Start Apps Im Kurztest: Das neue 8-Zoll-Tablet von Weltbild und Hugendubel

Im Kurztest: Das neue 8-Zoll-Tablet von Weltbild und Hugendubel

?Quasi als Antwort auf das kürzlich präsentierte Amazon-Tablet "Kindle Fire" bringt der Weltbild-Verlag in Zusammenarbeit mit Hugendubel ebenfalls ein Android-basiertes Tablet zum Preis von 160 Euro auf den Markt. Wir haben uns eines der ersten Exemplare geschnappt und angetestet.

?Auf dem Papier wartet das Gerät durchaus mit brauchbaren Daten auf. So sorgt ein Telechip-Cortex-Prozessor mit 1.2-GHz-CPU für den Vortrieb, ein fest verbauter 4400- mAh-Akku liefert die nötige Energie. Ein erstes Stirnrunzeln erzeugte jedoch das Display, das mit 800×600 Bildpunkten eher mäßig auflöst. Darüber hinaus zeigt es sich im Praxistest relativ stark blickrichtungsabhängig. Bereits bei einer Neigung von 20 Grad dunkelt es deutlich ab. Die spiegelnde Oberfläche sorgt vor allem bei hellerer Umgebung für störende Reflexionen.

Leicht aus der Ruhe bringen läßt sich der unpräzise Lagesensor, der bereits bei einer Neigung von 10-15 Grad anspringt und das Display kippt.
Verwundert war die Redaktion auch darüber, dass Weltbtild dem Tablet keine einzige App spendierte, um E-Books oder PDF-Dateien zu öffnen. Lediglich ein Weltbild-Icon im App-Verzeichnis deutet darauf hin, woher das Tablet eigentlich stammt. Allerdings besteht seine Funktion auch nur darin, den Weltbild-Shop zu öffnen. Da das Gerät jedoch den von Google vorgegebenen Spezifikationen entspricht, besitzt es die üblichen Google-Apps, zu denen auch der Market zählt.

Neben einem Mini-USB-Anschluss und einem MicroSD-Kartenslot verfügt das Tablet auch über eine Mini-HDMI-Schnittstelle.
Neben einem Mini-USB-Anschluss und einem MicroSD-Kartenslot verfügt das Tablet auch über eine Mini-HDMI-Schnittstelle.

Im ersten Praxistest überraschte das Tablet trotz der vorgeblich schnellen CPU mit dem zögerlichen Umsetzen von Eingaben aller Art. Vor allem die Bedienknöpfe am Rand mussten teilweise mehrfach betätigt werden, bis eine Reaktion erfolgte. Diese zögerliche Umsetzung von Eingaben bestätigt auch der Lesitungstest. Antutu attestiert der CPU eine Taktfrequenz von 997 MHz, was auch ungefähr zum vergleichsweise schwachen Score von 1937 Punkten passt. Im Vellamo-Benchmark brachte es das Tablet auf 454 Zähler. Die Werte entsprechen damit etwa denen durchschnittlicher Smartphones im 200-Euro-Bereich oder liegen zum Teil noch darunter.

Fazit

Es drängt sich der Eindruck auf, dass Weltbild Amazons Fire um jeden Preis zuvor kommen wollte. Auch wenn das Gerät mit 159 Euro durchaus sehr günstig ist, fehlt es doch an allen Ecken und Enden. So kann man nicht einmal vernünftig E-Books kaufen oder diese verwalten. Eine der wichtigsten Anforderungen an einen E-Book-Reader ist zudem ein gutes Display – hier muss das Gerät schlicht passen. Da fallen fehlende Apps zur Anzeige von E-Books oder PDFs nur am Rande ins Gewicht – die kann sich der Kunde zumindest selbst nachinstallieren.

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