Start Aktuell Linux-Erfinder Torvalds: Daumen hoch statt Mittelfinger für Nvidia

Linux-Erfinder Torvalds: Daumen hoch statt Mittelfinger für Nvidia

(c) NVIDIA

Wenn man Linus Torvalds in der Vergangenheit zu seiner Meinung über Nvidia befragte, dann hatte der Finne nicht viele gute Worte für die Grafikspezialisten übrig. Nun hat sich Linus zum ersten Mal positiv über Nvidia geäußert.

"Daumen hoch für Nvidia dieses Mal", schreibt der Kernel-Vater in seinem Posting auf Google+. Grund ist ein Beitrag von Alexandre Courbot, der auf der Freedesktop-Mailingliste einige Patches für den freien Nouveau-Treiber lieferte. Dank diesen unterstützt der Linux-Treiber "Nouveau" demnächst wohl die Kepler-basierte GPU GK20A, die in den Tegra-K1-Chips laufen soll. Zwar sei der Support noch rudimentär und die Arbeit eher ein Request for Comments (RFC), Torvalds scheint aber genau solche Anstrengungen positiv zu bewerten. Das Lob ist jedenfalls neu: Zu einigem Ruhm brachte es sein ausgestreckter Mittelfinger in Richtung Nvidia im Sommer 2012, den ein herzliches "Fuck You!" begleitete.  Torvalds bezeichnete damals Nvidia als schlimmste Firma, mit der er es je zu tun hatte.

Das Open-Source-Engagement von Nvidia dürfte nicht ganz zufällig erfolgen. Wenn Nvidia mit der K1-CPU langfristig Erfolg haben möchte, dann sind quelloffene Treiber sehr wichtig. Viele Android-Hersteller sind es leid, dass die proprietären Treiber von Nvidia nach einem Android-Update nicht mehr funktionieren. Mit einem offenen Treiber kann sich Nividia hingegen auf die Quellen berufen und die Hersteller können Ihre Hardware selbst an neue Android-Versionen anpassen. Im April 2013 veröffentlichte Nvidia auch Teile der Tegra-3-Treiber unter einer freien Linzenz. Die jetzt eingereichten Patches sind in erster Linie für die Nutzung des K1 mit Android/dem Linux-Kernel gedacht. Desktop-Linux-Nutzer (Ubuntu & Co.) dürften frühestens in ein paar Monaten mit einem funktionierenden 3D-Treiber für aktuelle PCIe-Karten von Nvidia rechnen.

 

Quelle: Linus Torvals auf Google+ via linux-magazin.de

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