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Album der Woche: Arkells ? High Noon

Euphorischer Gitarren Pop mit rauschenden Melodien. Perfekt für diesen Sommer, den kommenden Herbst, den langen Winter, den ersehnten Frühling und natürlich für den Sommer im nächsten Jahr.

Das dritte Album wird gern als Schicksals Album bezeichnet. An diesem Punkt sind die Kanadier nun angekommen. 2 Alben hatten die Arkells Zeit um sich für diesen großen Wurf zu rüsten. In Kanada seit dem Debüt ?Jackson Square? eine Institution, gelang den Arkells auch in Europe nach und nach Erfolge. Als das zweite Album ?Michigan Left? 2 Jahre nach dem Release in Kanada (2011) letztes Jahr auch in Deutschland veröffentlicht wurde, konnten sich die Arkells auch hier zu Lande etablieren. Die ersten beiden Alben waren geprägt von rockigen Exkursen und ersten Gehversuchen im Pop. War ?Jackson Square? voller jugendlicher Kraft und ?Michigan Left? ein Heran tasten an Pop Strukturen, ist ?High Noon? der große Wurf dem es gelingt in gleichem Maßen unbekümmert und abgebrüht zu sein.

 

Die erste Single ?Come To Light? lebt von Synthesizer Bässen die sich mit Klavier zu einer Hymne entwickeln, derer sich nur schwer zu wehren ist. Ein guter Einstieg in die Musik von ?High Noon?, das im Laufe seiner 11 Lieder weit aus größere Hits bietet. Da wäre ?Cynical Bastards? zu nennen, das locker leicht durch Strophe und Refrain rockt, tanzt, lacht, hupft und all seine Hörer zu umarmen vermag. Oder ?Hey Kids?, das groovt bis die Hüften von ganz von allein schwingen. Und dann geht es erst richtig los: Füße wippen im Takt, wenn Bass und Schlagzeug auf den Punkt spielen. Herzen füllen sich mit guter Laune bei jedem Piano Akkord. Gesichter werden erfüllt von breitem Grinsen, wenn der Background Chor Refrains in den 7. Himmel jubilieren. Und wenn dann alles zusammen trifft fühlt sich das an wie Douglas Adams das Fliegen beschreibt: Wer beim Stolpern das Landen vergisst, der fliegt. So einfach ist das, und so einfach verschmelzen die Arkells Pop mit Rock, Gitarren mit Klavier, sowie Gesang mit Melodie.

Die Arkells schaffen es Melodien für Millionen zu schreiben ohne diese banal klingen zu lassen. Ganz im Gegenteil sind diese so versiert, dass jeder einzelne der Millionen Hörer, sich persönlich angesprochen fühlt, die Melodie verinnerlicht und sie zu seinem eigenen kleinen Schatz erklärt. Allein beim Hörern des Überhits ?Cynical Bastards? fühlt man sich in Alltagstrot gefangen, wie der Erstbesteiger des Mount Everest.

Wenn ?High Noon? das Schicksals Album für die Arkells ist, dann sieht die Zukunft rosig aus. Mehr Pop wird eine Indie Band nie mehr spielen ohne sich selbst zu verraten!

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