Die besten Schutzhüllen für Nexus-Geräte

Schick & sicher

26.09.2013

Wer sein Handy liebt, schenkt ihm ein Case. Damit lässt sich jedes Nexus-Gerät nicht nur verschönern und personalisieren, sondern die Hüllen schützen das Gerät auch bei Stürzen.

Es gibt drei Arten von Nexus-Nutzern: Die einen würden ihr geliebtes Handy nie in ein Case stecken, weil es doch von Haus aus bereits so schön aussieht. Die zweite Gruppe kauft das Case gleich mit dem Handy und der Displayfolie zusammen, damit es ja keinen Kratzer bekommt. Die dritte Gruppe lässt sich Zeit mit der Auswahl des passenden Accessoires, um eine möglichst individuelle Schutzhülle zu finden. Egal zu welcher Gruppe Sie gehören: in folgendem Artikel haben wir für Sie ein paar besondere Cases getestet und allgemeine Tipps zu Schutzhüllen für Nexus-Geräte zusammengestellt.

Gummi, Leder, Qi?

Die Entscheidung zwischen diesen zwei Materialien ist normalerweise eine Preisfrage. Einfache Schutzhüllen aus Plastik bekommen Sie bereits für 5 Euro. Bei Kunstleder müssen Sie um die 10 Euro einplanen, bei echtem Leder über 20 Euro. Beim Nexus 4 und dem neuen Nexus 7 spielt das Material auch aus einem anderen Grund eine wichtige Rolle: Möchten Sie das Handy drahtlos laden, dann sollten Sie zu einer dünnen Schutzhülle greifen, die mit nicht mehr als 2-3mm aufträgt. Sonst funktioniert die Induktion nicht mehr.

Gummiüberzieher

Eine Suche nach Schutzhüllen für das Nexus 4 auf Amazon bringt über 5000 Treffer. Für diesen Artikel haben wir uns deshalb entschlossen, je drei Cases von der Sorte Gummi-Bumper und je drei von der Sorte Full-Extra zu testen. Dabei haben wir uns nicht nur auf die Verarbeitung und die Materialien beschränkt, sondern die Hüllen abwechselnd auch über mehr als drei Monate im Praxistest benutzt.

Echte Nexus-Fans holen sich den offiziellen Bumper zum Nexus 4 [1] für 20 Euro. Das Gummiband ist zwar recht teuer, passt aber wirklich genau zum Nexus 4 und verleiht dem Google-Handy auch einen ganz besonderen Touch. Es schützt das Nexus 4 wirkungsvoll bei Stürzen aus mittlerer Höhe. Der Vorteil des offiziellen Bumpers besteht darin, dass die Glas-Rückseite nicht verdeckt wird. Das Nexus 4 sieht also weiterhin top aus, ist aber rundum geschützt.

Abbildung 1: Der offizielle Bumper schützt bei Stürzen aber nicht vor Kratzern.

Eine genauso gute aber deutlich günstigere Schutzfunktion erreichen Sie mit den Plastikhüllen von Mumbi, Tinxi und zahlreichen weiteren Anbietern um 5 Euro herum. Lassen Sie sich von den unterschiedlichen Namen und Mustern nicht täuschen: die Cases werden ziemlich sicher alle in der gleichen Fabrik in China hergestellt. Es lohnt sich hier also nicht nach einer günstigeren oder besseren Variante zu suchen: entscheiden Sie sich einfach für eine Farbe und ein Muster und wählen Sie anschließend den billigsten Anbieter. Die Qualität ist bei sämtlichen Cases identisch (gut).

Was Sie bei diesen Gummi-Schutzhüllen beachten sollten: Die Aussparungen für die Kopfhörerbuchse unterscheiden sich zwar nur minimal, aber manchmal passt ein größerer Stecker gerade noch rein, manchmal aber auch nicht mehr. Das hängt nicht vom Typ ab, sondern es sind lediglich produktionsbedingte Abweichungen unter den Geräten. Das gilt auch für die Verarbeitung der Schweißnähte. Achten Sie beim Einsetzen des Nexus 4 in eine Gummihülle unbedingt darauf, dass Case und das Nexus 4 komplett sauber sind. Bei unserem ersten Case gelang es ein paar Mikrokieseln, sich zwischen Nexus 4 und die Schutzhülle zu drängen, sodass unser Testgerät Kratzer auf der Rückseite abbekam. Ironischerweise hatte es vor den Tests und ohne Schutzhülle noch keine einzige Schramme.

Vom Lautsprecher auf der Rückseite müssen Sie sich verabschieden, wenn Sie das Nexus 4 in einer Gummischutzhülle auf eine flache Oberfläche legen. Der Ton wird schlicht absorbiert. Dafür eignen sich die Gummihüllen sehr gut für das Aufladen mit einer Qi-Ladestation, da das Nexus 4 nicht davon rutscht. Last but not least sammeln sich an den Rändern auf der Vorderseite stets Schmutzpartikel an. Auch diese können den Weg zwischen Schutzhülle und Nexus 4 schaffen, was für Kratzer sorgen kann. Für diesen Artikel kauften wir bei Amazon folgende Produkte: Alternate Cases X-Line Silikon schwarz [2] für 3,99 Euro, Tinxi Silikon Schutzhülle mit S Linie blau für 5,69 Euro [3] und mumbi S-TPU Schutzhülle für 5,99 Euro [4]. Einen qualitativen Unterschied konnten wir in den vergangenen 4 Monaten nicht feststellen.

© MumbiAbbildung 2: Das Silicon Case von Mumbi ist eines von sehr vielen unter diversen Namen.
© MperoAbbildung 3: Mit dem Rugged Kickstand von MPERO holen Sie sich noch etwas Bruchsicherheit herein.

Möchten Sie Ihr Nexus 4 zum Outdoor-Handy umbauen, dann lohnt sich ein Blick auf den Tough Rugged Kickstand von MPERO [5]. Das Case bietet zum Preis von knapp 7 Euro eine dicke Gummihülle und einen praktischen Standfuß.

Edlere Nexus-4-Cases

Um zu testen, was teurere Schutzhüllen zu bieten haben, bestellten wir auch Mako Leder Tasche für das Nexus 4 im Wert von knapp 30 Euro (aktuell kostet das Case nur noch 20 Euro) [6]. Diese Tasche erfüllt recht viele Zwecke, aber telefonieren kann man damit nicht, ohne dass das Handy fast zu Boden fällt. Die Innenseite mit drei Einschüben für Kreditkarten ist aus billigem gummierten Kunststoff, die Außenseite aus Leder. Das Handy selbst klemmt in einer Hartkunststoff-Schale. Allerdings sind die Aussparungen für die Lautstärkewippe und den Powerbutton etwas arg klein ausgefallen, sodass man an die Knöpfe fast nicht herankommt. Positiv erwähnen müssen wir noch, dass sich das Case auch für das Laden via Qi eignet, zumindest mit der von uns genutzten PowerQi-Station (siehe Artikel zu den Qi-Ladegeräten).

© AmazonAbbildung 4: Nur zum Teil aus Leder: Die Mako-Tasche für 20 Euro hält in etwa, was sie verspricht.

Mit einem Preis von 8,95 Euro deutlich günstiger ist die Lederbrieftasche von Terrapin [7], die allerdings komplett aus Kunstleder ist. Auch bei diesem Case lässt sich das Handy nur sehr umständlich in der Hand halten. Zum Telefonieren müssen Sie den Deckel komplett nach hinten klappen, was die ganze Gerätschaft extrem dick macht. Im Unterschied zur teureren Mako-Hülle gibt es hier keine separate Aussparung für die Micro-SIM, aber Sie stehen vor dem gleichen Problem, dass die Laustärketasten nur schwer erreichbar sind. Auch auf eine Ständerfunktion müssen Sie verzichten. Auch das Aufladen via Qi ist mit dieser Hülle nicht möglich, da sich die Schnalle zum Schließen auf der Rückseite befindet. Alles in allem ist dieses Case deutlich weniger durchdacht, auch wenn es auf den ersten Blick besser aussieht als die Mako-Tasche.

© AmazonAbbildung 5: Die Ledertasche von Terrapin besteht komplett aus Kunstleder und eignet sich nicht für Qi-Ladegeräte.

Die teuerste Tasche im Test ist die Lederschutzhülle von Noreve [8] für 46 Euro (Grundausstattung) aus echtem Leder, die sich gegen unten aufklappen lässt. Noreve hat dabei der Front auch ein kleines Loch für die LED verpasst. Sehr gut gefallen hat uns, dass die Aussperrung für den Lautsprecher durch ein feines Drahtgitter geschützt ist. Der Noreve-Knopf auf der Rückseite dient zur Befestigung eines speziellen Gürtel-Clips. Die dicke Schraube verhindert dabei, dass sich das Nexus 4 via Qi aufladen lässt. Sie lässt sich aber einfach herausdrehen.

Tipp

Sie möchten Ihrem Nexus 4 einen individuellen Touch verschaffen, es aber nicht in ein Case zwängen? Dann lohnt sich ein Blick auf die zahlreichen Folien von Dbrand [9] oder Skinit [10]. Die Folien gibt es zwar nur in den USA, aber selbst mit Versandkosten bleiben Sie unter 20 Euro.

Abbildung 6: Mit einer Folie für die Rückseite verpassen Sie dem Nexus 4 einen individuellen Touch.

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