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Im Test: aCalendar

Was liegt näher, als unter Android die eigene App von Google und den Google-Kalender zu benutzen. Doch die Standard-App von Android weist einige Schwächen auf. Die App aCalendar macht vieles besser.

Ist denn schon wieder Vollmond? Gehören Sie zu den Personen, die sich diese Frage öfters stellen, dann ist aCalendar definitiv eine gute Wahl. Die alternative Kalender-App zeigt nicht nur die Mondphasen an sondern verfügt auch über eine durchdachte grafische Oberfläche, die so manchen Vorteil mit sich bringt, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat.

Navigation einmal anders

Der aCalendar zeigt nach dem Start die aktuell Woche an. Unten rechts befindet sich zudem eine Monatsübersicht. Halten Sie hier den Finger gedrückt, dann erscheint ein kleiner Dialog, über den Sie zu jedem beliebigen Datum springen können. Bereits bei diesem Dialog werden Sie merken, dass aCalendar vieles anders macht als der Standard-Kalender von Google. In den meisten Fällen bedeutet das, dass sich die App einfacher und intuitiver bedienen lässt. Die App aCalendar funktioniert im Hochformat und im Querformat – sie eignet sich gerade im Querformat auch sehr gut für Tablets.

Abbildung 1: In der Grundeinstellung zeigt aCalendar die aktuelle Woche an.
Abbildung 1: In der Grundeinstellung zeigt aCalendar die aktuelle Woche an.

Abbildung 2: Über einen langen Druck auf die Monatsansicht springen Sie zu einem beliebigen Zeitpunkt.
Abbildung 2: Über einen langen Druck auf die Monatsansicht springen Sie zu einem beliebigen Zeitpunkt.

Aus dem Hauptdialog heraus navigieren Sie per Wischgeste in alle vier Richtungen. Ein Wisch nach oben bringt Sie zur Vorwoche, ein Wisch nach unten zur folgenden Kalenderwoche. Eine Wischgeste nach rechts zeigt den kompletten Monat als Übersicht an, streifen Sie den Finger von rechts nach links landen Sie bei der Tagesansicht. Landen Sie dabei immer beim Sonntag, dann haben Sie die Wischgeste vermutlich auf dem (leeren) Sonntagsfeld ausgeführt. Wenden Sie die Geste hingegen im gewünschten Feld an, dann landen Sie bei genau dem Tag. In der Tages- und Monatsansicht gelangen Sie über vertikale Wischgesten zum Vortag/Vormonat bzw. zum Folgetag/nächsten Monat. In der Wagerechten wechseln sich immer die drei Ansichten für den Tag, die Woche und den Monat ab. Die Navigation erfordert eingangs etwas Übung, weiß aber bereits nach wenigen Minuten zu gefallen. Die Startansicht lässt sich über die Einstellungen jederzeit ändern (Tag, Woche oder Monat).

Tipp

Probieren Sie zur senkrechten Navigation auch einmal die Lautstärketasten aus. Damit lässt sich in den drei Ansichten sehr komfortabel blättern.

Termine im Griff

Ein neuer Termin lässt sich aus jeder der drei Ansichten heraus erstellen, indem Sie den Finger auf dem passenden Feld gedrückt halten. In der Monats- und Wochenübersicht zeigt die App als Erstes jeweils einen Auswahldialog für den Startzeitpunkt an. Auch hier beschreitet aCalendar einen anderen Weg als die Google-App: das fummelige Setup per Rädchen entfällt, Sie müssen lediglich auf die passende Uhrzeit tippen.

Abbildung 3: Optisch vielleicht etwas weniger hübsch als bei der Google-App aber deutlich praktischer: Der Auswahldialog für die Uhrzeit.
Abbildung 3: Optisch vielleicht etwas weniger hübsch als bei der Google-App aber deutlich praktischer: Der Auswahldialog für die Uhrzeit.

Benutzen Sie aCalendar zum ersten Mal, dann erscheint bei der Auswahl der Uhrzeit ein zusätzlicher Dialog, der wissen möchte, mit welcher App Sie den Vorgang durchführen möchten. Hier lohnt es sich, zunächst bei jedem Dialog von Hand aCalendar auszuwählen. Haben Sie sich für aCalendar als Standard-App entschieden, dann markieren Sie die Checkbox Immer für diese Aktion verwenden und wählen danach den Eintrag aCalendar aus.

Im neuen Dialog geben Sie oben einen Namen für den Termin ein und legen den Endzeitpunkt fest. Als Standardwert ist in den Einstellungen eine Stunde festgelegt. Sie können den Wert aber problemlos ändern. Sind auf Ihrem Android-Gerät mehrere Kalender eingerichtet, dann müssen Sie zudem aus der Dropdown-Liste über den Start- und Endzeiten den gewünschten Kalender auswählen. Scrollen Sie etwas nach unten, finden Sie die Einstellung für zusätzliche Erinnerungen (standardmäßig ist eine Erinnerung auf 15 Minuten gesetzt), den Ort des Termins und Platz für eine ausführliche Beschreibung. Ganz zu unterst richten Sie das Intervall für Wiederholungen ein. Ein Klick auf OK schreibt die Informationen in den Kalender.

Abbildung 4: In den meisten Fällen müssen Sie hier lediglich einen Namen eingeben und oben rechts auf OK klicken.
Abbildung 4: In den meisten Fällen müssen Sie hier lediglich einen Namen eingeben und oben rechts auf OK klicken.

Der Termin erscheint nun in der Wochenübersicht als kleiner Eintrag. Möchten Sie noch etwas daran ändern oder den Termin löschen, tippen Sie den Eintrag an. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich an dem Tag gleich mehrere Einträge befinden, Sie können den gewünschten im erscheinenden kleinen Popup per Wischgeste auswählen. Jeder kleine farbige Punkt neben dem "X" oben rechts steht für einen Eintrag. Der große Punkt markiert den aktiven Termin, die Farbe zeigt an, zu welchem Kalender der Eintrag gehört.

Abbildung 5: Über diesen Dialog wählen Sie aus, welchen Termin Sie bearbeiten oder löschen möchten.
Abbildung 5: Über diesen Dialog wählen Sie aus, welchen Termin Sie bearbeiten oder löschen möchten.

In der Detailansicht zum Editieren und löschen eines Eintag findet sich zudem noch ein kleines Schmankerl. Über das Symbol mit dem Strichcode erstellt aCalendar einen QR-Code mit den Informationen zum Termin. Damit übernehmen Sie den Eintrag auf ein beliebiges Gerät, das QR-Codes lesen kann.

Abbildung 6: Der generierte QR-Code enthält sämtliche Informationen zum Termin.
Abbildung 6: Der generierte QR-Code enthält sämtliche Informationen zum Termin.

Geburtstage

Die Eingangs erwähnten Mondphasen lassen sich über die Einstellungen ein- und ausschalten. Gleiches gilt auch für den Geburtstagskalender von aCalendar, den die App wie sämtliche Kalender aus Ihrem Google-Konto zieht. Um einen neuen Geburtstag einzutragen, gibt es zwei Möglichkeiten. Vielleicht sind Ihnen bereits die vier grauen Felder in der Tagesübersicht aufgefallen. Hier landen Sie per Klick auf das Pluszeichen im Adressbuch von Android und können so einen Kontakt auswählen. Dieser wird dann automatisch dem aktuellen Tag im Geburtstagskalender zugeordnet. Für den Fall, dass an einem Tag mehr als vier Ihrer Kontakte Geburtstag haben, lassen sich die Termine über einen Infodialog verwalten. Sie erreichen die Übersicht auch via Kontextmenü und den Eintrag Geburtstage.

Abbildung 7: Zu jedem Tag lassen sich maximal vier Kontakte als Geburtstagskinder anzeigen.
Abbildung 7: Zu jedem Tag lassen sich maximal vier Kontakte als Geburtstagskinder anzeigen.

Möchten Sie gleich mehrere Geburtstage eintragen, dann wechseln Sie über das Kontextmenü der App zum Eintrag Geburtstage und klicken hier auf das Plus-Symbol im Kreis. Auch auf diesem Weg landen Sie im Adressbuch, um einen Kontakt auszuwählen. Im Anschluss daran erscheint der Datumspicker von aCalendar, über den Sie Tag, Monat und Jahr einstellen. Standardmäßig macht aCalendar sämtliche Personen 32 Jahre alt, das Jahr müssen Sie somit von Hand einstellen. Ist es unbekannt, wählen Sie in der Übersicht den gewünschten Eintrag aus und halten den Finger darauf gedrückt. Im Einstellungsdialog markieren Sie nun die Checkbox Jahr unbekannt.

Auch im Geburtstagskalender bringt aCalendar ein paar praktische Zusätze mit. So zeigt die App auch die Sternzeichen an und weist zudem dezent darauf hin, wie alt der Kontakt zum angegebenen Tag wird. Per Klick auf das Kontaktbild erscheint zudem eine kleine Visitenkarte, aus der Sie die Person gleich anrufen oder ihr eine Nachricht schicken können.

Alles kostenlos?

Die hier beschriebenen Features finden Sie in der kostenlosen Testversion von aCalendar. Möchten Sie den Entwickler mit rund zwei Euro unterstützen, dann bietet aCalendar zudem ein Widget mit Monatsansicht, Sharing-Funktionalitäten und Einstellungen zur Privatsphäre und zur Verfügbarkeit. Acalendar befindet sich zudem in aktiver Entwicklung, sodass Sie schon bald mit weiteren Funktionen rechnen können.

Fazit

Auch wenn aCalendar auf den ersten Blick nach einem recht schnöden Ersatz für den Android-Kalender aussieht: Die App hat deutlich mehr zu bieten und macht vor allem bei der Nutzung Spaß. Zudem fanden wir sie einfacher zu bedienen als den Standard-Kalender von Google. Ein Blick auf die Gratisversion lohnt sich in jedem Fall.

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