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Im Test: INSTAR Innenkamera IN-8015 Full HD

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Vor kurzem hatten wir schon einmal über die INSTAR IN-9008 Full HD Außenkamera berichtet. Diese hat in unserem Test bei der Überwachung des Außenbereichs sehr gut abgeschnitten. Nun haben wir noch die INSTAR IN-8015 Full HD für den Innenbereich ausprobiert. Wie sie abgeschnitten hat lest ihr in unserem heutigen Testbericht.

Unboxing

Die INSTAR IN-8015 wird in einem weißen, rechteckigen Karton geliefert. Auf dem Karton sind alle Funktionen und kompatiblen Plattformen aufgezählt. Im Karton befinden sich die Kamera INSTAR IN-8015, ein Handbuch mit Bedienungsanleitung, eine Wandhalterung, Schrauben und Dübel für die Montage, eine Bohrschablone, ein Objektiv-Justage-Ring, Netzteil mit 3 m langem Kabel, LAN-Kabel, WLAN-Antenne sowie eine 16 GB MicroSD-Karte (schon eingesetzt).

Die INSTAR IN-8015 Full HD wird mit Montagezubehör, WLAN-Antenne und Netzteil geliefert.

Spezifikationen

Die 368g leichte und 12,4 x 11 x 11 cm große INSTAR IN-8015 hat einen Panasonic Full HD WDR Bildsensor (1920x1080p) mit einem 90 Grad Weitwinkelobjektiv. Ein integrierter PIR Wärmesensor plus Mikrofon und Lautsprecher. Die Videokodierung erfolgt in h.264/MPEG-4 AVC (Level 3)/MJPEG. 10 x 850 nm Infrarot-LEDs mit 5-10m effektiver Reichweite machen die Nachtsicht-Überwachung möglich. Sie unterstützt HTTPS- und FTPS-Verschlüsselung mit Speicherkarten bis zu maximal 128 GB. Die Kamera ist von -5°C bis 55°C nutzbar.

Aussehen

Die in mattweiß gehaltene IN-8015 besteht aus einem Standfuss mit einem dreh- und schwenkbaren Kopf. Auf der Vorderseite befindet sich die Kameralinse, welche umgeben ist von den 10 Infrarot-LEDs für die Nachtsicht sowie dem Dämmerungsschalter. Unterhalb der Kameralinse ist der PIR-Wärmesensor/Bewegungserkennungssensor.

Auf der Vorderseite befindet sich die Kamera-Linse mit den Nachtsicht-LEDs und dem Bewegungssensor.

An der Rückseite des Standfusses sind die Lautsprecher angebracht. In der Draufsicht rechts ist der MicroSD-Karten-Slot. Das Mikrofon ist vorne mittig angebracht und als kleines Loch erkennbar. Auf der Rückseite sind der Anschluss für den Netzadapter (5V/1.5 A), der WPS/RST Reset Knopf, Alarm IN/OUT für den Anschluss externer Alarmsensoren, Anschluss für die WLAN-Antenne, Anschluss für das LAN-Kabel, Audioanschluss für externe Kopfhörer oder Boxen sowie die Status-LED (leuchtet blau oder rot) untergebracht. Auf der Unterseite ist noch das Stativ-Gewinde für die mitgelieferte Halterung zu finden sowie ein Aufkleber mit Barcode und der Seriennummer.

Die Kamera lässt sich nach allen Richtungen drehen und schwenken.
Auf der Rückseite findest du die Anschlüsse.

Aufbau und Installation

Da wir schon einmal die INSTAR IN-9008 Außenkamera installiert haben, befindet sich die INSTAR-Vision App sowie das INSTAR Camera Tool noch auf unserem Smartphone bzw. PC.

Für die Erstinstallation einer Kamera müssen diese einfach über den obigen Link heruntergeladen werden. Die Installation einer INSTAR-Kamera erfolgt immer über die Weboberfläche und den dortigen Einrichtungsassistent. Die App ist dafür nicht vorgesehen.

Über das Kamera-Tool und den Einrichtungsassistent wählen wir zuerst die Sprache und dann die Option Innenkamera. Nun suchen wir unsere IN-8015 heraus. Der Installationsplan wird geladen. Es wird noch einmal angezeigt, wo sich alle Ein- und Ausgänge befinden. Die Kamera kann per LAN-Kabel, oder über den Router mittels WPS Taste in dein Netzwerk aufgenommen werden. Da wir keinen Router mit WPS Taste haben binden wir die Kamera mittels LAN-Kabel in unser bestehendes Netzwerk ein. Alle für die Installation benötigten Kabel, Antenne und Kamera werden angezeigt. Die WLAN-Antenne benötigst du dabei nur, sofern du deine Kamera später per WLAN nutzen möchtest (dies geschieht am Ende des Einrichtungsassistenten).

Über den Einrichtungsassistenten verbindest du deine Kamera mit dem heimischen WLAN-Netzwerk.
Der Einrichtungsassistent zeigt alle benötigten Materialien für die Einrichtung.

Danach verbindest du das LAN-Kabel mit deinem Router und der Kamera. Und die Kamera wiederum über das Netzteil mit einer Steckdose. Danach lädst du dir das, falls noch nicht vorhandene, Instar Kamera Tool für deinen Rechner (Windows, Mac OS, Linux) herunter. Du startest nach dem Download das Kamera-Tool und klickst auf den Suchen-Button in der angezeigten Maske. Das Kamera-Tool findet deine mit dem LAN- sowie Stromkabel verbundene Kamera. Du klickst darauf und gibst den im Handbuch angezeigten Benutzernamen sowie das Passwort ein (default admin:instar).

Über den Suche-Button wird die mit dem LAN-Kabel und dem Router verbundene Kamera erkannt.
In 8 Schritten richtest du die Kamera ein.

Als Nächstes wird die Kamera eingerichtet. Dafür wählst du ein sicheres Passwort. Deine Kamera bekommt daraufhin eine IP-Adresse zugewiesen. Nun wählst du das WLAN-Netzwerk aus, in dem deine Kamera laufen soll und gibst das Passwort ein. Ein kurzer Test zeigt die erfolgreiche Verbindung. Weiterhin vergibst du der IN-8015 einen Namen und stellst die Zeitzone ein. Jetzt geht es ans Erkennen der Kamera über die App. Du wählst dein Betriebssystem aus und öffnest die App InstarVision auf deinem Smartphone.

Du wählst aus, welches Betriebssystem du hast und lädst die App herunter.

Um die Kamera deinem Smartphone hinzuzufügen, klickst du auf den Plus-Button am oberen Bildschirmrand. Dort wählst du die Option “neue IP-Kamera” und “hinzufügen mit QR-Code” aus. Nun scannst du den Code, welche auf dem Bildschirm des Einrichtungsassistenten angezeigt wird, mit der Smartphone-Kamera ab. Die Kamera wird erkannt. Die App zeigt ein Testbild, welches deine Kamera gerade aufnimmt. Du bestätigst die erkannte Kamera über die Diskette am oberen Bildschirmrand.

Per Scan des Barcodes wird die Kamera der App hinzugefügt.
Über den QR-Code wird die Kamera schnell erkannt.

Auf der Startseite der App findest du jetzt deine installierten Kameras. Über den PC geht es nun noch daran, die Einstellungen der Kamera anzugeben: Ob ein Alarm aktiviert werden, Alarmvideos auf der SD-Karte gespeichert und Push-Mitteilungen an die App oder per E-Mail gesendet werden sollen. Nachdem alle Angaben gemacht sind bist du am Ende der Einrichtung über den PC angelangt. Du kannst nun, soll die Kamera per WLAN betrieben werden, das LAN-Kabel entfernen. Dann klickst du auf “Wizard beenden”. Ein Countdown zählt die Zeit (120 Sekunden) herunter und die Kamera startet neu, um sich in das zuvor eingegebene WLAN einzuwählen.

Nachdem du das LAN-Kabel abgezogen hast klickst du auf Wizard beenden, um die Einrichtung abzuschließen.

Montage der Kamera

Die Kamera befindet sich in deinem vorher festgelegten WLAN. Die Stromversorgung sowie die Verbindung zu deinem Router müssen gegeben sein. Über die mitgelieferte Montagehalterung kann die Kamera senkrecht an einer Wand befestigt oder einfach auf ein Regal bzw. eine andere ebene Fläche gestellt werden.

Überwachung

Die Überwachung kann entweder über die App oder über das INSTAR Camera Tool erfolgen. Je nachdem, was du nutzt: Das Kamera-Bild wird sofort geladen.

Überwachung mittels App

Sofern du mehrere Kameras installiert hast, wird auf der Startseite der App das von jeder Kamera zuletzt aufgenommene Bild angezeigt. Per Klick auf das Übersichtsbild findet eine Synchronisation statt und du erhältst das Live-Bild. Dieses kann per Zoom-Geste vergrößert werden.

Auf der Startseite der App werden nun alle installierten Kameras angezeigt.

Die INSTAR IN-8015 kann in der App auf mehrere Arten gesteuert werden: Es ist eine Steuerung per Swipe oder per klassischer (Tasten-)Steuerung möglich. Die Umschaltung erfolgt über die Pfeil-Buttons am oberen Bildschirmrand. Des Weiteren können bei der IN-8015 noch verschiedene Positionen angegeben werden, welche die Kamera per Klick auf den P-Button ansteuert. Um die Positionen einzugeben fährst du die Kamera in Position und klickst dann auf das Ps-Icon in der App. Hier wird ein Positionsname vergeben und alle Eingaben mit OK gespeichert. Klickst du nun auf den P-Button und wählst eine der von dir eingegebenen Kamera-Positionen aus, wird diese automatisch angefahren.

Über das Ps-Icon legst du eigene Kamerapositionen fest.
Diese werden dann über den P-Button und die Auswahl automatisch angefahren.

Des Weiteren erstellst du mit einem Klick auf das Kamera-Icon einen Screenshot des aufgenommenen Bildes, gelangst über das Einstellungs-Icon zu den Kamera-Einstellungen, um den mobilen Modus zu aktivieren (d.h. pro Sekunde wird ein neues Bild aufgenommen und auf dein Smartphone geschickt. Dies belastet dein Datenvolumen weniger, als wenn eine Live-Übertragung stattfindet). Ebenfalls stellst du die Auflösung der Übertragung ein, wählst Helligkeit, Kontrast oder Sättigung. Über die Standardwerte werden die voreingestellten Werte der App wieder hergestellt. Des Weiteren kann das Bild gedreht, gespiegelt oder mit Zeitstempel versehen werden.

Bei schnellen Bewegungen gab es oftmals Verzögerungen.
In der Nachtsicht ist alles klar erkennbar.

Das Personen-Icon ist die Bewegungserkennung und leuchtet rot, sobald diese aktiv ist. Das Glühbirnen-Icon schaltet die Infrarot-LEDs manuell ein. Über den Mikrofon-Button kannst du mit überwachten Personen in Kontakt treten und der Lautsprecher-Button lässt dich alles hören, was im überwachten Raum gesprochen wird. Über das Smartphone-Icon aktivierst du die Push-Mitteilungen auf dein Smartphone. Das Ohr-Icon markiert den Audio-Alarm, das Icon mit dem Auge ist der PIR (Pyroelectric InfraRed – die Bewegungserkennung auf Infrarot/Temperaturbasis). Rot ist aktiviert, weiß deaktiviert. Das Kreis-Icon ist die Aufnahme-Funktion für das derzeitig übertragene Live-Bild.

Verschiedene Symbole steuern die Kamera.

Ebenfalls gibt es noch ein Icon (sieht aus wie eine Tür) welches das Relais am externen Alarm-Ausgang der Kamera öffnet oder schließt sowie ein An-/Aus I/O-Icon welches den externen Alarm-Eingang aktiviert (rot) oder deaktiviert (weiß).

Überwachung über das WebUI

Bei einer Bedienung der Kamera über das WebUI sind ebenfalls mehrere Einstellungsmöglichkeiten vorhanden. Das Netzwerk kann hier konfiguriert, Multimediaeinstellungen vorgenommen oder Overlays (Kameraname-/Zeitstempel) entfernt werden. Weiterhin können unter Privatsphäre Bereiche angegeben werden, die von der Kamera nicht überwacht werden sollen. Hier ist die Auswahl von vier Bereichen möglich. Die Kamera selbst wird hier über die Pfeil-Buttons am linken Bildschirmrand per Maus gesteuert.

Über den PC steuerst du die Kamera mit der Maus und einem Klick auf die Pfeil-Buttons. Auch über den PC können verschiedene Positionen eingegeben werden, welche dann automatisch angesteuert werden.
Du kannst Privatsphäre- und Alarm-Bereiche festlegen.

Weitere Features sind die E-Mail-Einstellungen, FTP, Steuerung der Nachtsichtlampen mit eingestellter Zeit, manuelle Angabe der Videolängen, Einsehen der SD-Karte, diese auszuwerfen oder zu formatieren. Unter Alarm verbergen sich die Alarm-Optionen (ob eine Nachricht gesendet, welche Bildqualität, wohin diese gespeichert werden, oder ob der PIR-Sensor aktiviert werden soll. Hier können ebenfalls vier Alarmbereiche mit Sensivität festgelegt sowie ein Alarmzeitplan angegeben werden).

Cloudsicherung der Kamera-Bilder

Ein weiterer Punkt in den Web-Einstellungen ist die Cloud. Diese kann, muss aber nicht, aktiviert werden. Die Cloud ist ein Zusatzdienst, welcher es dir ermöglicht, Videos in der INSTAR-Cloud zu speichern. Dieser Zusatzdienst ist allerdings kostenpflichtig. Alle Daten der Kamera unterliegen den deutschen Datenschutzrichtlinien. Die INSTAR-Server stehen in deutschen Rechenzentren. INSTAR bietet bei der Cloud mehrere Modelle an. 10 GB Datenvolumen in der Cloud können für 29,99 Euro pro Jahr gekauft werden. Ist das Jahr vorbei und du bist mit der Cloud zufrieden, hast du die Möglichkeit weiteren Speicher zu kaufen. Möchtest du den Cloud-Dienst nicht mehr weiter nutzen musst du gar nichts tun, denn dieser wird nicht automatisch verlängert oder muss gekündigt werden. Du erhältst nur das, was du auch gekauft hast. Die erstellten Aufnahmen können über den Browser aufgerufen und dort direkt abgespielt werden. Des Weiteren können sie einzeln oder als Pack heruntergeladen werden.

Warum Aufnahmen in der Cloud speichern? Alle Aufnahmen, die deine INSTAR Kamera erstellt, werden zunächst auf der in der Kamera befindlichen SD-Karte gespeichert. Sollte deine Kamera einmal entwendet werden, sind deine Aufnahmen auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Dies umgehst du mit dem Abo-Dienst INSTAR-Cloud, oder indem du deine Aufnahmen auf einer Festplatte in deinem Netzwerk per FTP ablegst. Mittels der Cloud kannst du allerdings von außerhalb deines Netzwerks auf bequeme Art und Weise deine gespeicherten Daten abrufen. Ein weiterer Vorteil der Cloud ist, dass dir deine Daten aufbereitet angezeigt werden und du sie besser verwalten kannst. Ein Zugriff auf dein FTP wäre hier weniger komfortabel.

Fazit

Die INSTAR IN-8015 Full HD ist eine einfach zu installierende Innenkamera. Die Installation ist hierbei, ebenso wie bei der IN-9008, sehr gut durch den Einrichtungsassistenten erklärt. Die IN-8015 bietet, wie auch die IN-9008, eine Speicherung der Bilder auf der internen SD-Karte bzw. per FTP auf einer Festplatte in deinem Netzwerk, oder über den INSTAR Cloud-Service.

Die Steuerung der Kamera am PC ist prima und funktioniert ohne Verzögerung. In der App allerdings ist die Steuerung der Kamera sehr hakelig. Dennoch können wir euch die neuen Kameras IN-8015 und IN-9008 von Instar wärmstens empfehlen.

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