Start Apps Hellraid: The Escape — Tolles Gruselrätsel für düstere Herbstabende

Hellraid: The Escape — Tolles Gruselrätsel für düstere Herbstabende

Hellraid: The Escape ist so genial wie der Einstieg. Du siehst einen graublauen Bildschirm und hast zunächst mal keinen Schimmer, wo hier die gruseligen Monster lauern. Irgendwann merkst du dann, dass du in einem Grab liegst und die Grabplatte von unten siehst, also schiebst du den Deckel zur Seite und stehst auf.

Findest du cool? Keine Sorge, du wirst diese Situation noch ein paar Mal durchspielen, denn jedes Mal, wenn dich ein düsteres Wesen oder eine Falle zur Strecke bringst, stehst du in deinem Grab wortwörtlich wieder auf, und versuchst aufs Neue, dem Kerker zu entkommen.

Gar nicht so gruselig

Bei Spielen wie Hellraid: The Escape frage ich mich vor den Tests meistens, wie weit würde ich eigentlich gehen, um ein Spiel zu testen, denn schließlich sorgen manche gut gemachten 3D-Games schon für ein sehr realistisches Erlebnis, und wenn du dir den folgenden Trailer für die „große“ Version von Hellraid anschaust, verstehst du vielleicht, was ich meine:

Nachdem ich aber bereits für ein paar frühere Spieletests ein paar Hektoliter Blut vergossen und zahlreiche Monster, Zombies und andere Kreaturen ins Jenseits befördert hatte, konnte mir Hellraid: The Escape nichts anhaben. Im Gegenteil: Das Spiel macht Spaß und fördert die Kreativität. Denn wenn du zum dritten oder vierten Mal auf die gleiche Art und Weise mit einem Pfeil erschossen oder auf andere grausame Weise zur Strecke gebracht wirst, dann — spätestens dann — lässt du dir etwas einfallen, um doch zu überleben.

 

Der erste Raum dient alleine dem Training. Hier musst du noch keine Angst um dein Leben haben.
Der erste Raum dient alleine dem Training. Hier musst du noch keine Angst um dein Leben haben.
Die Tipps sind tatsächlich nützlich, nicht nur zu Beginn des Spiels.
Die Tipps sind tatsächlich nützlich, nicht nur zu Beginn des Spiels.

 

Wobei „überleben“ hier der falsche Begriff ist, denn eigentlich bist du ja schon tot, willst einfach noch etwas Spaß haben und natürlich herausfinden, warum du in dieser Gruft liegst und ob es am Ende einen Ausgang gibt. Hier stellte sich dann auch ein klares Deja-Vu-Erlebnis ein, das mit Dark Meadow zusammenhängt. Treue Android-User-Leser und Spiele-Fans können sich eventuell an den Klassiker von Phosphor Games erinnern (hier geht’s zum ausführlichen Testbericht von Dark Meadow). Auch hier gilt es, einen Ausgang/Ausweg zu finden und auch hier gehört das erneute Sterben zum Konzept.

Mit Köpfchen und Gewalt

Aber zurück zu Hellraid: The Escape. Nachdem du also aus deinem Grab auferstanden bist, suchst du eine Art Ausgang. Die meisten Türen sind verschlossen, doch nicht immer brauchst du einen Schlüssel oder einen Riegel, um weiterzukommen. Manchmal lassen sich auch Mauern einschlagen und Steine spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

An den Wänden angebrachte Briefe bringen die Story voran. Auch das eine klare Parallele zu Dark Meadow.
An den Wänden angebrachte Briefe bringen die Story voran. Auch das eine klare Parallele zu Dark Meadow.
Kein Bluescreen, sondern so sieht dein Grab von innen aus. Schieb den Deckel einfach zur Seite.
Kein Bluescreen, sondern so sieht dein Grab von innen aus. Schieb den Deckel einfach zur Seite.

Hellraid: The Escape entwickelt sich so recht schnell zum Knobelspiel mit etwas Glück und Trial-and-Error: Denn nicht immer lässt sich ein Hebel in Bewegung setzen, wenn man einen Stein nach ihm wirft, und nicht immer fällt eine mit Nägeln bestückte Rolle vom Dach, um einen Gegner zu treffen. Manchmal spießt man sich damit auch selbst auf.

Daneben bietet das Game auch pure Action, indem man zum Beispiel über einem Abgrund balancieren muss oder gegen unschöne Kreaturen kämpfen. Doch früher oder später geht es immer wieder ums Köpfchen, die richtige Lösung zu finden, um ins nächste Level zu kommen. Dabei unterstützt Hellraid: The Escape auch Google Play Games, hast du also ein neues Level erreicht, gibt es dafür auch Google-Spielpunkte.

Wenn du diese Szene siehst, dann bist du schon tot. Versuchs einfach noch einmal!

Belohnungen gibt es auch, wenn du alle in einem Level versteckten Kristalle einsammeln kannst. Das ist gar nicht mal so einfach, denn manche sind sehr gut versteckt und nur unter Einsatz deines Lebens — oder besser gesagt: deines Todes — zu erhaschen. Das gilt auch für weitere Items, die im Verlauf des Spiels eine zentrale Rolle spielen.

Beim Anblick des eigenen Grabs kommt nach dem ersten Dutzend durchgelebter Tode schon etwas Wehmut auf...
Beim Anblick des eigenen Grabs kommt nach dem ersten Dutzend durchgelebter Tode schon etwas Wehmut auf…

Bei der ganzen Spielerei hätte ich fast vergessen, mich auch etwas um die Grafik und die Steuerung zu kümmern. Die 3D-Grafik ist auf dem Nexus 7 nicht schlecht (wir haben das Game unter Android L gespielt), aber auch nicht umwerfend. Für ein 2,69-Euro-Spiel ist sie aber in jedem Fall mehr als gut genug. Schnell anfreunden konnten wir uns auch mit der Steuerung: links gehen, rechts sehen. Das Steuerelement auf der linken Seite lässt sich zudem frei platzieren, was auf größeren Screens praktisch ist.

Die Steuerung und die Grafik machen keine Probleme, die Rätsel und Gegner hingegen schon.
Die Steuerung und die Grafik machen keine Probleme, die Rätsel und Gegner hingegen schon.

Ehe du dich versehen hast, sind die ersten zwei Zimmer schon durchgespielt und du hast dem König die Krone aufgesetzt. Keine Angst: Das Rätseln geht in Chamber 3 erst so richtig los!

 

Kreuz und Krone angebracht? Dann nichts wie los zu Chamber 3.
Kreuz und Krone angebracht? Dann nichts wie los zu Chamber 3.

 

Fazit

Hellraid: The Escape ist das ideale Spiel für alle, die gerne Rätsel mit etwas Gruselatmosphäre und Action verbinden. Wer hinter dem Titel ein reines Actionspiel mit vielen blutdrünstigen Monstern erwartet, liegt hingegen definitiv falsch.

Hellraid: The Escape herunterladen

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