2. Dezember 2021
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LaterPay: android-user.de führt Bezahlcontent ein

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen, dass es neuerdings auf Android User auch Artikel gibt, für die du etwas bezahlen mussst, um sie lesen zu können. Dieser Beitrag erklärt dir, warum es Bezahlcontent auf android-user.de gibt, wie man diesen nutzt und wie die nahe Zukunft aussieht.

Wenn du Android User schon seit längerer Zeit liest, dann kannst du dich vielleicht erinnern, dass ich die Seite seit Mai 2014 mit externen Autorinnen und Autoren betreibe und somit über kein riesiges Budget für Werbung verfüge. Ich habe damals bereits angekündigt, dass ich die Seite langfristig gerne über Inhalte, gute Artikel finanzieren und nicht mit Werbung zukleistern möchte. Hat natürlich alles länger gedauert, als ursprünglich geplant, aber nun ist es soweit, dass es auch Bezahlcontent auf android-user.de gibt.

Wie funktioniert das?

Ein Online-Bezahlsystem muss möglichst einfach sein. Und genau das ist LaterPay. Du klickst auf das Preisschild, bestätigst den Einkauf und kannst deinen Artikel sofort lesen. Dazu ist keine Registrierung notwendig, du musst keine Kreditkartendaten angeben oder dich zuerst einloggen. Erst wenn du für insgesamt 5 Euro Artikel gelesen hast, geht es ans Bezahlen. Auch hier beschränken sich die Angaben auf das nötige Minimum und du kannst mit Bankeinzug, per Kreditkarte und vielen weiteren Möglichkeiten bezahlen. Details zu LaterPay findest du unter Laterpay.net

Warum soll ich etwas bezahlen?

Im Internet für Inhalte zu bezahlen, ist noch nicht sehr weit verbreitet und wird es vielleicht auch nie sein. Persönlich bin ich aber davon überzeugt, dass kostenpflichtiger Content die einzige Möglichkeit ist, langfristig gute Inhalte zu bieten und auch als Blogger seinen Leserinnen und Lesern einen gewissen Qualitätsstandard zu bieten. Du findest, dass ein Artikel keine 79 Cent wert ist? Dann ist der Artikel entweder nicht genug gut oder nicht genug interessant für dich. Genau das wollen wir auf android-user.de vermeiden: Artikel zu veröffentlichen, die nach zwei drei Tagen niemanden mehr interessieren und die keinen Mehrwert bieten.

Klar ist es schwierig, zum Thema Android Bleibendes zu schaffen, aber dass die Seite noch existiert, hängt unter anderem damit zusammen, dass wir sehr viele Artikel im Archiv haben, die auch nach einem oder zwei Jahren noch fleißig gelesen werden, nicht nur mit heißer Nadel gestrickte News, die nach drei Tagen niemanden mehr interessieren. Und das soll auch so bleiben in Zukunft!

Werden jetzt alle Artikel kostenpflichtig?

Nein, das werden sie weder jetzt noch später. Im Gegenteil: Die meisten Artikel werden auf android-user.de weiterhin gratis bleiben. Lediglich für die Artikel, die wir für besonders wertvoll halten oder in die unsere Autoren besonders viel Zeit investiert haben, werden kostenpflichtig werden. Die Neuerung betrifft also in erster Linie die Artikel aus der Rubrik „Magazin“.

Ich habe schon ein Abo von Android Power User…

„…muss ich jetzt doppelt bezahlen?“ Viele der Magazin-Artikel von Android User erscheinen auch in unserem digitalen Magazin „Android Power User“ bei Google Play Kiosk. Wenn du ein Jahresabo von Android Power User gekauft hast, dann bekommst du von uns einen gratis Gutscheincode für ein Jahr LaterPay auf android-user.de. (Der umgekehrte Weg funktioniert leider nicht, es wird aber in Zukunft keine Artikel mehr geben, die exklusiv bei Android Power User erscheinen.) Den Gutschein kannst du auf unserer Laterpay-Seite android-user.de/laterpay einlösen. Hier kannst du auch selbst Gutscheine für Freunde kaufen. Das Monatsabo kostet 1,49 Euro, ein komplettes Jahr auf Android User kostet 9,99 Euro.

Warum LaterPay?

LaterPay hatte ich bereits vor über einem Jahr auf dem Radar. Als ich nach einer neuen Möglichkeit für faires und einfaches MicroPayment suchte, bin ich auf das Startup aus München gestoßen. Während bei den meisten alternativen Lösungen wie ClickandBuy oder Paypal sehr viel Geld beim Vermittler hängenbleibt, gibt es bei LaterPay eine Art Puffer. Dort sammeln sich deine Kleinstbeträge bis du einen Minimalwert von 5 Euro erreicht hast. Erst dann musst du dich registrieren und deine Bezahlinformationen angeben. So berechnet LaterPay nicht jeden Kleinstbetrag und muss deshalb auch keine ultrahohen Gebühren abführen. LaterPay ist einfach, und du kannst auch mit Bankeinzug bezahlen, falls du keine Kreditkarte hast oder die Daten nicht angeben möchtest.

Zudem hat sich seit dem 1. Januar die Gesetzeslage in der EU so geändert, dass jeder, der elektronische Produkte über das Internet verkauft für jedes einzelne EU-Mitgliedsland die Steuer separat ausweisen muss. Hier eine eigene Bezahllösung zu programmieren, würde mehr Kosten verursachen, als sie einer Seite von unserer Größe jemals einbringt. LaterPay ist also beuqem für mich als Seitenbetreiber und auch bequem für dich als Leser, weil du zunächst die Beiträge einfach mit einem Klick freischalten kannst. Bezahlen musst du erst, wenn du die 5 Euro erreichst (oder etwas kaufst, das mehr als 5 Euro kostet).

Ebenfalls für LaterPay spricht, dass die Lösung aus Deutschland (München) stammt. Details zur neuen Bezahllösung, die hoffentlich bald auch von vielen weiteren Seiten eingeführt wird, findest du unter Laterpay.net

Wie sieht die Zukunft aus?

Viele Blogs wagen den Schritt von anzeigenfinanziertem Content zu Bezahlcontent nicht, weil sie Angst haben, dass dann die Besuche einbrechen und somit auch die Anzeigeneinnahmen. Aber genau das zeigt, dass klassische Anzeigen langfristig keine Lösung sein können, wenn du eine unabhängige Seite machen möchtest. Ob es klappt, werden wir vielleicht erst in ein paar Jahren sehen.

Wie die Zukunft von Android User aussieht, hängt also (auch) von dir ab! Es gibt aktuell noch kaum Seiten im Internet, die sich alleine über die Inhalte finanzieren können. Selbst bei den großen Verlagen machen die Online-Einnahmen nur einen Bruchteil des Geldes aus, das sie noch über die klassischen Print-Produkte einnehmen. Waren früher Neuigkeiten aus aller Welt noch viel Geld wert, sind sie heute praktisch wertlos, da sie massenhaft, sofort im Internet stehen. Mit redaktionellen Inhalten online Geld zu verdienen, ist also nur über speziellen Content möglich, der dem Leser auch ein paar Cent oder ein paar Euro wert ist. Und genau solche Inhalte möchten wir dir liefern. Also gebt uns Feedback, welche Artikel euch besonders gut gefallen, wo ihr die 79 Cent für übertrieben oder sogar für zu günstig haltet und zu welchen Themen ihr euch einen Artikel wünscht! E-Mails wie immer an redaktion@android-user.de

Und hier noch einmal zur Erinnerung unser Versprechen:

  • Keine gekauften Tests: Alle Artikel und Themen auf android-user.de wurden von den mitarbeitenden Redakteuren auf freiwilliger Basis ausgewählt. Wenn wir eine App, ein Smartphone oder egal was auch immer vorstellen, dann deshalb, weil wir das tun möchten und nicht weil wir dafür bezahlt wurden, eine bestimmte App oder ein bestimmtes Gerät zu testen.
  • Wir machen’s gratis: Allen App-Entwicklern bieten wir die Gelegenheit, ihre Apps selbst auf android-user.de vorzustellen. Dazu genügt eine Mail mit einem kurzen beschreibenden Text mit rund 400 Wörtern und 3-4 Screenshots sowie dem Link zur App bei Google Play an die Redaktion. Bitte sachlich bleiben und die eigene App nur beschreiben, nicht loben. Je sachlicher der Text geschrieben ist und je unbekannter der Entwickler und je besser die App, desto höher stehen die Chancen, dass wir eine App kurzfristig vorstellen. Die Entscheidung, ob ein Text veröffentlicht wird, liegt bei der Redaktion und lässt sich auch durch Bezahlung nicht beeinflussen (siehe ersten Punkt).
  • Wenn Anzeige mit Content, dann Advertorial: Wenn ein Kunde einen redaktionellen Beitrag bei android-user.de schalten möchte, dann kann er das als Advertorial tun. Ein Advertorial ist stets als solches gekennzeichnet und gibt stets die Meinung des Anzeigenkunden wieder, nicht die der Redaktion. Ein Advertorial kann niemals ein Testbericht sein.
  • Wo Test davor steht, ist auch ein Test drin: Nicht alle Artikel auf android-user.de sind Testberichte. Manche Apps schauen wir uns nur kurz an und stellen diese dann einfach vor. Auch bei einem Handy oder einem Accessoire kann es sein, dass wir es nur kurz in den Fingern hatten und einen ersten Eindruck veröffentlichen. Steht aber in einem Artikel etwas von „getestet“ oder „im Test“, dann haben wir uns mit der entsprechende Soft- oder Hardware auch tatsächlich intensiv auseinandergesetzt.
  • Vom Content leben, nicht von den Anzeigen: Die Macher von android-user.de setzen alles daran, um diese Seite langfristig über wertvolle Beiträge und möglichst viele Abonnenten zu finanzieren, nicht durch Anzeigen. Sobald sich die Seite über den Content alleine finanzieren kann, werden die Affiliate-Programme eingestellt und die Anzeigen drastisch reduziert oder komplett eingestellt.

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