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Der Mount Everest auf dem Smartphone-Bildschirm

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Die Erstbesteigung des höchsten Berges des Erde hat sich in der letzte Woche zum 60. Mal gejährt. Grund genug, sich den Himalaya-Riesen auf dem Smartphone-Display einmal genauer anzusehen. 

Am 29. Mai 1953 war es soweit: Sir Edmund Hillary und Sherpa Tenzing Norgay erreichten den Gipfel des Mount Everest. Die Besteigung wäre ohne die minutiöse und exakte Vorarbeit durch die von John Hunt geleitete neunte britische Everest-Expedition nicht möglich gewesen, die beiden Höhenbergsteiger verwendeten zudem Sauerstoff, um den 8848 Meter hohen Gipfel zu erreichen. Pünktlich zur Krönung von Queen Elizabeth hatte das britische Empire einen der letzten Extrempunkte des Erdballs erreicht.

Nuptse, Lhotse und Everest (v.r.n.l.): Von diesem Ausblick dürften zahllose Bergsteiger träumen, auch wenn der Everest seit seiner Erstbesteigung 1953 vom Kommerz überrollt wurde.
Nuptse, Lhotse und Everest (v.r.n.l.): Von diesem Ausblick dürften zahllose Bergsteiger träumen, auch wenn der Everest seit seiner Erstbesteigung 1953 vom Kommerz überrollt wurde.

Wer Hillarys und Norgays Leistung auch auf dem Smartphone nachempfinden will, bekommt mit der App ?Mount Everest 3D? eine ausgezeichnete Möglichkeit dazu. ?Chomolungma? oder ?Mutter des Universums?, wie der Everest auf tibetisch treffenderweise heißt, kann auf der App in einer einzigartigen Detailgenauigkeit aus jeder Perspektive betrachtet werden. Mittels einfacher Navigation kann man sich per Touchgesten frei im Gelände bewegen, für die 3D-Darstellung auf der App wurden höchst-auflösende Bilder des WorldView- Satelliten verwendet.

Die App ist hübsch gemacht, die Pro-Version steht allen Trekkern zur Seite, die eine Reise in den Himalaya planen.
Die App ist hübsch gemacht, die Pro-Version steht allen Trekkern zur Seite, die eine Reise in den Himalaya planen.

Auf der App lässt sich der Normalweg auf den Mount Everest verfolgen, den schon Hillary und Tenzing beschritten haben. Er führt vom nepalesischen Lukla zum rund 5400 Meter hoch gelegenen Basislager des Mount Everest und weiter über den berüchtigten Khumbu-Eisbruch in das Tal des Schweigens oder "Western Cwm", wie das höchste Tal der Welt auch nach dem walisischen Trainingsgelände der Gipfelaspiranten genannt wird. Schließlich führt der "Weg", wenn man die Gletschertrasse denn so nennen mag, über das gelbe Band und den Genfer Sporn in den Südsattel, über den Hillary Step und Südgipfel erreichen zahlungskräftige Bergsteiger (die Kosten für das Everest-Permit betragen inzwischen pro Person bis zu 65.000 US-Dollar) schließlich den höchsten Punkt der Welt.

Der Eisbruch des Khumbu-Gletschers ist eine der heikelsten Stellen der Tour.
Der Eisbruch des Khumbu-Gletschers ist eine der heikelsten Stellen der Tour.

Für alle, die (noch) mehr vom Mount Everest sehen möchten, gibt es die Pro-Version der App. Damit können Nutzer ihre Position mittels GPS anzeigen und Ihren eigenen Weg aufzeichnen. Sie erhalten zudem viele bekannte Trekkingtouren und Berggipfel im Khumbu-Nationalpark als Track mit Wegbeschreibung, z.B. zum Gokyo Ri (5.360 m) oder Island Peak (6.173 m). Damit man die 3D-Karte vor Ort ohne Mobilfunkverbindung nutzen kann, gibt es die Daten auch zum Download.

Routentipps: Wer eine Reise plant, bekommt auf der App Tipps und Hinweise.
Routentipps: Wer eine Reise plant, bekommt auf der App Tipps und Hinweise.

Fazit: Für Bergfans ein Muss, dürfte die App auch weniger sportliche Himalaya-Interessenten faszinieren, Kommerzialisierung hin oder her. Uns würde interessieren, ob auch Reinhold Messner die App (und ein Smartphone) nutzt und sich auf seiner Burg Juval im Vinschgau der Zeiten erinnert, als man am Hillary Step noch nicht Schlange stehen musste und auf dem South Col in Müllbergen versunken ist…

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