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Daten vom Browser an Android schicken

© Pixelery, 123rf.com

Wer Texte, URLs, Bilder oder Telefonnummern direkt aus dem Browser heraus an sein Smartphone schicken möchte, dem ermöglicht das Chrome to Phone.

Die Eingabe von Texten aller Art gehört wahrlich nicht zu den Stärken von Smartphones. Zwar entschärfen so genannte Slider (Telefone mit integrierter echter Tastatur) das Problem etwas, fummelig und umständlich bleibt es aber dennoch. Alleine die Eingabe von URLs mit seinen unterschiedlichen Sonderzeichen gerät da schnell zur Geduldsprobe. Abhilfe schafft Chrome to Phone. Das dynamische Duo, bestehend aus einer Erweiterung für Google Chrome und einer App für Android, erlaubt es, sowohl URLs als auch Texte und Bilder direkt an das Smartphone zu senden.

Installation und Konfiguration

Voraussetzung zum Nutzen dieses Service ist ein installierter Chrome-Browser sowie ein Gerät mit Android 2.2 oder höher. Des Weiteren benötigen Sie ein Google-Konto, an dem Sie sowohl per Browser als auch per Smartphone eingeloggt sind.

Zur Installation der Browser-Erweiterung genügt es, im Chrome Web store [1] auf den Button Hinzufügen zu klicken. Wie bei Chrome üblich steht Ihnen die Erweiterung ohne Neustart sofort zur Verfügung. Sie erkennen sie an einem kleinen Button in Form eines Handys mit Pfeil neben der Adressleiste (Abbildung 1), den Sie auch im Kontextmenü (Rechtsklick auf die Webseite) wiederfinden.

Abbildung 1: Nach der Installation genügt ein Klick auf das Icon neben der Adressleiste, um die URL ans Smartphone zu schicken.
Abbildung 1: Nach der Installation genügt ein Klick auf das Icon neben der Adressleiste, um die URL ans Smartphone zu schicken.

Zur Installation der App auf dem Smartphone verwenden Sie entweder die Market-App und suchen darin nach Google Chrome to Phone. Alternativ klicken Sie im Google Market [2] auf den Button Installieren. Sofern Sie bei Google angemeldet sind, schickt Ihnen der Service die App direkt aufs Gerät.

Die Browser-Erweiterung bietet, abgesehen vom Ein- und Ausloggen keinerlei Konfigurationsmöglichkeit, ähnlich verhält es sich auf der Gegenseite. In der App wählen Sie über die Einstellungen, die Sie über das Menü erreichen lediglich, ob die App empfangene Links direkt aufrufen soll, oder Sie diese manuell öffnen.

Im Gebrauch

Möchten Sie beispielsweise Textpassagen aus einer Webseite ans Phone schicken, genügt es, sie zu markieren und anschließend im Kontextmenü Chrome to phone anzuwählen, um das Zitat zu übertragen. Offiziell bietet der Service keine Möglichkeit, eigene Texte zu übertragen – aber es funktioniert trotzdem: Möchten Sie beispielsweise bequem eine SMS am PC verfassen, nutzen Sie dafür ein Eingabefeld wie das des Google Translators [3], und senden es daraus an Ihr Smartphone. Die maximale Größe des übertragenden Textes beschränkt sich auf etwa 1000 Zeichen. Hier tritt allerdings die einzige Schwäche der App zutage: Empfangene Textabschnitte hält sie nämlich nur in der Zwischenablage auf dem Androiden vor, nicht jedoch in einer Textdatei oder Datenbank. Anders verhält es sich mit empfangenen Links. Diese sortiert die App fein säuberlich in eine Versions-Historie (Abbildung 2) ein, die Ihnen auch nach Monaten noch den Zugriff darauf erlaubt. Generell zeigt die App sämtliche Übermittlungen in der Statusleiste als kleines Symbol an.

Abbildung 2: In einem Verlauf sortiert die Android-App übermittelte URLs ein, nicht jedoch Texte oder Telefonnummern.
Abbildung 2: In einem Verlauf sortiert die Android-App übermittelte URLs ein, nicht jedoch Texte oder Telefonnummern.

Ebenfalls praktisch: Markieren Sie beispielsweise eine Telefonnummer auf einer Webseite und übertragen Sie, startet die App nach Aufruf direkt den Dialer mit dieser Nummer. Typische Sonder- und Leerzeichen in den Nummern, etwa (089) 12 23 456, bereinigt sie zuvor. Diese Technik funktioniert derzeit noch nicht mit E-Mail-Adressen, welche die App lediglich in die Zwischenablage speichert, ohne die korrespondierende App zu starten.

Möchten Sie beispielsweise ein Bild an Ihr Phone senden, genügt es, auf das gewünschte in der Webseite rechtszuklicken, und es wie beschrieben zu versenden. Die App lädt es danach direkt auf das Smartphone, und zeigt es mit dem voreingestellten Bildbetrachter an.

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