das Maß und Gewicht der kleinen Forerunner sehr gering – ein großer Vorteil, wenn auch Sie zu der Personengruppe gehören, die wackelnde Smartphones am Oberarm nicht ausstehen können. Unser Wunsch an Garmin daher: Noch ein wenig an Garmin Fit feilen und die App beim Kauf einer GPS-Uhr gleich "beilegen". 

Fazit:

Trainiert man bereits im Garmin-Kosmos, macht Garmin Fit Sinn. Ist man jedoch auf der Suche nach einer funktionalen GPS-Tracking-App für das tägliche Training unter Verwendung des Smartphones und besitzt keine Garmin GPS-Uhr, dann muss sich die App der Konkurrenz in Sachen Funktionsumfang und Anpassung an die eigenen Bedürfnisse geschlagen geben. 3 von 5 Sternen.

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