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Album der Woche: George Ezra – Wanted On Voyage

Nach dem Top-10-Hit "Budapest" gelingt George Ezra das Sommeralbum des Jahres mit weiteren potentiellen Hits.

Wie der Schatten in der Mittagshitze. Wie das kühle Bier am Badesee. Wie die Hand, die aus dem fahrenden Auto gehalten wird. Wie das Lagerfeuer an lauen Abenden. Wie das Lachen der besten Freunde. Wie ein Eis zum Frühstück. Wie ein Träne, die im Licht der Sonne verdunstet. Wie all das Glück, das in dem kurzen Moment herrscht, an dem alle Arbeit erledigt ist. Nichts weniger ist "Wanted On Voyage".

 

 

 

"Wanted On Voyage" ist ein Fest ohne Überschwang. Hier wird nicht die Nacht zum Tag gemacht, sondern der Tag in seiner ganzen Länge gefeiert. Und das so entspannt, wie ein fauler Sommertag nur sein kann. Den Anfang macht "Blame It On Me". Ein Folk-Pop-Power-Song, der sich bereits beim ersten Hören in die Herzen spielt. "Budapest" an Nummer 2 stürmt nicht umsonst die Charts. Mit seiner liebevollen Melodie klingt "Budapest", wie es sich anfühlt in der Hängematte zu dösen, während der Wind in den Blättern raschelt und der dazugehörige Baum Schatten und Kühle spendet. "Cassy O" klatscht in die Hände und fordert alle Freunde auf, sich mit großen Gesten in die kühlen Fluten des nahen Sees zu werfen.

"Did You Hear The Rain" ist tief getränkt mit Gospel und Traditional-Melodien, dass es schwer fällt zu glauben, dass dieser George Ezra ein junger Mann von 20 Jahren sein soll. Seine Stimme klingt tief und geschärft von langen Jahren der Erfahrung. Auch das macht dieses Album so besonders. Die leichten Lieder, die von kraftvoller Stimme die notwendige Führung erhalten, um sich in den Ohren und Herzen der Hörer zu verankern.

George Ezra fällt auf, weil er sich nicht in den Vordergrund drängt. Seine Songs sind auf ihre kleine Art und Weise größer, als sie im ersten Moment erscheinen. Sie wachsen über sich hinaus, mit jedem Durchlauf von "Wanted On Voyage". Diese Lieder sind beiläufig und doch zwingend. Eine Kombination, die aus "Wanted On Voyage" ein federleichtes Album macht. Alles in allem also: Songs, die den Sommer begleiten. Hand in Hand oder Arm in Arm, aber vor allem: freundschaftlich.

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