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Album der Woche: Little Dragon ? Nabuma Rubberland

Nach Features mit den Gorillaz, schicken sich Little Dragon an den Electro Pop Thron zu erobern. Von den 80er Synthie Sounds bis zu moderenen Dupstep Beats beherrschen sie alles. Und das auf höchstem Niveau.

Aller Anfang ist schwer. Die ersten beiden Alben der Schweden Little Dragon fanden kaum Beachtung trotz schwergewichtiger Fürsprecher wie Damon Albarn. Nach einigen Gastauftritten, u.a. bei Gorillaz (Video) folgten mit dem 3. Album ?Ritual Union? erste Erfolge. Diesen soll nun mit ?Nabuma Rubberland? ausgebaut werden. Danke der erstklassigen Musik auf diesem, sollte das kein Problem sein.

 

Nach dem das Intro ?Mirror?, den tiefe Grund des Downbeat erkundet hat, lassen Little Dragon mit ?Klapp Klapp? eine Single folgen, deren treibendes Schlagzeug und zappelig schwirrenden Synthesizer deutlich zeigen welches ungeheurer Potential in dieser Band schlummert. Ein Synthesizer Brett verzweigt sich mit Keyboards, die gemeinsam ein Netz aus Melodien weben. Der Titelsong ?Nabuma Rubberland? klingt wie ein Herzschlag der mit Streichern versüßt wird. Gefährlich wird es in ?Killing Me? das mit elektronischen Mitteln, staubtrocken durch eine Geisterstadt rockt.

Im Zentrum aller Musik steht die kristallklare Stimme von Nagano. Sie sticht nicht nur durch die Oberflächen des Klangs, sondern offenbart die Tiefen der Musik, die auf ?Nabuma Rubberland? in jedem Lied darauf warten entdeckt zu werden. Nagano hat zudem eine Stimme, die selbst in dunkelster Nacht und im tiefstem Moll ein Licht der Hoffnung am Leben erhält. ?Cat Rider? zeigt das eindrucksvoll. Aber auch im, von einem simplen Beat getriebenen, Stück wie ?Paris?, spielt sie ihre ganze Stärke aus, überspringt Oktaven und lässt die Wörter in jeder Tonlage angenehm schwingen.

Little Dragon folgen keinem Genre, das sie in allen Fassetten ausarbeiten, sondern stöbern überall dort wo sich Synthesizer und Beats wohlfühlen. Ausflüge zum 80er Jahre Pop reihen sich an Dupstep und klassischen Elektro mit leichten Trip-Hop Anleihen. Verträumte Elemente treffen auf soulige Wärme, sind aber immer darauf bedacht im Minimum der Töne ihren dunklen Glanz zu offenbaren. Im Hintergrund rauscht es, ein klicken taucht auf und verschwindet und wer die Ohren spitzt hört es Knistern zwischen den Instrumenten.

?Nabuma Rubberland? ist ein Album, das der Konstruktion elektronischer Tracks, mit starkem Songwriting die Kälte raubt und das sich, trotz seiner reduzierten Art, darauf versteht ein Überfluss an tollen Songs zu kreieren.

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