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Kleine Tipps mit großer Wirkung

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In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks und Apps, die das Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-Gerät einfacher und angenehmer machen oder einfach nur cool sind.

Chrome: Browserverlauf löschen


Im Chrome-Browser können Sie entweder den kompletten Verlauf oder nur einzelne Einträge löschen. Öffnen Sie dazu das Menü, und tippen Sie auf Verlauf. Sie sehen dann alle Einträge des Verlaufs, die sich mit Hilfe des "x" am rechten Rand entfernen lassen. Oder Sie tippen unten auf Browserdaten löschen und entfernen damit nicht nur den gesamten Verlauf, sondern wahlweise auch den Cache, Cookies, Passwörter und Autofill-Daten. Sind Sie in gesundem Maße paranoid und wollen gar keine Spuren hinterlassen, können Sie den Chrome-Browser auch im Inkognito-Modus öffnen. Dabei arbeiten Sie mit Tabs, die nach dem Schließen keine Spuren hinterlassen. Lesezeichen sind über diesen Modus trotzdem weiterhin zugänglich. Sie werden allerdings feststellen, dass Sie sämtliche Passwörter jedesmal aufs Neue eingeben müssen.

Abbildung 1: Löschen Sie ab und an den Verlauf der von Ihnen besuchten Webseiten im Browser.
Abbildung 1: Löschen Sie ab und an den Verlauf der von Ihnen besuchten Webseiten im Browser.

Das Teilen-Menü nutzen


Es ist eine alte Gewohnheit: Man findet eine tolle Webseite und möchte sie Freunden empfehlen. Dazu tippt man auf die Adressleiste, markiert die URL, kopiert die Adresse in die Zwischenablage, öffnet das Programm, mit dem man die Empfehlung versenden will (E-Mail, Twitter, Facebook) und schickt die Nachricht ab. Viel zu kompliziert! Unter Android kann man Webseiten ganz einfach teilen, ohne die Zwischenablage bedienen zu müssen. Dazu tippt man einfach auf das oft übersehene Teilen-Symbol. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, das Ihnen verschiedene Apps und Möglichkeiten des Teilens vorschlägt. Sehen Sie das Symbol nicht, finden Sie den Eintrag Teilen mit einem Tipp auf die Menütaste.

Abbildung 2: Das Teilen-Menü öffnen Sie je nach Gerät über die Menü-Taste oder das Menü-Symbol.
Abbildung 2: Das Teilen-Menü öffnen Sie je nach Gerät über die Menü-Taste oder das Menü-Symbol.

Abbildung 3: Die Auswahl im Teilen-Menü hängt ganz von den auf Ihrem Handy installierten Apps ab.
Abbildung 3: Die Auswahl im Teilen-Menü hängt ganz von den auf Ihrem Handy installierten Apps ab.

Wörterbuch ergänzen


Die Autokorrektur ist eine feine Sache, doch nicht immer auf der Höhe der Zeit. Das Wort "Tablet" wird ständig zu "Tablett" umgewandelt, und das ist nur ein Beispiel von vielen, in denen die Autokorrektur ganz schön nerven kann. Aber Sie können pädagogisch eingreifen: Bringen Sie dem Wörterbuch Ihres Smartphones einfach neue Wörter bei!

Abbildung 4: Fügen Sie umgangssprachliche Begriffe zum Wörterbuch Ihres Handys hinzu.
Abbildung 4: Fügen Sie umgangssprachliche Begriffe zum Wörterbuch Ihres Handys hinzu.

Tippen Sie dazu auf das Wort, das die Korrekturfunktion des Smartphones als falsch markiert hat. Dann sehen Sie ein paar Vorschläge und unterhalb davon den Punkt Zum Wörterbuch hinzufügen. Ab sofort wird das Wort als korrekt erkannt und nicht mehr rot unterstrichen, geschweige denn von der Autokorrektur geändert. Selbstverständlich funktioniert das auch mit Eigennamen und sämtlichen Ausdrücken, die Sie im Alltag gerne verwenden.

Anrufe per SMS beantworten


Sind Sie auch verärgert, wenn Sie jemand einfach "wegdrückt". Wenn der Angerufene das Telefon nicht einfach weiterklingeln lässt, sondern Sie nach zwei, drei Freizeichen direkt auf dem Anrufbeantworter landen? Damit Sie selber nicht unhöflich wirken, können Sie dem Anrufer direkt nach dem Wegdrücken eine Nachricht mit einer kurzen Erklärung zukommen lassen, warum Sie momentan kurz angebunden sind.

Abbildung 5: Per Wisch nach oben lehnen Sie das Gespräch ab und schicken eine SMS hinterher.
Abbildung 5: Per Wisch nach oben lehnen Sie das Gespräch ab und schicken eine SMS hinterher.

Abbildung 6: Als Antworten stehen Ihnen eine Reihe von vorformulierten Nachrichten zur Verfügung.
Abbildung 6: Als Antworten stehen Ihnen eine Reihe von vorformulierten Nachrichten zur Verfügung.

Jedes Android-Smartphone hat dazu in den Anrufeinstellungen – die Sie nur direkt über die Telefon-App erreichen – ein paar vorformulierte Nachrichten parat. Damit die Nachrichten nicht zu monoton klingen und zur augenblicklichen Situation passen, können Sie auch eigene SMS-Antworten verfassen.

Apps aus dem Amazon App-Shop


Googles Play Store ist prall gefüllt mit allen Apps, die man sich nur wünschen kann: Wer eine bestimmte App sucht, wird hier fündig. Neben dem Play Store gibt es jedoch alternative App-Stores für Android. Der Amazon App-Shop ist der größte unter ihnen, was viele Android-Nutzer ohne Kindle-Tablet gerne übersehen. Die dafür nötige App finden Sie zwar nicht im Play Store, aber wenn Sie in den Einstellungen die Installation von Apps von Drittanbietern zulassen (Einstellungen | Sicherheit | Unbekannte Herkunft) und den Amazon App-Shop herunterladen [1], dann ist er ganz schnell auch auf Ihrem Android-Gerät verfügbar. Das Besondere: Hier gibt es jeden Tag eine Gratis-App, und diese ist oft besonders gut, bekannt oder beliebt. Die Apps sind mit Ihrem Amazon-Konto verbunden und gehen selbstverständlich nicht verloren, wenn Sie auf ein neues Android-Gerät umsteigen. Probieren Sie es aus, es lohnt sich!

Abbildung 7: Der Amazon App-Shop bietet jeden Tag eine normalerweise kostenpflichtige App gratis an.
Abbildung 7: Der Amazon App-Shop bietet jeden Tag eine normalerweise kostenpflichtige App gratis an.

Günstige Games mit dem Humble Bundle


Ähnlich wie im Amazon App-Shop, können Sie auch über die Humble-Bundle-App [2] Spiele beziehen. Dabei handelt es sich aber nicht um einen zusätzlichen App Store, sondern eher um eine Möglichkeit, an die berühmten Humble-Bundle-Deals [3] zu gelangen. Die Bundles enthalten bekannte Sammlungen hochwertiger Spiele, die Sie zu einem guten Preis bekommen, den Sie sogar selbst bestimmen dürfen. Haben Sie sich dort einen Account angelegt, können Sie die Apps jederzeit wieder herunterladen. Das Tolle: Die Humble-Bundle-App ist im Google Play Store kostenlos verfügbar und muss nicht erst umständlich über eine Webseite geladen werden.

Abbildung 8: Nach dem Kauf mehrerer Humble Bundles besitzen Sie eine stolze Spielesammlung.
Abbildung 8: Nach dem Kauf mehrerer Humble Bundles besitzen Sie eine stolze Spielesammlung.

Daten per DropSpace zu Dropbox schicken


Dropbox ist eine tolle App, mit der Ihre wichtigsten Daten immer griffbereit sind. Besonders hilfreich ist die automatische Upload-Funktion von Fotos. Damit müssen Sie nicht mehr daran denken, Ihre Handyfotos zu sichern – das geschieht automatisch im Hintergrund. Alles andere auf dem Android-Gerät lässt sich per Dropbox nur dann sichern, wenn man Hand anlegt und die Dateien allesamt in den Dropbox-Ordner verschiebt – ganz schön mühsam. Viel einfacher geht das mit der App DropSpace [4], die in der Dropbox ein eigenes Verzeichnis erstellt und dort alle Dateien aus ausgewählten Verzeichnissen automatisch sichert.

Abbildung 9: DropSync lädt automatisch Inhalte von Ihrer SD-Speicherkarte zu Dropbox hoch.
Abbildung 9: DropSync lädt automatisch Inhalte von Ihrer SD-Speicherkarte zu Dropbox hoch.

So kopieren Sie Dokumente, Fotos und vieles mehr in Ihre Dropbox. Zwei Dinge sollten Sie aber beachten: Zum einen sichert die App im aktuellen Zustand lediglich Daten von der SD-Karte. Zum anderen handelt es sich um eine Ein-Wege-Synchronisation: Die Daten von der SD-Karte werden daher nur auf Ihr Dropbox-Konto kopiert. Ändern Sie dort etwas an den Dateien, dann landen die Änderungen – nicht wie vom PC gewohnt – auf Ihrem Handy. Davon abgesehen, ist DropSpace ein zuverlässiges Werkzeug, um Dateien bequem per Dropbox zu sichern.

SMS aus Hangouts entfernen


Google weiß nicht so genau, wohin der Weg von Hangouts führt. Einst als Ersatz von Google Talk gedacht, war die App bisher nur ein Chat-Ersatz für WhatsApp-Verweigerer. Doch ein Update der Anwendung hat jüngst die Funktionen von Hangouts mit dem Senden von SMS verknüpft. Prima Sache eigentlich, doch nun kann man bei einem schnellen Blick auf die Statusleiste nicht mehr erkennen, ob man eine Nachricht über Hangouts oder eine SMS erhalten hat, wenn das Telefon gesperrt ist.

Abbildung 10: Die Integration von SMS in die Hangouts-App lässt sich auch wieder abstellen.
Abbildung 10: Die Integration von SMS in die Hangouts-App lässt sich auch wieder abstellen.

Wenn Sie das zu sehr stört, dann können Sie die Verknüpfung mit der SMS-Funktion wieder aufheben. Öffnen Sie dazu einfach die Hangouts-App, und tippen Sie auf Einstellungen. Dort klicken Sie auf den Unterpunkt SMS und entfernen den Haken bei SMS aktivieren. Ihre SMS finden Sie danach – wie gewohnt – lediglich in der normalen SMS-App Ihres Handys.

Alarm abstellen (KitKat)


Kennen Sie das: Sie stellen den Wecker auf Ihre übliche Aufstehzeit um sieben Uhr, wachen aber bereits aus purer Gewohnheit fünf Minuten vorher auf. Da Sie nun nicht wollen, dass der Wecker andauernd läutet, während Sie unter der Dusche stehen, öffnen Sie die Uhr-App und deaktivieren den Wecker – mit der Folge, dass Sie am nächsten Morgen verschlafen.

Abbildung 11: Das Ausschalten des Alarms funktioniert nur bei Weckfunktionen, die innerhalb der nächsten 60 Minuten fällig werden.
Abbildung 11: Das Ausschalten des Alarms funktioniert nur bei Weckfunktionen, die innerhalb der nächsten 60 Minuten fällig werden.

Es geht unter Android 4.4 "KitKat" nun aber auch schneller, einfacher und ohne Verschlafen: In der aktuellen Android-Version können Sie jeden Alarm, der in weniger als einer Stunde droht, über die Benachrichtigungsleiste deaktivieren. Unter dem Hinweis Anstehender Alarm befindet sich der Punkt Jetzt schließen, mit dem Sie den Alarm vor seiner Fälligkeit ausschalten, ohne dafür extra in die App gehen zu müssen. Praktisch!

Detaillierte Prozess-Infos (KitKat)


Viele Android-User sind sehr daran interessiert, Apps und deren Prozesse zu verstehen und zu optimieren. Das hat durchaus sein Gutes, denn schließlich ist das Eingreifen des Benutzers in diesem Maße nur bei Android-Geräten möglich. Wer es etwas genauer wissen will, der kann seit KitKat nun in den Prozessstatistiken der Entwickleroptionen genau sehen, welche Apps über welchen Zeitraum wie aktiv waren. Die neuen Prozessstatistiken unterscheiden zwischen Apps im Hintergrund, solchen im Vordergrund und Apps im Cache. Über das Menü wählen Sie die entsprechende Statistik aus.

Abbildung 12: Facebook wurde kaum geöffnet, und trotzdem steht die App an erster Stelle?
Abbildung 12: Facebook wurde kaum geöffnet, und trotzdem steht die App an erster Stelle?

Allein dieser Einblick ist für den Otto-Normal-Benutzer schon sehr interessant. So führen die Prozessstatistiken zum Beispiel sehr deutlich vor Augen, dass Facebook ziemlich viel Aktivität verursacht, ohne dass die App auf dem Handy häufig benutzt wurde – die Akkulaufzeit wird aufgrund dieser Hintergrundtätigkeit von Facebook nicht länger werden. Leider lässt sich die Dauer der Statistik nicht auf mehr als einen Tag ausweiten, für einen erhellenden Blick in die Prozessoraktivitäten reicht das aber allemal.


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