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Hamilton’s Great Adventure THD — Test und Spielanleitung zum Tegra-3-Spiel

Um sich von der breiten Masse an Spielen bei Google Play abzuheben, braucht man entweder ein sehr großes Marketing-Budget oder ein neues Spielkonzept. Hamilton’s Adventure hat sich für Letzteres entschieden und dabei vieles richtig aber auch einiges falsch gemacht.

Hamilton’s Adventure ist kein Adventure. Und genau das ist das eigentliche Problem des sehr schön gemachten und auch sehr unterhaltsamen Spiels der schwedischen Entwicklerschmiede Fatshark. Der für Tegra-3-Geräte optimierte Titel ist viel mehr ein Geschicklichkeitsspiel im Stil von Plattformern aber mit einer 3D-Ansicht und — hier wird es speziell –zwei Spielfiguren. Sie können frei wählen, ob Sie gerade den Professor Hamilton steuern oder seinen Papagei Sascha. Diese Idee ist genial und macht das Spiel spätestens ab dem 7. oder 8. Level zu einer echten Herausforderung. Doch leider hat man bei der Umsetzung ein paar Fehler gemacht, sodass die meisten Spieler wohl kaum bis dahin durchhalten. Das ist schade, denn dann beginnt Hamilton’s Great Adventure erst so richtig Spaß zu machen.

Verpatztes Intro

Zum Start des Spiels müssen Sie sich durch ein im Comic-Stil gehaltenes Intro lesen. Abgesehen davon, dass es die Texte nur in Englisch gibt, trägt die Rahmengeschichte nicht wirklich zum Spiel bei. Im Gegenteil: sie sorgt eher für Verwirrung. Denn was es mit dem Großvater, dem kleinen Mädchen und den restlichen später noch eingeführten Gestalten auf sich hat, wird eigentlich nie richtig klar. Es scheint, als ob diese Geschichte aus einem anderen Spiel stammen würde. Da Sie das aber nicht wissen, werden Sie die Dialoge lesen und sich dann beim ersten Level fragen: Wie geht’s nun weiter? Denn genau das wird nicht erklärt. Sie erfahren weder, wie Sie zwischen dem Papagei und dem Hauptakteur hin und her wechseln, noch wie Sie den Papagei über das Gyroskop geschickt hoch fliegen und in die Tiefe sinken lassen. Auch warum der Papagei überhaupt am Spiel teilnehmen soll, wird erst viel später erklärt.

Die Episode 1 enthält 22 Level, Episode 2 bringt weitere 22 mit.
Die Episode 1 enthält 22 Level, Episode 2 bringt weitere 22 mit.

Die Rahmengeschichte trägt nicht wirklich zum Spiel bei. Sie verwirrt eher.
Die Rahmengeschichte trägt nicht wirklich zum Spiel bei. Sie verwirrt eher.

 

Nun könnte man natürlich sagen: es ist ein Adventure, also besteht eine der Hauptfunktionen des Spiels darin, diese Dinge alle herauszufinden. Aber genau das stimmt nicht. Denn bei Hamilton’s Adventure gibt es — zumindest bis Level 11 — keine Rätsel zu lösen. Es ist ein reines Geschicklichkeitsspiel, und dazu noch ein verdammt gut gemachtes, wenn Sie nur genug lange durchhalten.

Leider haben die Entwickler sich noch einen Patzer erlaubt. Hamilton’s Adventure gibt es aktuell nur für Tegra-3-Geräte. Allerdings scheint das Game komplett für Tablets entwickelt worden zu sein. So hatten wir auf dem Smartphone-Display des HTC One X ab und zu dann doch unsere liebe Mühe, die kleinen Buttons richtig zu treffen. Aber mit etwas Übung schafft man auch das.

Das Spiel

Wir holen deshalb nach, was die Entwickler vermasselt haben und erklären ein paar grundsätzliche Dinge. Zunächst müssen Sie lernen, die Hilfe zu bedienen. Dazu bewegen Sie Hamilton auf ein grünes Fragezeichen und tippen dann auf das kleine grüne Kreissymbol unten links beim Hauptakteur. Es erscheint nun ein Hilfe-Hinweis. Die meisten Hinweise kamen bei uns zu spät. Das kann aber auch damit zusammenhängen, dass wir einige Hilfeaufrufe übersprungen hatten.

Die Hilfe-Dateien erscheinen nicht immer im richtigen Zeitpunkt und die meisten Infos wissen Sie dann schon.
Die Hilfe-Dateien erscheinen nicht immer im richtigen Zeitpunkt und die meisten Infos wissen Sie dann schon.

Bei jedem Level gilt es einen oder mehrere Schlüssel einzusammeln, um damit am Schluss das Tor zum nächsten Level zu öffnen. Die Schlüssel lassen sich anfänglich noch einfach einsammeln, später werden Ihnen immer mehr Hindernisse in den Weg gestellt. Solche Hindernisse sind zum Beispiel löchrige Bretterböden, die sich je nach Typ nur einmal oder zweimal betreten lassen. Auch Schranken in Form versinkbarer Steinblöcke spielen im Game eine wichtige Rolle. Um diese zu öffnen müssen Sie auf Felder mit einem blauen Button stehen oder die Hilfe von Sascha in Anspruch nehmen. Denn hier kommt der Papagei ins Spiel. Per Fingertip auf das Vogelsymbol unten rechts wechseln Sie den Hauptakteur. Sie können nun die Gegend erkunden, und sich ein Bild vom Level machen. So sehen Sie vor dem Start, wo welche Gefahr auf Hamilton lauert. Sascha kann dabei nur drei Dinge tun: Rosa Ballone einfangen und damit Punkte sammeln, sich durch schreien Gegner vom Hals halten und Schalter umkippen. Letzteres ist auch eine der Hauptaufgaben von Sascha, die Sie ebenfalls über das grüne Symbol erledigen, sobald der Papagei genug nahe an einem Schalter dran ist. Haben Sie sich einmal verflogen, dann bringt das Symbol mit dem gelben Pfeil Sascha wieder zurück zu Hamilton.

Die Schatztruhen öffnet der Papagai, indem Sie auf den grünen Punkt tippen.
Die Schatztruhen öffnet der Papagai, indem Sie auf den grünen Punkt tippen.

Die Abenteuer

Während Sie in den ersten vier bis fünf Leveln quasi problemlos vom Start zum Ziel marschieren und dabei so quasi nebenbei den nötigen Schlüssel auflesen, wird es ab Level 6 wirklich interessant. Nun müssen Sie anfangen zu kombinieren. Ohne Sascha geht jetzt gar nichts mehr und nicht selten müssen Sie ein Level drei oder viermal spielen, um keine Fehler zu machen. Hamilton bekommt jetzt auch immer mehr Gegner: herumwandelnde Wächter, hungrige Pirannhas und klebrige Bäche, die im richtigen Moment betreten und wieder verlassen werden müssen. So ganz nebenbei gibt es nun im Spiel auch Edelsteine, die man einsammeln kann. Doch Vorsicht, manch ein Stein ist absichtlich so platziert, dass Sie das Level noch einmal starten müssen, wenn Sie auch nur den kleinsten Fehler machen. Das macht Spaß und von diesem Zeitpunkt an ist das Spiel auch sein Geld (2,99 Euro) wirklich wert. Ab Level 11 gibt es dann den ersten Boss-Gegner und ein Boss-Level. Hier sitzt Ihnen der Tod im Nacken.

Die kleinen Fischchen sind ganz schön grefräßig. Ab hier wird das Spiel wirklich spannend und herausfordernd.
Die kleinen Fischchen sind ganz schön grefräßig. Ab hier wird das Spiel wirklich spannend und herausfordernd.

Dass man dabei auch noch Geld und Juwelen einsammeln kann, ist eigentlich Nebensache. So haben wir denn auch die Füllstandsanzeigen oben rechts und oben links nicht wirklich beachtet — Hauptsache Level geschafft. Für die Karriere scheinen sie zumindest bis Level 11 nicht wirklich nötig zu sein.

Für die ersten 11 Level benötigen Sie maximal eine Stunde. Doch auch im Himalaya warten noch 12 knifflige Level.
Für die ersten 11 Level benötigen Sie maximal eine Stunde. Doch auch im Himalaya warten noch 12 knifflige Level.

Fazit

Hamilton’s Adventure startet als reines Geschicklichkeitsspiel, enthält dann aber immer mehr Knobelaufgaben, die man nur dann lösen kann, wenn Hamilton und sein Papagei Sascha gut zusammenarbeiten. Anstelle der Rahmengeschichte hätten die Entwickler jedoch besser ein Tutorial vorgeschoben, bei dem man lernt, wie man als Sascha Schalter umkippt und wie man als Hamilton Tore öffnet. Hat man das Spielprinzip jedoch begriffen, dann macht Hamilton’s Great Adventure jede Menge Spaß!

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