Start Magazin Im Test: Arma Tactis THD für Tegra 3 und Tegra 4

Im Test: Arma Tactis THD für Tegra 3 und Tegra 4

Arma Tactis ist ein rundenbasiertes Nahkampfspiel, bei dem die richtige Strategie eine wichtige Rolle spielt. Wir haben den Tegra-Titel angespielt und sind begeistert!

Nach ein paar Startschwierigkeiten hat es Mitte Juni mit Version 1.1977 endlich geklappt: Arma Tactis [1] läuft stabil und absolut flüssig auf aktuellen Tablets und Smartphones mit Tegra-3/4-Prozessor [2]. Zum Glück, denn bei diesem Close-Combat-Strategiespiel können Sie wirklich jede Sekunde genießen. Die Grafik ist für mobile Geräte sehr gut und das Gameplay macht Spaß, egal ob Sie mit dem Finger auf dem Touchscreen herumwischen oder einen externen Controller benutzen. Dabei beträgt der Download lediglich 215 MByte.

Einfacher Start

Falls Sie mit dem Genre nicht vertraut sind: Bei Arma Tactis steuern Sie ein Team von drei oder mehr Soldaten in der Vogelperspektive. Die Soldaten haben einen Auftrag (in der Regel müssen andere Soldaten eliminiert werden) und können pro Runde eine gewisse Anzahl Schritte zurücklegen und/oder angreifen. Haben Sie Ihre Runde beendet, darf der Gegner sich bewegen und schießen. So dreht sich das Blatt, je nachdem, ob Sie gute Deckung für Ihre Söldner gefunden haben oder es dem Feind gelingt, Sie aus einem Hinterhalt anzugreifen. Denn lassen Sie einen Ihrer Männer auf freiem Feld stehen, dann bietet er eine optimale Zielscheibe für den Gegner.

Abbildung 1: Das sehr gut gemachte Tutorial "Boot Camp" führt Sie Schritt für Schritt in den strategischen Nahkampf ein.
Abbildung 1: Das sehr gut gemachte Tutorial "Boot Camp" führt Sie Schritt für Schritt in den strategischen Nahkampf ein.

Abbildung 2: Zu Beginn müssen Sie sich mit den vorhandenen Waffen abfinden. Später kommen deutlich mehr Items hinzu.
Abbildung 2: Zu Beginn müssen Sie sich mit den vorhandenen Waffen abfinden. Später kommen deutlich mehr Items hinzu.

All dies lernen Sie bei Arma Tactis im ersten Tutorial ohne Zeitdruck. Sie werden also nicht wie bei anderen Spielern gleich abgeschossen, wenn Sie einen Fehler begehen, sondern haben praktisch alle Zeit der Welt, um sich in der Spielwelt umzuschauen und die Grundlagen des Nahkampfes zu erlernen. Ebenfalls im Tutorial erfahren Sie, wie Sie einen verwundeten Kollegen heilen und in Kisten nach Waffen, Medipacks und anderen Items Ausschau halten.

Ab in den Kampf

Nach dem Boot-Camp-Tutorial beginnt gleich Ihre erste Mission. Sie sollen einen bösen Terroristen namens Ibrahim Soltani dingfest machen, doch dabei geht alles in die Hose. Sie landen in einem Hinterhalt und Ihr Team wird erpresst. Wie es dazu kam, erfahren Sie erst, wenn Sie die Mission durchgespielt und Derek Masters befreit haben. Bereits in dieser Mission wächst Ihr Team auf drei Kämpfer und es kommen neue Waffen hinzu. Wir hatten in den Tests viel Spaß mit dem Werfen von Handgranaten. Die grafischen Effekte beim Aufprall sind einfach cool. Nehmen Sie sich vor der Mission etwas Zeit, um Ihr Team passend auszurüsten.

Abbildung 3: Achten Sie darauf, Soldaten mit Medipacks und Handgranaten in Ihrem Team zu haben.
Abbildung 3: Achten Sie darauf, Soldaten mit Medipacks und Handgranaten in Ihrem Team zu haben.

Die Missionen sind relativ dunkel gehalten. Finden Sie sich auf der Karte nicht mehr zurecht, dann schalten Sie über den Globus oben rechts die Karte und das Hauptmenü ein. Auf der Karte sehen Sie dann auch, wo Sie ihre Mission hinführt bzw. wo die Hauptziele sind.

Neben dem guten Gameplay möchten wir an diese Stelle auch noch die sehr schön gemachte Vertonung loben: Die Sprecher sind gut verständlich und die Hintergrundmusik passt sich dem Gameplay an. Bei Action hören Sie also lautere und schnellere Musik. Beim Heranpirschen spannendere. Und es ist nicht der Hund des Nachbars, den Sie ab und zu bellen hören.

Abbildung 4: Marco hat's erwischt. Zum Glück haben sie gelernt, wie man einen verwundeten Kollegen wieder gesund macht.
Abbildung 4: Marco hat’s erwischt. Zum Glück haben sie gelernt, wie man einen verwundeten Kollegen wieder gesund macht.

Zahlreiche Optionen

Man kann Arma Tactis stundenlang spielen, indem man den einfachsten Schwierigkeitsgrad wählt (voreingestellt) und sich einfach so vorsichtig wie möglich an den Gegner heranmacht. Dann darf man sich aber auch daran nicht stören, dass man von einem Gegner aus nächster Nähe nicht erschossen wird. Es ist aber für einen erfahrenen Gamer auch möglich, das aktuelle Spiel via Controller in wenigen Stunden durchzuspielen und die bisher einzige Mission auf dem schnellstmöglichen Weg zu beenden.

Haben Sie erst einmal begriffen, welche Fehler Sie begangen haben, spielen Sie die Mission noch einmal durch. Dazu können Sie über den Menüpunkt Create Mission jederzeit Ihre eigenen Missionen auf der Karte einer durchgespielten Mission erstellen.

Abbildung 5: Hier sind Sie dem Feind ins Messer gelaufen. Ob Sie aus diesem Hinterhalt wohl lebend noch herauskommen?
Abbildung 5: Hier sind Sie dem Feind ins Messer gelaufen. Ob Sie aus diesem Hinterhalt wohl lebend noch herauskommen?

Je länger Sie spielen, desto mehr Punkte sammeln Sie. Mit diesen Credit-Punkten können Sie neue Waffen kaufen oder Ihre Spielstärke verbessern. Haben Sie nicht genug Geduld, dann kaufen Sie für 76 Cent 1000 Credits oder für 2,29 Euro gleich 5000 Punkte. Damit lässt sich das Waffenarsenal dann mächtig aufrüsten. Für das normale Gameplay benötigen Sie den Weg zum Shop aber nicht. Die Entwickler von Arma Tactis haben zudem versprochen, dass das Spiel schon bald neue Missionen erhalten und in mehrere Sprachen übersetzt wird. Die 3,79 Euro für die aktuelle englische Version sind also gut investiert.

Macht Ihnen Arma Tactis Spaß, empfehlen wir in jedem Fall in einen Controller zu investieren. Er macht die Bedienung nicht nur etwas einfacher, sondern zeigt zum Beispiel auch genauer an, wie und wohin sich Ihre Soldaten bewegen. Für unsere Tests nutzten wir das Transformer-Prime-Tablet TF201 [3] von Asus mit dem Logitech Wireless Gamepad F710 [4].

Abbildung 6: Mit dem Controller sehen Sie besser, wohin Sie sich bewegen, weil der Finger das Spielfeld nicht verdeckt.
Abbildung 6: Mit dem Controller sehen Sie besser, wohin Sie sich bewegen, weil der Finger das Spielfeld nicht verdeckt.

Fazit

Arma Tactis macht Spaß. Das Spiel lässt sich zwar auch auf einem Smartphone noch recht gut spielen, für die beste Unterhaltung sorgt jedoch die Installation auf einem Tablet und das Spielen via Controller auf einem großen TV-Bildschirm. Mit Arma 3 wird die Entwicklerschmiede Bohemia Interactive dieses Jahr eine weitere Arma-Version veröffentlichen, allerdings zunächst nur für Windows. Wenn alles klappt, dann gibt es beim Erscheinen dieser Android-User-Ausgabe bereits eine deutsche Version und später soll das Spiel auch für Geräte ohne Tegra-Prozessor erhältlich sein. Stay tuned!

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