Start Aktuell Google Play Music ? Songwriter Spezial

Google Play Music ? Songwriter Spezial

Google Play Music bietet nicht nur die aktuellen Charts zu fairen Preisen. Auch Abseits des Mainstreams verbergen sich auf den Servern von Google tolle Genre Alben. In dieser Ausgabe stellen wir euch 10 Songwriter Alben vor. 

Eine Gitarre und eine Stimme. Das reicht meist um bewegenden Lieder zu schreiben. Das Songwriter sich (nicht nur) auf diese elementaren Kunst verstehen zeigen wir euch mit diesen 10 fantastischen Alben, die euch die gesamte Bandbreite des Genres aufzeigen.

Lewis Watson – The Morning

Reinhören auf Google Play Music

Lewis Watson ist ein großes Talent, keine Frage. In seiner Musik steckt eine überschwängliche Opulenz, die nie in Größenwahn um schwingt, und sich lieber an der Sorte Songs orientiert, die am Lagerfeuer genauso funktioniert, wie im Radio oder beim romantischen Abendessen. Sein Debütalbum überzeugt besonders mit zarten Liebesliedern voller Herz-Schmerz-Tränen, Erster-Kuss-Glücks-Gefühlen und Ein-Leben-Lang-Nur-Wir-Zwei Euphorie. Das Ganze aber schön leise, und trotz der glatten Produktion, die die Songs für das Radio glatt bügelt, so wärmend wie ein kuschelweiche Decke im tiefsten Winter. 

 

 

Tom Brosseau – Grass Punk

Reinhören auf Google Play Music

10 Alben in 12 Jahren legt Tom Brosseau bisher vor. Sein aktuelles ?Grass Punk? zeigt den Musiker von seiner gewohnten Stärke, dem Storytelling. Mit der Gitarre in der Hand und dem Mund vor dem Mikrofon liefert Tom Brosseau klassische Songwriter Lieder, die nahe am Folk sind. Er spielt Harmonien in Moll, die immer wieder an einen der größten des Fachs erinnern: Elliott Smith (Ruhe in Frieden). Das allein genügt um Herzen höher schlagen zu lassen. Tom Brosseau kann aber noch mehr. Er strickt Geschichten, die meist Unerwartet enden oder anders gemeint sind als diese den Anschein haben. So ist es eine Freude diesem Songwriter beim Musizieren zu lauschen, und vor allem seinen Texten zu folgen wie einem Licht in dunkelster Nacht.

 

 

Asgeir – In The Silence

Reinhören auf Google Play Music

Das aus Island großartige Musik kommt ist nicht erst seit Sigur Rós bekannt. Neu ist hingegen Àsgeir, der mit den 10 Songs auf ?In The Silence? ein verzaubertes Wunderwerk vorlegt. Zwischen den schwingenden Saiten der Gitarre, dem Anschlag des Klaviers, Bläserfanfaren und elektronischen Zwischentönen ragt besonders die Stimme des Isländers heraus. Klar wie ein Gletscherbach und genauso rein intoniert sie Texte voller Schönheit. Ásgeir beherrscht aber nicht nur die ruhigen Töne, er versteht es auch Lieder in Marsch zu setzen und liebliche Melodien zum Tanzen zu bringen. In Island mit Platin ausgezeichnet, konnte ?In The Silence? besonders mit der Single ?Kings And Cross? auch in Deutschland für Begeisterung sorgen. Ásgeir gehört die Zukunft. Alles andere wäre nicht hin zu nehmen.

  

Hanne Kolsto – Stillness And Panic

Reinhören auf Google Play Music

Aus dem kalten und dunklen Norden Europas kommt eine Songwriterin wider Willen. Hanne Kolsto nutzt die klassischen Elemente des Genres (zarte Gitarrenharmonien) und erweitert diese nach belieben! Hanne Kolsto liefert mit?Stillness And Panic? bereits ihr zweites Album dieses Jahr, auf dem sie konsequent ihren Weg geht. Dieser ist nichts Geringeres als den Songwriter Sound mit Hilfe von Elektronikas, kraftvollen Bässen und ungewöhnlichen Beats zu reformieren. Das führt zu einzigartigen Liedern, die vom Kammerpop inspiriert sind aber auch große Popmomente beherbergen. Allein ?One Plus One Makes One Out Of Two? zeigt das deutlich. War Hanne Kolsto 2012 noch für den Norwegischen Grammy nominiert sollte sie in 2014 auf jeden Fall gewinnen! Was diese Musikerin für das Genre leistet ist gar nicht hoch genug zu schätzen!

 

 

Eugene McGuinness – Chroma

Reinhören auf Google Play Music

Wer sagt, Songwriter können nicht rocken, dem setzen wir nur zu gern den wundervollen Eugene McGuinness vor die Ohren. Sein neues Album ?Chroma? belegt sein Talent große Songs zu schreiben und diese vom Lagerfeuer hin zum Rockclub zu Instrumentieren. War er am Anfang seiner Karriere nur mit Gitarre unterwegs, spielt seine Band nun groß auf. Zart angeschlagenen Saiten werden mit Powerakkorden getauscht und musikalischer Druck aufgebaut, der sich in jedem einzelnen Refrain auf ?Chroma? in überschwänglicher Freude auflöst. Eugene McGuinness gelingt damit ein stark songorientiertes Album zwischen Pop und Rock, das auf den Punkt gespielt ist. Alles was zwischen den 60er und den 90er gut und richtig war, findet seinen Platz und dürfte daher viele Freunde finden. Als erster Einstieg dient das Video zu ?Godiva? um dann das ganze Album zu hören! Wem das noch nicht reicht, dem sei gesagt: ?Chroma? ist hymnisches und perfekt um mit offenen Verdeckt in den Sonnenuntergang zu fahren. 

 

 

Jeff Beadle – The Huntings End

Reinhören auf Google Play Music

Harmonisch geht es bei Jeff Beadle zu. Folk, kantig genug um an der nächsten Straßenecke Menschen zu versammeln, und doch so zart, das dieser als romantische Untermalung eines Liebespaars dienen könnte, und ganz selbstverständlich das Knistern eines einsamen Feuers imitiert. Hier ein bisschen Mumford&Sons, dort ein Tupfer Ryan Adams und ganz viel Herz und Seele verbindet Jeff Beadle zu einem Rohdiamant von einem Album. ?The Huntings End? zeugt daher nicht von Perfektion, sondern erhellt den Hörer mit Liedern, die ohne viel Getöse, einfach, ehrlich und voller Gefühl sind. 

 

 

Mark Berube – Russian Dolls

Reinhören auf Google Play Music

Der Kanadier Mark Berube gehört zu der Sorte Songwriter die Unmögliches mit Leichtigkeit spielen. Er sprengt mit seinem Album ?Russian Dolls? das Genre und setzt es mit viel Sorgfalt wieder zusammen. Er beweist dabei ein Händchen für Arrangements und Instrumentierung, die in unter den gegenwärtigen Songwriter einzigartig machen. Barocke Streicher münden in (dis)harmonische Klaviermelodien. Sprechgesang trifft auf Rhythmische Experimente. Afrikanische Elemente vereinen sich zu Folk Perlen. Dazwischen blitzen Popharmonien, donnern Bässe und bestechen seine Stimmvariationen. Wenn dann alles auf einander trifft, entwickelt sich eine klangliches Farbenspiel erster Güte. 

 

 

Gruff Rhys – America Interior

Reinhören auf Google Play Music

Songwriter sollten auch einen Hang zum Storytelling haben. Der Super Furry Animals Frontman Gruff Rhys beweist das auf seinem 4. Soloalbum ?American Interior?. Dessen Geschichte ist so umfangreich, dass es neben dem Album auch ein Buch (hier) und eine 90min Doku (hier) bedarf. Kurz umrissen: Es geht um den Forscher John Evans, der im 18 Jahrhunder nach Amerika reist um einen verloren geglaubten Stamm zu finden. Das auf dieser Reise allerhand unglaubliches passiert versteht sich von selbst. Die Musik ist weniger wild, dafür aber geerdet und liegt zwischen Piano Pop und Gitarre Rock. Melodien die so klingen wie sich nach Hause kommen anfühlt, bilden einen schönen Kontrast zu der Reise von John Evans. Alles in allem ist ?American Interior? ein rundes Album.

 

 

Sharon Von Etten – Are We There

Reinhören auf Google Play Music

Wenn die 7. Wolke zu einem Bodennebel wird und Träume zerplatzen, dann weiß Sharon Von Etten daraus Lieder zu formen, die in wundervoller Art und Weise ein Wegweiser durch dunkle Zeiten sind. ?Are We There? ist die Schönheit, die jedem Schmerz zu Grund liegt. 11 Lieder voller Schwermut, die den süß herben Geschmack von dunkler Schokolade vertonen. Dennoch trägt ?Are We There? keinen Trauerflor! Diese Welt aus Moll Akkorden ist viel eher einen Seelenbalsam für die Musikerin und ihrer Hörer. Wer einsam ist fühlt sich beim Hören dieser Musik nicht mehr allein. Wer traurig ist, spürt das nach den Tränen wieder ein Lachen kommt. Und wer dieses Album nicht gehört hat, der hat definitiv traumverlorene Songs verpasst, die mit Gitarre und Piano die zarten Seiten des Songwritertums streicheln.

 

 

Kevin Drew – Darlings

Reinhören auf Google Play Music

Kevin Drew ist eigentlich Chef des Kollektivs Broken Social Scene, zu dem u.a. auch Feist gehört. Der Kanadier versucht es auf seinem 2. Album ?Darlings? wieder allein. Den komplexen Post Rock seiner Hauptband kann (und will) er vermutlicht nicht ganz eliminieren. Er fährt in nur zurück, öffnet sich der Ruhe und sphärischen Klängen. Wo andere Songwriter Gitarre und Klavier einsetzen, konzentriert sich Kevin Drew auf den Synthesizer. Flächige Sounds, schneidige Melodien und liebliche Bässe vereint er zu einem Album das klingt wie ein in Watte gepackter Traum. Ein Traum der mit unter progressiv aus den Boxen stürmt, selbst wenn die Töne ganz leise sind und seine Stimme zwischen Singen und Flüstern zur Entfaltung kommt. ?Darlings? ist einzigartig und voller großer Momente.

 

Kommentiere den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here