Im Test: Telefonbücher für Ihren Androiden

Die Auskunft

Wie war noch gleich die Nummer des chinesischen Restaurants? Und Klaus hat doch nach seinem Umzug auch eine neue? Hier im Urlaub gibt es doch bestimmt irgendwo ein Kino? Fragen, die gleich mehrere Telefonbuch-Apps mit wenigen Fingertipps beantworten wollen.

Aus Android User 01/12

Eine Telefonbuch-App für Android tönt zwar beim ersten Lesen wie ein schlechter Scherz, in der Praxis erweisen sich die Apps aber als nützliche Helfer und vor allem deutlich schneller als die zugehörigen Webseiten der meisten Firmen.

DasTelefonbuch

Wer im Android Market nach einem Telefonbuch sucht, stößt unweigerlich auf DasTelefonbuch für Deutschland. Seinen Anwender begrüßt es mit einem aufgeräumt wirkenden Startbildschirm. Wie bei der Konkurrenz tippt man in das oberste Eingabefeld den gesuchten Namen beziehungsweise Suchbegriff, in das darunter die Stadt und schickt die App dann per Finden auf die Suche. Alternativ gelangt man über die Schaltflächen im unteren Teil direkt zu wichtigen Einrichtungen wie Restaurants, Apotheken oder Hotels in der direkten Umgebung. DasTelefonbuch beherrscht auch die Rückwärtssuche, spuckt also zu einer Telefonnummer den Besitzer aus.

Alle Suchergebnisse zeigt die App auf Wunsch als Nadeln auf einer Straßenkarte und berechnet auch die dorthin führenden Routen. Ein Fingertipp auf einen gefundenen Telefonbucheintrag öffnet eine Detailansicht, über die man direkt die Nummer wählen, einen neuen Kontakt im Adressbuch anlegen oder seine Lage auf einer Karte anzeigen lassen kann. Sofern mit angegeben, darf man auch die Internetseite des Gesuchten öffnen und ihm eine E-Mail schicken. Teilweise soll es bei gewerblichen Adressen sogar Videos, Bildergalerien und die Öffnungszeiten geben – auf solche gestoßen sind wir bei unseren Suchanfragen allerdings nie.

DasTelefonbuch wirbt mit insgesamt 32 Millionen gewerblichen und privaten Kontaktdaten. Die sind auch durchweg auf dem aktuellen Stand. So findet DasTelefonbuch einen vor drei Monaten umgezogenen Bekannten bereits an seiner neuen Adresse. Bei den Kinos von Dortmund patzt das Produkt der deutschen Telekom jedoch und unterschlägt gleich drei kleine Lichtspielhäuser – darunter auch zwei alteingesessene. DasTelefonbuch ist einfach zu bedienen, schnell und weitgehend aktuell. Die Gedächtnislücke kostet die App allerdings einen Stern.

Abbildung 1: Bei den Kinos in Dortmund findet das Telefonbuch nicht alle Lichtspielhäuser.

Abbildung 2: Ein Klick auf die Karte hilft bei der Orientierung enorm.

Das Örtliche

Alle paar Monate liegt in den Postagenturen ein dicker Wälzer mit dem örtlichen Telefonverzeichnis aus. Die App zu diesem Klassiker präsentiert zunächst auf einer kleinen Karte den aktuellen Standort, darunter führen Kategorien zu wichtigen, in der Nähe befindlichen Einrichtungen. Die Kategorien sind jedoch merkwürdig gewählt und ziemlich verschachtelt. Kinos verstecken sich beispielsweise sowohl unter Kultur, als auch Nachtleben. Je nachdem, wie umfangreich das Kulturangebot in der Stadt ist, darf sich man sich dann erst durch eine lange Liste wühlen.

Telefonnummern scheint die App auf den ersten Blick nicht suchen zu können – bis man auf die Idee kommt, die Einstellungen aufzurufen. Dort findet man dann allerdings auch eine Rückwärtssuche. Der Datenbestand scheint identisch mit "Das Telefonbuch": Auch Das Örtliche unterschlägt die drei gleichen Dortmunder Kinos. Auf Smartphones lässt sich die App zudem nicht querlegen und somit nur die kleinere Bildschirmtastatur nutzen. Fundstellen kann die App ins Adressbuch übernehmen, auf eine Merkliste setzen und an Freunde weiterleiten.

Abbildung 3: Das Örtliche hilft beim Aufspüren von Supermärkten und anderen nützlichen Einrichtungen.

Abbildung 4: Der Routenplaner zeigt Ihnen den Weg zum gesuchten Objekt.

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