11. August 2022
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Google Maps – In der Ukraine vorerst ohne Stauinformation

Google Maps deaktiviert in der Ukraine zum Schutz der ukrainischen Bevölkerung vorerst die Live-Stauanzeige. Denn diese Daten können, während des Krieges, sowohl zur Überwachung russischer und ukrainischer Truppenbewegungen als auch der Fluchtrouten dienen.

Google Maps deaktiviert in der Ukraine die Live-Stauanzeigen

Als am Donnerstag die Angriffe von Putin auf die Ukraine begannen, war in Google Maps genau um 3.15 Uhr morgens auf der Straße von Belgorod, Russland zur ukrainischen Grenze ein Stau zu sehen. Dieser begann exakt zu dem Zeitpunkt, als die russischen Truppen auftauchten.

Google hat nun reagiert und die Live-Informationen zu Staus in der Ukraine deaktiviert, da diese auch von den Kriegsparteien genutzt werden könnten. Das Deaktivieren geschah nach Rücksprache mit lokalen Behörden. Auch die Anzeige, wie viele Menschen sich derzeit in einem Geschäft oder einem Restaurant aufhalten, ist derzeit nicht mehr vorhanden. Somit möchte man verhindern, dass durch diese frei abrufbaren Informationen Menschen in der Ukraine durch einen Angriff Russlands in Gefahr gebracht werden.

Die Live-Daten werden von Google über die Android-Smartphones gesammelt. Die Daten von Donnerstag stammten wahrscheinlich von Leuten auf der Flucht, die von dem Truppenaufmarsch aus Russland gestoppt wurden, beziehungsweise langsamer vorankamen.

Laut Reuters werden Verkehrsinformationen für die Ukraine vor Ort aber weiter angezeigt, wenn die Google Maps App und die Navigation genutzt wird.

  • Russland unter Präsident Putin hatte am vergangenen Montag die Unabhängigkeit der Regionen Donezk und Luhansk in der Ostukraine anerkannt. Am Donnerstagmorgen hat Russland dann die Ukraine aus mehreren Richtungen angegriffen. Putin hat Militäroperationen aus der Luft, am Boden und zur See angeordnet. Daraus hat sich ein Krieg entwickelt, dem sich die Ukraine mit ihren Truppen, aber auch vielen Zivilisten mit heftigem Widerstand entgegensetzt. Fast 400.000 Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder, sind bereits auf der Flucht. Mittlerweile hat auch die aus 27 Nationen bestehende EU zum ersten Mal in ihrer Geschichte beschlossen, Waffen an ein Land im Krieg zu liefern. Des Weiteren hat die EU und auch Kanada die russischen Flugzeuge aus ihrem Luftraum gesperrt. Ebenfalls wurden die russischen Medien RT und Sputnik verboten.

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