Start Im Test Im Test: Monster Maker – Experimente und Forschung von Kosmos

Im Test: Monster Maker – Experimente und Forschung von Kosmos

169
0
Monster Maker Icon | Android-User.de

Während wir früher noch mit Bauklötzen und Lego gespielt haben, sind heute viele Spielzeuge digitalisiert worden. Aber man muss die Digitalisierung ja nicht gleich verteufeln, sondern kann sie erst einmal ausprobieren und später gegebenenfalls unter den Weihnachtsbaum legen. Wir haben für unseren heutigen Test freundlicherweise den Monster Maker – Experimente und Forschungskasten von Kosmos zur Verfügung gestellt bekommen. Wie und ob er unsere Kinder begeistert liest du im nachfolgenden Testbericht.

Unboxing des Monster Maker

Auf dem Kasten sind diverse kleine, freundlich dreinschauende Monster abgebildet. Inliegend befinden sich, fest umhüllt durch Schaumstoff, drei sogenannte Sensor-Pods für Temperatur, Sound und Licht, eine Basisstation und eine in Postergröße gehaltene Bedienungsanleitung.

Monster Maker 1 | Android-User
Der Monster Maker wird mit drei Sensor Pods sowie einer Basisstation geliefert.

Aussehen der Monster Maker Pods sowie der Basisstation

Die Monster Maker Sensor-Pods haben ein wenig die Form wie ein Jojo. Auf der Unterseite befindet sich eine schwarze, glatte Fläche als Standfuß. Um den weißen Körper des Pods läuft eine LED-Beleuchtung, welche in den Farben des Pods leuchtet. Hier befindet sich auch bei jedem Pod das Batteriefach. Auf der Oberseite liegt der schwarze Lautsprecher sowie mittig ein farbiger Punkt. Blau steht für Sound/Schall, Rot für Temperatur und Gelb ist der Licht-Sensor.

Monster Maker 2 | Android-User.de
Es sind verschiedene Pods für Temperatur, Licht und Lautstärke vorhanden.

Die Monster Maker Basisstation steht futuristisch auf drei Beinen. Die Unterseite ist schwarz und beherbergt das Batteriefach. Die Oberseit ist in weiß gehalten; in der Mitte befindet sich eine schwarze Vertiefung für die Pods. Weiterhin gibt es an der Basisstation noch einen Schalter.

Monster Maker 3 | Android-User.de
Die Basisstation sieht aus wie ein Raumschiff.
Monster Maker 4 | Android-User.de
In die Vertiefung werden die Sensor Pods eingesetzt.

Monster Maker – So startest du durch

Die Bedienungsanleitung auf dem Poster startet mit der “Willkommen”-Seite. Bei allen Sensoren und auch bei der Basisstation löst du zuerst die Schrauben der Batteriefächer. Es müssen in alle Pods und in die Basisstation jeweils 2 AAA Batterien eingesetzt werden. Diese sind nicht im Lieferumfang enthalten.

Monster Maker 5 | Android-User.de
Pods und Basis benötigen je 2 AAA-Batterien.

Monster Maker – Inbetriebnahme deines Labors

Bei Monster Maker bist du an Bord der Calypso II, einem Raumschiff. Dort arbeitest du als “BioFormer” in einem High-Tec-Labor.

Zuerst lädst du die App “Monster Maker Kosmos” aus dem Play Store herunter. Anschließend schaltest du die Basisstation mit einem Klick auf den Schalter ein. Die LED über dem Schalter zeigt an, dass die Basisstation aktiviert ist.

Monster Maker 6 | Android-User.de
Per Klick auf den Schalter zeigt die LED, dass die Basisstation aktiviert ist.

Nun aktivierst du Bluetooth sowie Standort auf deinem Smartphone und verbindest die Basistation. Dies gelingt laut Poster automatisch, sobald du die Monster Maker-App öffnest. Die LED leuchtet bei einer erfolgreichen Verbindung blau. Leuchtet die LED grün besteht keine Verbindung. Dass zum Bluetooth auch der Standort aktiviert sein muss ist auf dem Poster leider nicht beschrieben. Da wir in der Vergangenheit aber schon etwas Erfahrung mit Gadgets gesammelt haben, hatten wir das schnell raus.

Monster Maker 10 | Android-User.de
Um eine Verbindung herzustellen muss Bluetooth sowie der Standort aktiviert sein.

In der App hast du die Möglichkeit einen Story Modus und einen Mess Modus zu spielen.
In den Einstellungen oben rechts änderst du die Sprache (Deutsch/Englisch), die Temperatureinheit (Cesius/Fahrenheit), schaltest die Musik und die Geräusche ein- oder aus und siehst auch, welche Pods aktiv sind. Die Pods können dann hier in der App auch wieder deaktiviert werden

Monster Maker 7 | Android-User.de
Es kann ein Story Modus oder ein Mess Modus gespielt werden.

Das Monster Maker Spiel

Bei Monster Maker dreht sich alles um Monster. Diese erschaffst du mit Hilfe der Sensor Pods selbst. Du benötigst als allererstes ein Monster-Ei. Auf dieses überträgst du die Sensor-Werte. Jeder einzelne der Werte beeinflusst später, wie dein Monster aussieht.

Es gibt jedoch unterschiedliche Monster-Grundtypen. Jede Ei-Farbe steht dabei für einen anderen Grundtyp. Um ein Monster zu erschaffen wirst du aufgefordert, mit den verschiedenen Sensor-Pods einen Wert zu messen. Um zu messen drückst du einmal kurz den Knopf auf einem Sensor-Pod. Ein kurzer Countdown beginnt und das Licht am Sensor blinkt gelb. Während der Messung blinkt das Licht grün. Sobald das Licht nicht mehr blinkt ist die Messung beendet. Um den gemessenen Wert an deine App zu übertragen legst du den Pod einfach in die Basisstation

Welche Werte werden bei Monster Maker übertragen?

Im Spiel wird immer ein einzelner Wert übertragen. Es ist immer der maximale Wert, welcher bei einer Messung übertragen wird. Willst du also die Stille messen, musst du während der Messung für absolute Ruhe sorgen. Kommt nur ein lauter Ton dazwischen wird dieser als Maximal-Wert an die App übertragen. Auch beim Lichtsensor verhält es sich ähnlich. Der “hellste” Wert wird übertragen. Beim Temperatur-Sensor wird dagegen nur der Durchschnittswert übertragen.

Monster Maker 8 | Android-User.de
Die Pods sind in der App registriert.

Story Modus der Monster Maker App

Nachdem du auf den Story Modus der Monster Maker App geklickt hast, wählst du ein neues Profil aus. Ein Tutorial erklärt dir die Welt von Sensoria. Du als BioFormer und besiedelst Welten neu, die ihre Energie verloren haben. Hilfe bekommst du dabei von deinen Monstern. Ein kleiner Bord-Droide erklärt dir die Bedienung des Raumschiffs. Du bekommst erklärt, dass dir die Sektor-Karte alle unbewohnten Inseln von Sensoria anzeigt. Um sie zu besiedeln züchtest du dein 1. Senso-Monster. Du gehst dazu in den Influxator. Dort warten zwei Monster-Eier auf dich. Eines wird ausgewählt. Du prägst es, indem du es mit Werten füllst.

Monster Maker 9 | Android-User.de
In Sensoria sind alle Planeten verwahrlost.

Die Werte misst du, indem du einmal kurz auf den Button des Sensor-Pods drückst. Der Lichtring leuchtet 3x kurz gelb auf, danach leuchtet er 5x grün auf und sobald er aufhört zu leuchten ist die Messung beendet. Du setzt den Pod auf die Basisstation, um den Wert zu übertragen. Er findet sich dann in der App wieder. Per Klick auf das Schloss-Symbol prägst du dein Ei mit den Werten.

Monster Maker 12 | Android-User.de
Du prägst dein Ei mit den gemessenen Werten.
Monster Maker 13 | Android-User.de
Alle Werte werden in die Brutkammer transportiert.

Auf dem Bildschirm ist das Ei abgebildet sowie die drei Sensorpods. Diese Pods schiebst/hältst du direkt an das Ei heran. Ein Regler “füllt” das Ei mit den Werten. Nun wird das Ei in die Brutkammer mit der Brutmaschine transportiert. Die Brutmaschine muss jedoch zuerst auf das Ei kalibriert werden. Dazu müssen die Sensor-Pods mit den gleichen Werten gefüllt werden, welche vorher beim Prägen gefunden wurden. Mit dem Holopad werden alle deine verwendeten Werte angezeigt.

Monster Maker 14 | Android-User.de
In der Brutmaschine werden die Werte mit dem Ei kalibriert.

Nun sollst du versuchen, alle Werten noch einmal zu messen. Die Werte werden verglichen. Als nächstes kommt ein kleines Spiel, um den Wert auszugleichen, der nicht perfekt mit der vorherigen Messung übereinstimmt. Du musst mit dem Sensor-Pod auf dem Display losrollen und dabei per Fingertipp versuchen den Blitzen auszuweichen sowie die Lautstärke-Buttons einzusammeln.

Monster Maker 15 | Android-User.de
Stimmt ein Wert nicht überein muss dieser anhand eines Spiels angepasst werden.

Sind die Werte auf das Ei übertragen beginnt das Ei zu brechen und das Monster schlüpft. Mit einem sanften Tippen auf die Ei-Schale hilfst du dem Monster beim Schlüpfen. Das Monster erscheint. Es hat braunes Fell, eine Lampe auf der Stirn sowie zwei große Eckzähne. Fell und Augenfarbe des Monsters können nun angepasst werden. Danach klickst du auf den Bestätigen-Button, um einen Namen zu vergeben.

Monster Maker 16 | Android-User.de
Das Monster schlüpft.
Monster Maker 17 | Android-User.de
Das Monster ist auf der Welt.
Monster Maker 18 | Android-User.de
Du passt Monster an.

Zu guter Letzt setzt du das Monster in eine Transportkapsel, um es auf einer der vielen unbewohnten Inseln zu fliegen. Dort setzt du es aus und das Monster beginnt einen Teil der Insel nach seinen Vorlieben zu formen. Bäume erscheinen und erste Früchte wachsen. Das Leben zieht auf die Insel. Es besteht die Möglichkeit, erzeugte Monster mittels 3D-Drucker greifbar zu machen.

Monster Maker 19 | Android-User.de
Das Monster wird mit einer Transportkapsel auf die unbewohnte Insel geschickt.

Das Monster ist noch alleine und wünscht sich einen Freund. Du besitzt noch ein Zufalls-Ei, welches du ausbrütest. Anschließend zieht das Monster ebenfalls auf die Insel zu dem vorherigen Monster. Die beiden Monster müssen nun mit Früchten gefüttert werden. In den Blasen wird angezeigt, welche und wie viele Früchte ein Monster möchte.

Monster Maker 21 | Android-User.de
Die beiden Monster haben Hunger.

Sind die beiden Monster satt schenken sie dir ein neues Monster-Ei. Auf jeder Inselseite wächst immer eine Frucht. Anhand des Balkens rund um die Frucht kannst du sehen wann diese reif ist. Auch das Streicheln eines Monsters setzt Energie frei, um die Früchte schneller reifen zu lassen. Auf der rechten Bildschirmseite erscheinen Symbole, mit denen du das Monster streichelst, es fütterst, eine Steckbrief liest oder ein Bild erstellst. Während des Streichelns schnurrt das Monster und Herzen steigen in die Luft.

Monster Maker 22 | Android-User.de
Das Monster schnurrt wenn es gestreichelt wird.
Monster Maker 23 | Android-User.de
Sind alle Monster auf der Insel satt legen sie ein neues Monster-Ei.

Einige Früchte müssen erst im Labor im Fruchtgenerator erstellt werden. Hierbei hilft wieder das Holopad und die Sensor-Pods.

Monster Maker 24 | Android-User.de
Im Fruchtgenerator werden Früchte erstellt.

Um eine Frucht zu generieren müssen bestimmte Werte, welche in der App angezeigt werden, mit den Sensor-Pods gemessen werden. Je besser die Werte, desto mehr Früchte erhältst du. Allerdings werden für jede Frucht verschiedene Werte benötigt. Für einen Wert war eine Temperatur von 70 Grad gefordert, welche ich, geschweige denn ein Kind, so einfach nicht messen kann. Ist eine Temperatur von -9 Grad gefordert kann diese eventuell im Winter draussen, sonst jedoch nur in einer Kühltruhe gemessen werden. Jedoch geht eine Messung immer nur ein paar Sekunden, sodass dieser Wert über die Sensoren nicht erreicht wurde.

Monster Maker 25 | Android-User.de
Generierte Früchte werden eingesammelt.
Monster Maker 26 | Android-User.de
Die Monster haben ein Ei gelegt.

Mess-Modus der Monster Maker App

Im Mess-Modus kannst du einen einzigen Wert messen, eine Langzeitmessung und eine Live-Messung durchführen. Somit können verschiedene Werte über längere Zeit beobachtet und verglichen werden, was es gerade für ältere Kinder interessant macht.

Einen Wert messen: Dies funktioniert genauso, wie du es aus dem Story Modus kennst. Du drückst einmalig auf den Sensor, wartest den Countdown ab (gelb blinkendes Licht) und führst die Messung durch. Danach überträgst du den Wert über die Basistation an die App.

Die Langzeitmessung: Damit misst du viele Werte über einen längeren Zeitraum. Du drückst den Sensorknopf drei Sekunden und nach dem Countdown startet die Langzeitmessung. Die Messung geht solange, bis der Speicher des Sensors voll ist oder bis du die Messung mit einem Druck auf den Button beendest. Das Übertragen der Werte dauert dann etwas länger, da es sich ja um mehrere Werte handelt.

Die Live-Messung: Für eine Live-Messung muss sich der Sensor in der Basisstation befinden. Du startest die Messung, indem du den Sensorknopf zweimal schnell hintereinander betätigst. Während der Live-Messung siehst du in der App den Fortschritt. Um die Live-Messung zu beenden klickst du erneut auf den Sensorknopf.

Monster Maker 11 | Android-User.de
Im Mess-Modus können diverse Langzeitmessungen gemacht werden.

Die Daten des Mess-Modus können exportiert und auf deinem Smartphone gespeichert werden.

Monster Maker 20 | Android-User.de
Die Daten aus dem Mess-Modus können gespeichert werden.

Die LEDs des Monster Makers und deren Bedeutung

LED des Sensor-Pods:

  • Gelb blinkend: Countdown bevor die Messung beginnt
  • Grün blinkend: Eine Messung wird durchgeführt
  • Rot leuchtend: Batterien müssen ausgetauscht werden
  • Rot blinkend: Sensor wurde während einer Live-Messung nicht rechtzeitig in die Basisstation gelegt oder zu früh herausgenommen

LED der Basisstation

  • LED leuchtet grün: Betriebsbereit
  • LED blinkt grün: keine Bluetooth-Verbindung zwischen Basisstation und App
  • LED leuchtet blau: Bluetooth-Verbindung besteht
  • LED blinkt blau: Messwerte werden übertragen
  • LED blinkt rot: Batterien müssen ausgetauscht werden

Fazit des Monster Makers

Die Idee hinter Monster Maker, mit Hilfe von verschiedenen Sensor-Messungen Monster zu züchten, ist interessant und bringt mit Spaß Maßeinheiten näher. Die Geschichte, welche in der App erzählt wird, ist ein wenig langatmig, sodass ältere Kinder hier schnell die Geduld verlieren. Ebenfalls wird jede Erklärung mehrmals wiederholt und kann auch nicht übersprungen werden. Laut Hersteller ist dies so gewollt, damit auch Kinder, welche ungeübt sind im Umgang mit Smartphone und Tablet alles verstehen. Kinder, welche hier schon geübter sind, können per Klick auf den Bildschirm des Bord-Droiden die Texte schneller „lesen“ lassen.

Weiterhin finde ich es schade, dass bei jedem Pod und bei der Basisstation 2 AAA-Batterien benötigt werden. Sobald du das Spiel längere Zeit nicht nutzt, müssen die Batterien entnommen werden, da sie sich sonst entladen. Hier wären fest verbaute Akkus schöner, welche dann zum Beispiel in der Basis aufgeladen werden könnten.

Für die Nutzung der AAA-Batterien sprechen laut Hersteller verschiedene Gründe: Li.-Ion.-Akkus werfen mit Blick auf die Spielzeugrichtlinie Sicherheitsfragen auf. Viele Nutzer hätten zudem durch schon vorhandene batteriebetriebene Spielzeuge Standard-Akkus (AA/AAA) sowie entsprechende Ladegeräte im Haus. Auch hätten integrierte Akkus das Produkt teurer gemacht. Das Verschrauben der Batteriefächer dient lediglich der Sicherheit und ist von Spielzeugherstellern so gefordert.

Um neue Monster-Eier zu erstellen müssen die Monster mit verschiedenen Früchten gefüttert werden. Früchte, welche sich noch nicht in deinem Inventar befinden, müssen zuerst mit Hilfe der Sensor-Pods generiert werden. Was es hier, gerade für Kinder, ein wenig schwierig macht, ist die geforderten Temperaturen von teils 70 Grad oder -9 Grad zu messen. Kann man die Minustemperaturen noch im Tiefkühlfach des Kühlschranks messen, benötigt ein Kinder bei der Messung von 70 Grad unbedingt die Hilfe eines Elternteils, wenn es wie im Tutorial empfohlen einen Fön zum Erhitzen nutzt.

Der Monster Maker Experimente und Forschung von Kosmos ist zum Preis von 99,95 Euro bei Amazon erhältlich.