WhatsApp für Einsteiger

Gute Unterhaltung

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30.08.2013

Auch wenn SMS immer günstiger werden: Für ein paar Zeichen Text mehrere Cent zu zahlen, müsste längst Geschichte sein. Sich mit Freunden auszutauschen ist über das Internet viel komfortabler und fast kostenlos. Mit WhatsApp sind Ihre Freunde stets nur einen Fingertipp entfernt…

Mehrere hundert Millionen Installationen, drei Millionen 5-Sterne-Bewertungen: WhatsApp ist seit langem eine der beliebtesten Apps im Play Store. Und nicht nur auf Android ist dieser Messagingdienst populär, sondern auch auf vielen anderen Smartphone-Plattformen wie iPhone, BlackBerry, dem Windows Phone oder gar Symbian [1].

Für die Kommunikation mit WhatsApp benötigen Sie lediglich die App und einen Internetzugang. Die App an sich ist kostenfrei im Play Store [2] erhältlich, erst nach einem Jahr Nutzung fällt eine jährliche WhatsApp-Gebühr in Höhe von 89 Cent an – ein überaus faires Angebot im Vergleich zu den Kosten, die SMS und MMS noch immer verschlingen. Damit Sie sich mit Ihren Freunden per WhatsApp unterhalten müssen, benötigen auch diese die WhatsApp-App.

Rufnummer, bitte!

Ohne Mobilfunknummer geht auch bei WhatsApp nichts. Über sie identifiziert WhatsApp seine Nutzer. Nach der Installation der App werden Sie deshalb zunächst nach Ihrer Mobilfunknummer gefragt. Durch den Empfang einer herkömmliche SMS prüft WhatsApp dann die Richtigkeit der Nummer: Die WhatsApp-App muss dabei auf dem Smartphone installiert sein, das mit dieser Rufnummer im Netz angemeldet ist.

Abbildung 1: WhatsApp unterscheidet User anhand Ihrer Handynummer, nicht über einen Namen oder die E-Mail.

Diese Identifizierung über die Rufnummer ist einer der wenigen Schwachpunkte des WhatsApp-Dienstes. Denn das bedeutet, dass WhatsApp auf einem Tablet ohne Telefonfunktion nicht installierbar und nutzbar ist, auch eine PC-Version gibt es von WhatsApp bisher nicht. Andererseits ist so einer missbräuchlichen Nutzung von WhatsApp recht sicher vorgebeugt.

Privatsphäre

Damit WhatsApp die Kontaktliste automatisch mit Kontakten füllen kann, muss der Dienst Ihr Handy-Adressbuch mit den Nummern der WhatsApp-User abgleichen. Dazu überträgt die App [3] sämtliche im Gerät gespeicherten Handy-Nummern – auch von denjenigen Kontakten, die WhatsApp nicht verwenden – zu den WhatsApp-Servern. Dort wird geprüft, welche der Nummern sich bereits bei WhatsApp registriert hat und diese dann als Kontakt in der App angezeigt.

Dieses Vorgehen macht WhatsApp so einfach und letztendlich auch so beliebt, ist aber in Bezug auf die Privatsphäre kritisch zu sehen. In Kanada und auch den Niederlanden haben sich bereits die Datenschutzbehörden eingeschaltet [4] und fordern von WhatsApp Änderungen, zudem trübten in der Vergangenheit mehrfach Sicherheitslücken das Image des Dienstes.

Die Installation ist nach der Eingabe der Rufnummer schnell durchlaufen. Sie werden aufgefordert, Ihren Namen anzugeben – so wie er für Ihre Chat-Kontakte sichtbar sein soll. Außerdem können Sie sich aus Ihren Foto-Alben ein Profilfoto auswählen, das ebenfalls Ihren Gesprächspartner angezeigt wird, anschließend sind Sie startklar.

Chatten mit WhatsApp

Für Ihren ersten Chat mit WhatsApp nimmt Sie die App bei der Hand. Auf dem Willkommen-Bildschirm zeigt Ihnen die App, was zu tun ist, nämlich das Plus-Symbol in der oberen rechten Ecke anzutippen. Die App zeigt Ihnen dann sämtliche Ihrer Kontakte, die ihrerseits bereits WhatsApp nutzen und die Sie direkt ansprechen können. Ein Fingertipp auf den gewünschten Kontakt genügt, um eine Unterhaltung zu starten. Der Chat-Bildschirm ist dabei dreigeteilt. Ganz oben sehen Sie Profilfoto und Name des Gesprächspartners. Der große Bereich darunter ist für Ihre Chat-Inhalte vorgesehen und ganz unten finden Sie das Eingabefeld für Ihren Text.

Abbildung 2: Über das Plus-Symbol oben rechts starten Sie aus der Kontaktliste einen Chat.
Abbildung 3: Die Kontaktliste füllt sich automatisch, da der Dienst Ihr Adressbuch abgleicht.

Alles, was Sie Ihrem Gesprächspartner senden, wird Ihnen in rechtsbündig dargestellt, die Antworten jeweils linksbündig. Links neben dem Texteingabefeld lächelt Sie ein Smiley an. Über ihn gelangen Sie zu einer Fülle an Smileys und weiteren kleinen Grafiken, mit denen Sie Ihre Texte ausschmücken können. Über das Mikrofon rechts neben dem Eingabefeld können Sie Sprachnachrichten senden. Die Funktion für Sprachnachrichten arbeitet dabei nach dem Prinzip eines Walkie-Talkies: Halten Sie für die Aufnahme die Mikrofon-Schaltfläche gedrückt, beim Loslassen wird die Aufnahme abgeschlossen und gesendet.

Abbildung 4: Texte Ihres Gegenübers sind linksbündig, Ihre eigenen Texte rechtsbündig dargestellt.
Abbildung 5: Über die Büroklammer versenden Sie Bilder, Musik und oder aufgenommene Handy-Videos.

Doch nicht nur Sprache und Text lässt sich mit WhatsApp übertragen. Sie können Ihrer Unterhaltung auch Fotos, Audio-Dateien und komplette Videos hinzufügen. Dazu wählen Sie das Büroklammer-Symbol in der oberen rechten Ecke. Hier haben Sie Zugriff auf die Bildergalerie, die Kamera sowie auf alle auf Ihrem Smartphone gespeicherten Video- und Audio-Dateien. Auch die Daten anderer Kontakte lassen sich hier weitergeben. Clever ist die Standort-Funktion. Mit ihrer Hilfe teilen Sie ihrem Gesprächspartner Ihren aktuellen Aufenthaltsort mit.

Abbildung 6: Mit Broadcasts verschicken Sie Nachrichten an eine ganze Gruppe aus Ihren Kontakten.

Bei WhatsApp beliebt sind auch Gruppenchats – auch Broadcasts genannt. So können Sie eine Nachricht, gleich an mehrere Teilnehmer senden. Deren Antworten erreichen automatisch auch alle Mitglieder der Gruppe. Den Broadcast starten Sie, in dem Sie in der Dialog Kontakt auswählen länger auf einen Namen tippen und dann über das Gruppenchat-Icon rechts oben weitere Empfänger auswählen oder direkt aus dem Menü heraus über den Eintrag Broadcast.


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