Android-Musiksammlung mit Collectorz und Music Collector verwalten

Sammelstücke

03.06.2013

Ganz gleich, ob Sie Bücher, Filme oder Musik-CDs sammeln. Ab einer gewissen Größe der Sammlung begegnen Ihnen ungeahnte Herausforderungen: Wie um alles in der Welt sind hunderte oder gar tausende Exemplare Ihrer Schätze sinnvoll zu archivieren? Und wie können Sie da noch den Überblick behalten?

Sammeln ist eine wunderbare Leidenschaft – die allerdings auch Leiden schafft. Wie behalten Sie den Überblick über Ihre Schätze und wie vermeiden Sie versehentliche Doppelt- oder sogar Dreifachkäufe? Eine mögliche Lösung bietet Collectorz.com [1].

Die Sammel-Lösung

Gleich vorweg: Die Produkte von Collectorz.com sind nicht gerade billig. Die jeweils separaten Windows-Softwarepakete für die Verwaltung von Musik, Büchern, Filmen, Comics, Games, MP3s oder Fotos schlagen mit bis zu 40 Euro zu Buche. Wenn Sie nicht nur ein Sammelgebiet haben, sondern neben Musik etwa auch Filme und Bücher sammeln, benötigen Sie gleich mehrere Softwarelizenzen. Achten Sie beim Kauf deshalb auf die vergünstigten Kombi-Bundles! Die passende Android-App, mit der Sie Ihre Sammlung auch unterwegs im Blick haben, kostet nochmals 3,99 Euro. Dennoch, die Investition lohnt sich. Zumal die Collectorz.com Entwickler ganze Arbeit geleistet haben. Man erkennt an zahllosen Details, dass diese Lösung nicht von reinen Programmieren kommt, sondern von Sammlern, die wissen, worauf es ankommt.

Abbildung 1: Die Windows-Software ist schick gemacht und lässt sich sehr intiuitiv bedienen.

Für diesen Artikel haben wir die Software Music Collector getestet. Die übrigen Collectorz.com-Produkte für andere Sammelgebiete arbeiten ähnlich. Eine große Stärke spielt die Software bereits gleich zu Anfang aus. Meist kommt der Sammler nämlich erst dann auf die Idee, seine Schätze zu archivieren, wenn die Sammlung bereits ordentlich gewachsen ist. Beim Versuch, riesige Mengen CDs in einer Datenbank zu erfassen, wachsen dann schnell mal graue Haare… Music Collector hat diese Herausforderung clever gelöst. Die Software hält Zugriff auf umfangreiche Online-CD-Datenbanken und ermöglicht über Bearbeiten / Alben automatisch hinzufügen die Suche nach Titel oder Interpret. Der Suchbegriff "David Bowie" etwa führt dann umgehend zu 735 Alben. Jetzt markieren Sie einfach nur die Alben, die Sie besitzen, und drücken auf Markierte hinzufügen. Anschließend finden Sie diese in Ihrer persönlichen Musik-Datenbank wieder – inklusive vollständiger Trackliste, Cover-Abbildungen (häufig auch mit Rückseite) und Zeitangaben der einzelnen Songs.

Abbildung 2: Über eine clevere Suchfunktion können Alben direkt aus einer riesigen Datenbank gefischt und in die eigene Sammlung importiert werden.

Auf diese Weise reduziert sich der Aufwand, die Datenbank mit den eigenen Schätzen zu füllen, auf ein Minimum. Alternativ ist es auch möglich, per Scanner oder manuell den Barcode der CD einzugeben oder das Album über das CD-Laufwerk auslesen und erkennen zu lassen. Beide Wege erscheinen aufgrund ihres Zeitaufwands aber eher für kleinere Sammlungen gangbar. Übrigens ist Music Collector keine reine CD-Verwaltungssoftware, sondern erlaubt ebenso die Erfassung von LPs, Cassetten oder anderen Tonträgern.

Über die komfortabler Benutzeroberfläche greifen Sie auf ihre Sammlung zu. Hier stehen Ihnen Listen-, Bilder- oder Cover-Flow-Darstellungen zur Verfügung. Die Darstellung der einzelnen Alben lässt sich mit verschiedenen Vorlagen individuell gestalten. Für die Erfassung der Album-Informationen stehen diverse vordefinierte Felder bereit, es lassen sich aber auch eigene anlegen. Neben der eigenen Sammlung können Sie auch Wunschlisten pflegen und den Verleih verwalten.

Umfangreiche Export- und Import-Funktionen runden die leistungsstarke Musik-Lösung ab. Hier stehen auch Text-, HTML- und XML-Formate zur Verfügung, um die Daten in anderen Anwendungen – etwa in einer Tabellenkalkulation – zu nutzen.

Abbildung 3: Music Collector bietet schier unendliche Möglichkeiten, Informationen zu einem Album zu erfassen.

Die Sammlung für unterwegs

Mit der zugehörigen Android-App CLZ Music App [2] lässt sich die persönliche Sammlung dann auch auf dem Android Smartphone nutzen. Über Datei / Exportiere nach / CLZ Music Mobile Anwendung erfolgt der Datentransfer zur App – wahlweise über eine WLAN-Verbindung direkt zum Smartphone oder über eine Exportdatei.

Abbildung 4: Der Export der Sammlung zur CLZ Music App erfolgt entweder per WLAN oder über eine Exportdatei.

Die App selbst versteht sich auf die reine Darstellung der Sammlung und der einzelnen Alben. Die Erfassung neuer Sammelobjekte ist hier nicht vorgesehen. Das unterscheidet die App von zahlreichen anderen Android Apps, die sich auf das Verwalten von CD- oder Büchersammlungen spezialisiert haben. Ohne die eigentliche Collectorz.com-Software am Computer lässt sich mit der App gar nichts anfangen. Wer allerdings schon mal andere Apps ausprobiert hat, wird festgestellt haben, dass die Erfassung größerer Sammlungen direkt auf dem Smartphone – trotz Barcode Scanner und anderer nützlicher Hilfsmittel – in der Praxis viel zu mühsam ist. Insofern ist das Collectorz.com-Konzept schon das richtige. Effizientes, schnelles Erfassen der Datenbestände am Computer und eine praxisnahe App zur Ansicht der Sammlung am Smartphone.

Abbildung 5: Die CLZ Music App ermöglicht den schnellen Zugriff auf die gesamte Musik-Datenbank, wirkt aber optisch etwas altbacken.

Entsprechend spartanisch ist die CLZ Music App auch ausgestattet. Es ist alles da, was man braucht – mehr aber auch nicht. Die Darstellung ist als Liste mit kleiner Cover-Vorschau oder als reine Cover-Übersicht möglich, beim Antippen eines Albums erscheint die Trackliste. Die Reihenfolge der Alben-Ansicht ist definierbar nach Interpret, Titel, Index (fortlaufende Nummer) oder Jahr. Sofern gepflegt, stellt die App auch die persönliche Wunschliste dar – ideal als Einkaufsliste bei der nächsten Shopping-Tour, damit Sie Dreifachkäufe vermeiden. Insofern lohnt sich auch der Preis von 4 Euro recht schnell. Schade lediglich, dass die Optik der App mit ihren Buttons im Windows-Style etwas antiquiert wirkt.

Abbildung 6: In der Detailansicht eines Albums lässt sich durch einfaches Antippen das Cover auch im Vollbild darstellen.

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