So installieren Sie KitKat mit CyanogenMod 11 auf dem Galaxy Nexus

Have a break!

04.02.2014
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© Google

Das Nexus 5 lockt mit guter Akkulaufzeit, verbesserter Kamera und natürlich mit Android 4.4 "KitKat". Auch wenn Google für den Vorvorgänger Galaxy Nexus kein Update mehr liefern wird, mit den CyanogenMod 11 Nightlies installieren Sie schon jetzt KitKat auf dem Gerät.

Google verspricht, seine Nexus-Geräte 18 Monate lang mit Updates auf neue Android-Versionen zu versorgen. An dieses Versprechen hat sich das Unternehmen bisher auch immer gehalten. Allerdings ist Google nicht so gnädig, über das Versprechen hinaus ein wenig mehr zu tun – überschreitet ein Nexus-Gerät das besagte Alter, war's das mit Updates!

Die 18-Monats-Grenze trifft bei Android 4.4 jetzt das Samsung Galaxy Nexus. Das erste Dual-Core-Nexus bekommt von nun an nur noch Software-Updates bei eklatanten Sicherheitslücken, die Android-Version bleibt jedoch bei 4.3 stehen. Wer KitKat auf seinem Galaxy Nexus installieren möchte, dem bleibt nur noch der Weg über ein Custom-ROM.

Bootloader des GNex öffnen

CyanogenMod ist nicht ohne Grund eines der am weitesten verbreiteten Custom-ROMs. Eine große Entwicklercommunity sorgt dafür, dass es das ROM für zahlreiche Geräte gibt. Natürlich wird von CM auch das Galaxy Nexus mit fertigen ROM-Images versorgt. Mithilfe des CyanogenMod Installers ist das ROM auch schnell auf dem GNex installiert (einen Artikel dazu finden Sie in diesem Heft), doch die Installationsroutine spielt immer nur die letzte offiziell freigegebene Version ein – im Falle des Galaxy Nexus ist das eben "nur" CyanogenMod 10.2.0 auf Basis von Android 4.3, für KitKat müssen Sie selbst Hand anlegen.

Abbildung 1: Nutzen Sie den CyanogenMod Installer, um eine Ausgangsbasis für KitKat zu schaffen.

Sollte Ihr Galaxy Nexus bisher noch mit dem "Original-Android" laufen und sollte der Bootloader des Geräts von Ihnen auch noch nicht entsperrt worden sein, dann führt der einfachste Weg zu KitKat erst einmal dennoch über den CyanogenMod Installer – auch wenn das vom Assistenten installierte System nur eine Zwischenstation darstellt. Wer schon mit Custom-ROMs experimentiert hat, der kann sich diesen Schritt sparen.

Nach der Installation des CyanogenMod-Systems halten Sie sich daher nicht lange mit dem Einrichten auf – Sie setzen zum Abschluss der KitKat-Installation das System sowieso wieder komplett zurück. Wichtig ist, dass der Installer ohne großes Zutun den Bootloader des Handys entsperrt und ein Custom-Recovery installiert, sodass Sie anschließend mit der eigentlichen KitKat-Installation fortfahren können.

Besser komplett neu starten

Theoretisch bietet CyanogenMod eine Updateroutine an, über die Sie auch Nightly Builds und somit eben auch KitKat installieren könnten. Dazu müssten Sie in den Einstellungen unter Über das Telefon | CyanogenMod-Updates die Update-Typen auf Neue Versionen (inkl- Nightlies einstellen.

Anschließend listet der Updater die Nightly Builds in der Form "cm-11-20131216-NIGHTLY" auf. Per Klick auf das Icon neben dem Eintrag lassen sich diese CM-Nightlies dann direkt auf das Handy herunterladen und einspielen – dabei gehen nicht einmal Daten auf dem Handy verloren. Bilder, SMS oder Apps und deren Daten bleiben erhalten.

Abbildung 2: Vermeiden Sie das Upgrade über die in CyanogenMod enthaltene Update-Routine.

Das Upgrade über den Update-Manager hätte daher einige Vorteile, doch wir möchten Ihnen von diesem Weg abraten. Auf unserem Testgerät, das zuvor mit CyanogenMod 10.2 problemlos funktionierte, zeigten sich die Tücken dieses Update-Pfads. So passen direkt nach dem Update die schon installierten und eigentlich für CM 10.2 gedachten Google-Apps nicht mehr zu CyanogenMod 11, diese müssen nach dem Neustart wieder von Hand eingespielt werden.

CWM-Recovery

Sollten Sie zuvor schon mit Custom-ROMs auf Ihrem Galaxy Nexus gearbeitet haben, dann befindet sich bereits ein Custom-Recovery auf Ihrem Handy. Beachten Sie bitte, dass Sie für das Update zwingend das ClockworkMod Recovery in Version 6.0.4.3 [3] oder neuer benötigen, sonst bricht die Installation mit der Meldung "set_metadata recursive some changes failed" ab. Das TWRP-Recovery ist bisher noch komplett inkompatibel.

Bei uns hatte dies zur Konsequenz, dass sämtliche Google-Anwendung beim Start abstürzten. Erst nach Löschen und Neuinstallation von Gmail, Hangouts und Co. funktionierten diese wieder, aber auch nur in Grenzen. Play Music quittierte zum Beispiel auch dann noch den Download von Musik auf das Handy mit der Meldung, dass keine Verbindung zum Internet bestünde.


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