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Im Test: Convexa padDreamer9.7 und padDreamer9.7we mit Retina-Display

Träumer-Tablet

2048 x 1536 Pixel auf 9,7 Zoll. Apple hat es vorgemacht und seither bringen auch manche Android-Hersteller Tablets mit diesem Formatfaktor auf den Markt. Wir haben zwei davon getestet.

Aus Android User 04/13

Plusminus

+ Retina-Display

+ Verarbeitung

+ 32 GB Speicher (we-Edition)

- Träge Bedienung

- App-Kompatibilität

Android-Tablets mit hochauflösendem Display gibt es bereits für 200 Euro. Doch die meisten davon muss man in China bestellen. Die hier vorgestellten padDreamer-Tablets stammen hingegen von der deutschen Firma Convexa. So können Sie sich bei Problemen direkt an den Hersteller wenden. Die in den Modellen padDreamer9.7 und padDreamer9.7we verbaute Hardware ist allerdings China-Ware von der Stange. Es handelt sich dabei um den schon etwas betagten Rockchip RK3066-Prozessor (Dual-Core, 1,6 GHz) kombiniert mit der Mali400-GPU. Während die GPU beim Samsung Galaxy S2 lediglich 480x800 Pixel ansteuern musste, sind es hier gleich 2048 x 1536, und das merkt man – leider.

Die Software

Auf den beiden padDreamer-Tablets, die sich einzig darin unterscheiden, dass die weiße "we"-Edition über 32 GByte internen Speicher verfügt ist Android 4.1 vorinstalliert. Wir rechneten deshalb mit einem butterweichen und super-smoothen Android-System. Von dem finden Sie allerdings beim padDreamer (und auch praktisch allen anderen Varianten dieses Tablets unter diversen Namen) kaum etwas. Im Gegenteil: das Tablet lässt sich für die meisten Aufgaben recht viel Zeit und selbst bei einfachen Wischgesten im App-Drawer kommt es zu Rucklern. Das liegt nicht allein an der Hardware liegen, denn schließlich arbeiten auch deutlich schwachbrüstigere Hardware-Plattformen mit Android 4.1 zusammen recht flott. Im Internet gibt es denn auch bereits ein paar alternative Firmware-Dateien für den RK3066-Prozessor, mit denen die Retina-Tablets etwas flüssiger Arbeiten. Allein von den Benchmark-Resultaten her (siehe Tabelle) müsste das padDreamer-Tablet deutlich flinker sein.

Abbildung 1: Wer nur ab und zu Mails lesen will, kommt mit dem Pad auf über eine Woche Akkulaufzeit.

Haben Sie sich mit den Rucklern bzw. der etwas trägen Arbeitsweise des Tablets abgefunden, finden Sie Android 4.1.1 im Google-Original, also ohne Änderungen durch den Hersteller vor. Google Play, Chrome, Google Maps und ein paar weitere Google-Apps sowie ein Dateimanager sind vorinstalliert. Auch ein Task-Manager und ein separater Videoplayer befinden sich unter den vorinstallierten Apps.

Die Hardware

Bei einem genauen Blick auf das Display waren bei unserem Testgerät kleine Unschärfen zu erkennen und wir konnten die hohe Auflösung nicht so recht glauben. Das liegt aber daran, dass die Tablets in der Grundeinstellung gar nicht die volle Pracht des Displays zeigen sondern lediglich 1600x1200 Pixel. Um in den Retina-Modus zu wechseln, müssen Sie zunächst in den Einstellungen unter Display den Display mode von normal auf HD umstellen. Dazu muss das Tablet neu booten. Der normale-Modus hat seinen Grund: zahlreiche Apps kommen (noch) nicht mit dem HD-Modus klar und verweigern deshalb bei Google Play die Installation. Im normalen Grafikmodus klappt es hingegen und die Anwendungen lassen sich dann später auch im HD-Modus einsetzen. Getestet haben wir das unter anderem mit Adobe Reader.

Abbildung 2: In der Grundeinstellung zeigt das Tablet nur 1200x1600 Pixel an. Erst der HD-Modus bringt die volle Auflösung.

Das Display ist wirklich sehr schön und extrem scharf. Das gilt bereits für den normalen Modus mit 1200 x 1600 Pixeln aber erst recht für die volle Auflösung. PDF-Dateien oder Bücher zu lesen macht wirklich Spaß und auch FullHD-Videos bereiten dem Tablet keinerlei Problem, auch wenn das 4:3-Seitenverhältnis bei den meisten Filmen nicht wirklich praktisch ist.

Ebenfalls sehr gut gefallen hat uns die Verarbeitung der padDreamer-Tablets mit der rückseitigen Alu-Schale. Wir haben nichts daran auszusetzen, abgesehen davon dass die Tablets im Vergleich zum Nexus 10 oder Nexus 7 mit 672g doch recht schwer sind. Achten Sie darauf, nicht nur die dicke Schutzfolie vom Tablet zu entfernen, sondern auch die auf dem Display angebrachte dünne. Die zweite Folie war bei unseren Testgeräten nur daran zu erkennen, dass sich bei einem der Tablets kleine Luftbläschen gebildet hatten.

Das Convexa-Tablet verfügt über zwei 2-MP-Kameras, die sich beide lediglich als Webcam eignen. Erwähnen möchten wir an dieser Stelle auch noch den separaten Zurück-Button, der sich neben der Lautstärkewippe befindet. Der Sinn des Buttons wurde uns erst beim Vollbildmodus des vorinstallierten Videoplayers klar. Den Einschaltknopf müssen Sie also auf der rechten Seite des Tablets suchen.

Abbildung 3: Android User als PDF auf dem hochauflösenden Display zu lesen, macht wirklich Spaß.

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