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Im Test: BASE Varia mit Dual-SIM-Funktion

Dual-SIM-Smartphone der Einsteiger-Klasse

Die E-Plus-Tochter BASE brachte vor Weihnachten ein neues Einsteiger-Smartphone unter eigenem Namen BASE Varia mit Dual-SIM-Funktion auf den Markt. Wir haben das Gerät gründlich getestet und sind der Frage nachgegangen, was sich hinter dem vielversprechenden Fantasienamen verbirgt.

Aus Android User 03/13

Plusminus

+ Dual-SIM-Fähigkeit

+ Kostenkontrolle

+ Benachrichtigungs-LED

+ HSDPA (3G+)

- manchmal unsensibler Touchscreen

- zu wenig interner Speicher

- hohes Gewicht

Das Smartphone BASE Varia wird vom chinesischen Elektrokonzern TCL (The Creative Life, ehemals Today China Lion) hergestellt, der auf dem deutschen Markt eher von seinen LCD- und LED-Fernsehern her bekannt ist. TCL vermarktet seine Smartphones außerhalb von China unter dem Markennamen Alcatel One Touch. Die Marke gehört seit gut acht Jahren zu TCL Communication. Der Konzern veröffentlichte vor einigen Jahren sein Vorhaben, den Alcatel-Brand mit der Zeit komplett aufzugeben, und weltweit den Namen TCL zu verwenden. Ob wir hier einen ersten Schritt in dieser Richtung sehen, bleibt eine offene Frage, aber auf jeden Fall handelt es sich bei BASE Varia um ein umgetauftes Alcatel One Touch 918D mit TCL-Logo auf der Schachtel.

Grundausstattung

Zum Lieferumfang gehören nebst Ladegerät ein separates USB-Verbindungskabel, ein Headset, eine abnehmbare Akku (1300 mAh), eine Displayschutzfolie, eine 2 GByte große MicroSD-Speicherkarte und ein Austausch-Cover in Weiß. Letzteres soll auch den Namen Varia begründen. Die gedruckte Kurzanleitung und der Android Einrichtungs-Assistent geben alle Informationen, die für die Inbetriebnahme, sowie für den alltäglichen Gebrauch nötig sind. Wer noch mehr Infos braucht, lädt nach dem relativ einfachen Einrichten des Smartphones die Bedienungsanleitung von der Produktseite herunter, speichert sie auf der SD-Karte, und liest sie gleich in PDF-Format mithilfe des mitgelieferten OfficeSuite-Viewers unmittelbar auf dem Gerät.

Abbildung 1: Der Sperrbildschirm mit sehr nützlichen Infos und Animation beim Laden.

Abbildung 2: Beide SIM-Karten lassen sich sehr einfach verwalten.

Die Hardware-Spezifikation ist ähnlich wie bei anderen Smartphones der Einsteiger-Klasse, und eigentlich mit dem Alcatel One Touch 918D identisch. Der kapazitive 3,2-Zoll-Touchscreen bietet eine HVGA-Auflösung von 320 x 480 Pixeln. Das Bild ist scharf genug, aber die Bedienung ist etwas umständlich, manchmal reagiert der Touchscreen unsensibel, wodurch das Anordnen von Icons im Hauptbildschirm und die Texteingabe sehr erschwert werden. Die Kamera hat eine Auflösung von 3.0 Megapixeln und verfügt über keinen Blitz. Die Fotos und Videoaufnahmen sind von mittelmäßiger Qualität. Die Sprach- und Klangqualität ist aber sowohl in der Telefon-Funktion, als auch bei Multimedia-Inhalten erstaunlich gut. Fürs Radiohören sorgt der eingebaute FM-Empfänger, als Antenne nutzen Sie dabei das Kabel des mitgelieferten Headsets. Die Funktionen Sprachwahl und Sprachsuche liefern aber leider keine genauen Treffer.

Grundfunktionen und Erweiterungen

Der 650 MHz schnelle Single-Core Prozessor und die 256 MByte RAM sind sogar für Einsteiger-Modelle etwas knapp bemessen, trotzdem laufen Apps und Multimedia-Inhalte reibungslos. Das Betriebssystem Android 2.3.6 (Gingerbread) erledigt seine Arbeit mühelos, aber ohne Hoffnung auf ein Upgrade. Auch die App-Auswahl wird dadurch nicht wirklich begrenzt, schuld daran ist viel mehr die viel zu knappe interne Speicherkapazität: von den rund 512 MB bleiben für Apps lediglich etwa 160 MB übrig, und fast die Hälfte davon ist auch von vornherein belegt. Die wichtigsten Anwendungen sind nämlich vorinstalliert: E-Plus DataCheck, Traffic-Manager, Kontaktmanager, Kalender, Mediaplayer, Foto- und Videoalbum, Browser, Dateimanager, Google-Mail, Maps und Navigation. Im Hauptmenü sind zwar eine Menge Extra-Apps mit Icons aufgelistet (AccuWeather, ADAC-Pannenhilfe, eBay, Facebook, JobConnect, Twitter usw.), viele davon sind aber gar nicht vorinstalliert, sondern auf der MicroSD-Card als installierbare .apk-Dateien gespeichert.

Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass man wegen diesen Apps kein Google-Konto einrichten und den Play Store nicht aufsuchen muss. Versucht man die Apps aber wirklich zu installieren, bekommt man gleich die Fehlermeldung, dass kein Platz mehr vorhanden ist. Gerade für Einsteiger ist diese Panne sehr entfremdend, obwohl die Lösung für erfahrene Nutzer auf der Hand liegt: unnötige Apps deinstallieren und alle auf die MicroSD-Card auslagern, die sich auslagern lassen. Und es funktioniert tatsächlich bei der OfficeSuite und bei Angry Birds (auch Star-Wars), bei den Offline-Kartenabschnitten von Google-Maps und für die Navigation. Die 2 GByte extra Speicherkapazität wird dadurch aber relativ schnell aufgebraucht. Brauchen Sie mehr, etwa für Musik, Videos, Fotos, dann lässt sich diese durch den Austausch gegen eine entsprechende MicroSD-Card bis zu 32 GByte erweitern. Den Steckplatz finden Sie unter dem Akku. Die Kapazität des Akkus reicht bei alltäglichem Betrieb für mehrere Tage, bei extremer Dauerbelastung für gute fünf Stunden.

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