Android User Editorial

Die Luft wird dünner

26.09.2013

Liebe Leserinnen, liebe Leserinnen,

Wie viel Arbeitsspeicher stecken in Ihrem PC – weniger als zwei Gigabyte? Dann sind Sie herzlich willkommen im Klub der Veteranen. Mit dem Note 3 hat Samsung das erste mobile Gerät vorgestellt, das über 3 GByte RAM verfügt. Richtig, das sind vermutlich mehr als in einem durchschnittlichen Notebook stecken!

Die Frage "Braucht man das?" ist in der Technikwelt tabu. Gemacht wird, was möglich ist, und als Android-Fan finde ich das auch gut. Es werden also schon ziemlich bald Geräte mit 4 GByte Hauptspeicher folgen, dann wird es einen Wechsel zu 64-Bit geben (den Apple mit dem iPhone 5S schon vollzogen hat), und kombiniert mit der entsprechenden CPU in 14nm-Technologie (Intel soll angeblich bereits 2014 solche Chipsätze liefern [1]), werden wir nächstes Jahr die erste Generation an mobilen Geräten sehen, die aktuellen Low-End-Rechnern klar überlegen sind.

Die Palette ist komplett

Android ist dort, wo die Macher einmal hin wollten und wer sich heute ein Android-Smartphone oder -Tablet kaufen will hat die freie Wahl von 3 bis 13 Zoll und von 60 bis 700 Euro. Selbst Einsteigergeräte um 200 Euro legen aktuell eine so gute Performance an den Tag, dass sich der Käufer praktisch nicht mehr zwischen gut und günstig entscheiden muss. Das zwingt die Hersteller dazu, sich neue Alleinstellungsmerkmale auszudenken, was zu neuer Konkurrenz führt und das ist wiederum gut für den Kunden.

In den vergangenen Monaten war oft die Rede davon, wie schnell sich die mobile Landschaft verschieben kann, wie BlackBerry und Symbian von der Bühne verschwanden und wie Android Marktanteile gewonnen hat. Einige Stimmen meinen, dass auch Android keinen festen Platz in der Smartphonewelt hat und genau so gut von Windows Phone oder von einem anderen mobilen Betriebssystem (Firefox OS) ersetzt werden könnte. Diese Stimmen vergessen aber meistens, dass es keinen Grund gibt, Android zu ersetzen. Android ist weder ein Hochpreis-System wie iO noch ein businessorientiertes wie BlackBerry OS oder Windows Phone, noch ist es ein Low-Cost-System wie Firefox OS. Android ist über haupt kein Betriebssystem sondern ein Ökosystem und jeder Hersteller macht daraus, was er gerne möchte. Während die Automobilindustrie über 100 Jahre dazu brauchte, um Autos zu produzieren, die einfach nur gut sind, hat die Handy-Industrie dazu gerade mal 30 Jahre gebraucht. Jetzt geht es an den Feinschliff: Design, Ausstattung, Sicherheit.

Das bringt uns die Zukunft

Auch 2014 werden bessere Handys auf den Markt kommen, ohne Zweifel. Aber das Wörtchen "besser" bezieht sich hier nicht in erster Linie auf die technischen Spezifikationen sondern auf coole Features, tolles Zubehör oder Top-Design. Der typische Nutzer kauft sich kein neues Handy mehr weil es ein besseres gibt, sondern weil das alte kaputt ging. Genau so gibt es auch immer mehr Android-Nutzer, die sich ein neues Handy kaufen, weil sie zum Beispiel ein blaues Modell möchten oder eines mit 20-Megapixel-Kamera. Die großen Hersteller haben diesen Trend schon längst erkannt. Nicht umsonst war die Vorstellung des Galaxy S4 im wahrsten Sinn des Wortes ein Theater. Und deshalb dürfen wir uns auf viele neue "Vorstellungen" freuen. Mit wie viel RAM? Wen interessiert's!?!

Marcel Hilzinger


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