Google steigt in die Welt der Internet- und Kabel-TV-Anbieter ein und lehrt die neue Konkurrenz mit einem Knall das fürchten. In der Pilot-Stadt Kansas City möchte Google in Zukunft generell einen kostenloses Internetzugang anbieten, wer bis zu 120 Dollar im Monat bezahl bekommt Gigabit-Speed, unzählige Fernsehprogramme und reichlich Hardware von Google ins Haus gestellt.
Als erste Stadt baut Google sein Fiber-Netz in der größten Stadt des US-Bundesstaat Missouris Kansas City auf. In einem Auswahlprozess hatten sich über 1000 amerikanische Gemeinden beworben, letztendlich viel auf Kansas City die viel umjubelte Entscheidung. Google wird aber nach und nach sein Netz ausbauen, basierend auf der Anzahl der Interessanten wird Google immer weitere Städte an sein Netz anschließen.
Google baut sein Netz auf Basis von Glasfaserleitungen so auf, dass Teilnehmern bis zu einem GByte/s für Datentransfers zur Verfügung stehen. Über die Leitung wird allerdings auf das TV-Signal gestreamt, so dass in der Realität wohl weniger für Internet-Downloads übrig bleibt.
Die Preise für den Internet-Anschluss von Google beginnen bei 0 Dollar im Monat, das Unternehmen möchte offiziellen Angaben nach somit seinen Teil dazu beitragen, die digitale Kluft zwischen Arm und Reich oder Bewohnern von ländlichen und städtischen Gebieten schließen. Uneigennützig werden wohl aber auch die kostenlosen Anschlüsse nicht vergeben, Google erhält exklusive Einblicke in das Surf-Verhalten seiner Nutzer und kann noch gezielter Anzeigen schalten.
Google wird das Fiber-Netz bevorzugt in Stadtteilen aufbauen, in denen sich ausreichend Kunden vorab angemeldet haben. Die Registrierungsfrist läuft bist zum 9. September, danach wird entschieden welche Stadtteile Google-Fiber zuerst bekommen und welche vielleicht sogar erstmal komplett außen vor bleiben.
Mit Google Movies & TV, Google Drive, Google Play Music und eben nun auch Google Fiber steuert Google nun immer mehr darauf hin, das Internet komplett für sich einzunehmen. Vom Internet-Zugang, über Cloud-Speicherplatz und Inhalte bis hin zu den Endgeräten (Chrome-Browser, Android-Geräte, Nexus Q) hat Google alles in der Hand.
Quelle: Google Fiber
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