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ADB & Fastboot ohne großes Android-SDK installieren

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Wer einen Androiden rooten möchte oder eine neue Firmware einspielen will, der braucht dazu einen Computer mit den Tools adb und fastboot aus dem megabyte-starken Android SDK. Minimal ADB & Fastboot installiert Ihnen die zwei Tools ohne das oft brach liegende SDK.

ADB und Fastboot sind für Android-Schrauber wichtige Werkzeuge. Wer schon einmal seinen Androiden gerootet oder gar eine alternative Firmware eingespielt hat, wird mit großer Wahrscheinlichkeit mit den zwei Tools schon in Kontakt gekommen sein. Für Windows-User jedoch ein wenig nervig: Beide Tools stecken im Megabyte-schweren Android SDK [1]. Wer nicht gerade Android-Apps entwickeln möchte, braucht das komplette SDK eigentlich nicht.

Minimal ADB & Fastboot

Wer nur die Tools des SDK installiert, schaufelt bereits über 90 MByte auf seinen Rechner. Komplettiert man das Android SDK mit ein paar weiteren Komponenten, ist man schnell bei über 400 MByte. Viel zu viel, wenn man eigentlich nur adb und fastbook möchte. Mit dem kleinen Setup-Skript Minimal ADB & Fastboot [2] minimiert sich der Platzbedarf auf zwei MByte – ohne dass Sie etwas verpassen.

 

Minimal ADB & Fastboot laden Sie als Setup-Routine aus dem XDA-Developers-Forum. Das Setup fragt Sie nach dem Speicherort und dem Erstellen von Startmenü-Einträgen. Sie müssen an dieser Stelle nichts ändern, klicken Sie sich einfach durch die Installation. Am Ende liegen im Verzeichnis C:Programm FilesMinimal ADB & Fastboot beziehungsweise C:Programm Files (x86)Minimal ADB & Fastboot bei einem 64-Bit System die Dateien adb.exe und fastboot.exe.

Start via Explorer

Am einfachsten Rufen Sie adb und fastboot über den Windows-Explorer auf. Navigieren Sie dazu zum von Ihnen gewählten Installationsordner und klicken Sie bei gedrückter [Shift]-Taste mit der rechten Maustaste auf eine leere Stelle im Ordner. Im Kontextmenü erscheint daraufhin der zusätzliche Eintrag "Eingabeaufforderung hier öffnen". So öffnen Sie das Windows-Terminal schon gleich mit dem richtigen Pfad.

 

Schließen Sie nun Ihren Androiden per USB-Kabel an den Rechner an, sollte mittels adb devices Ihr Androide sichtbar sein. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Sie auf Ihrem Android-Handy oder -Tablet das USB-Debugging aktiviert haben. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf android-user.de [3].

 

Bei einem Update des SDK werden oft auch adb und fastboot aktualisiert. So wurde etwa mit der Einführung von Android 4.2 ein RSA-Fingerprint zur Absicherung des USB-Debugging-Modus eingeführt. Dazu musste dann auch die adb.exe aktualisiert werden, ohne das Update konnte sich das Tool nicht mehr zum Handy verbinden. Für eine Aktualisierung laden Sie die jeweils neuste Version aus dem Thread zu Minimal ADB & Fastboot herunter [2] und wiederholen die Installation.