Im Test: LG Optimus G Pro

Power-Riegel

26.09.2013

Das LG Optimus G Pro kommt im Vergleich zur direkten Konkurrenz sehr spät auf den Markt. Die Zeit kam LG jedoch gut gelegen, das Optimus G Pro punktet dank guter Abstimmung mit extra langer Laufzeit. Ist es aber für das Handy nicht vielleicht zu spät?

Plusminus

+ Sehr gutes Display

+ Sehr gute Akkulaufzeit im Standby

+ Kabelloses Laden (Qi)

+ Infrarotsender

+ Schneller LTE-Funk

+ Status LED um Home-Button

- Nur Mono-Lautsprecher

- Hohes Gewicht

LGs Top-Handy-Reihe verabschiedet sich vom Begriff "Optimus". In Zukunft trägt LGs Top-Modell – wie etwa das bereits Anfang August gezeigte LG G2 — einfach nur noch ein "G" im Namen. Bis dahin aber, gibt es mit dem Optimus G Pro noch ein letztes Optimus. Ein Handy, das diesen Namen durchaus verdient trägt, das aber vielleicht ein wenig zu spät auf den Markt kommt.

Mittlere Oberklasse

Von der Leistung her braucht sich das LG Optimus G Pro nicht zu verstecken, wenn es auch nicht die High-Scores in den Benchmarks knackt. Ein Samsung Galaxy S4 oder ein HTC One liefern im AnTuTu-Benchmark etwa Werte um die 25.000 Punkte, das Optimus G Pro muss sich "nur" mit knapp 20.000 begnügen. Bei Vellamo liegt das G Pro näher an seinen Konkurrenten.

Abbildung 1: Die Performance des LG Optimus G Pro kann mit dem HTC One oder dem Galaxy S4 nicht mithalten.

Im Alltag spüren Sie von diesen leicht schlechteren Leistungswerten jedoch kaum etwas. Die Oberfläche des G Pro arbeitet in jeder Situation flüssig, ohne Ruckler oder Stotterer. Auch aktuelle Action-Titel wie Riptide GP2 spielt das G Pro in (fast) höchster Detailstufe – nur Handys mit dem brandneuen Tegra 4 könnten mehr.

In Punkto Display spielt LG in einer Liga mit den Top-Modellen von Samsung, HTC oder Sony. Der hell leuchtende 5,5-Zoll-Bildschirm mit 1920x1080 Pixeln und Full-HD-Auflösung überzeugt mit tiefen Kontrasten, kräftigen Farben und sehr guter Lesbarkeit bei Einfall von starkem Sonnenlicht. Bei einer Pixeldichte von knapp 400 PPI sind die Pixel so klein, dass selbst kleinste Schriften wie gedruckt wirken.

Einfaches Gehäuse

Bei der Gestaltung des Gehäuses setzt LG rückseitig wie auch schon beim alten Optimus G oder beim Nexus 4 auf eine glitzernde Matrix aus kleinen Quadraten. Beim Optimus G Pro verzichtet LG jedoch auf teures – und empfindliches Glas – und verbaut einen Deckel aus flexiblem Kunststoff. Unter diesem finden microSD- und micro-SIM-Karte wie auch der 3140 mAh starke austauschbare Akku ihren Platz.

Abbildung 2: Mit dem Quick Button links oben erstellen Sie im handumdrehen Screenshot-Notizen.

Bei den Buttons folgt LG dem üblichen Layout. Links finden Sie die Lautstärkewippe, rechts auf Daumenhöhe den An/Aus-Button. Links oben spendiert LG dem Optimus G Pro jedoch noch einen "Quick Button", der in der Grundeinstellung die Notiz-App "Quick Memo" startet, aber auch frei konfiguriert werden kann. An der Oberkante hat LG Platz für die Kopfhörerbuchse und einen Infrarotsender zum Steuern von TV und Co. gefunden.

Abbildung 3: Die Dual-Kamera nimmt gleichzeitg die Front wie auch die Rückkamera in einem Bild auf.

Bei der Kamera-Software erinnern eine Reihe von Features an die Konkurrenz. Die "Dual-Kamera" blendet etwa die Front-Kamera während der Aufnahme in das Bild der Hauptkamera ein. "Time Catch" speichert beim Photographieren automatisch Bilder vor dem eigentlich Auslösen der Kamera ab, so dass Sie sich die beste Aufnahme aussuchen können. Das Kamera-Bild leidet jedoch unter der Optik, wir haben schon schärfere und bei Nacht weniger verrauschte Bilder gesehen.

Abbildung 4: Bei hellem Tageslicht überzeugt die Schärfe, der in das G Pro eingebauten Kamera nicht.
Abbildung 5: Abends und Nachts bei schlechtem Licht lässt sich ein starkes Bildrauschen feststellen.

Das an sich positive Bild trübt auch der magere Sound. Ein nach hinten gerichteter Mono-Lautsprecher ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit, gerade weil sich ein so großes Handy auch für mehr eignet als nur zu telefonieren. Gegen ein HTC One tönt das Optimus G Pro blass. Immerhin wird der Sound nicht komplett abgedämpft, wenn das Handy flach auf dem Tisch liegt.


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